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Inklusion

Auch die Lebenshilfe feiert Oktoberfest

Feiern und sich freuen – trotz Handicap. Das bedeutet Lebensqualität für Menschen mit Behinderung in Schwandorf.
Von Regina Suttner

Bewohnervertreter Wolfgang Seefeld (li.), Bereichsleitung Maria Bräu (2. v. re.) und Vorstandsmitglied Betty Mulzer (4. v. re.), hatten zum Oktoberfest eingeladen, im Vordergrund die Veeh-Harfen Gruppe. Foto: Regina Suttner
Bewohnervertreter Wolfgang Seefeld (li.), Bereichsleitung Maria Bräu (2. v. re.) und Vorstandsmitglied Betty Mulzer (4. v. re.), hatten zum Oktoberfest eingeladen, im Vordergrund die Veeh-Harfen Gruppe. Foto: Regina Suttner

Schwandorf.Parallel zum großen Oktoberfest in München feierte am Sonntag die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen Schwandorf ihr kleines, traditionelles Oktoberfest. Vorstandschaft, Bereichsleitung und Bewohnervertretung hatten in die Gaststätte Zum Turner in der Wackersdorfer Straße zum geselligen Beisammensein eingeladen.

Aus den drei Wohnheimen der Lebenshilfe mit ihren insgesamt 100 Plätzen waren die Teilnehmer zusammen mit Eltern und Betreuern gerne der Einladung gefolgt. Ebenfalls stark vertreten waren die Betreuer der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe mit Besuchern bis aus Oberviechtach.

„O`zapft is“, verkündete Wolfgang Seefeld, Schriftführer der Bewohnervertretung, zur Begrüßung der Oktoberfest-Teilnehmer und wünschte gute Unterhaltung für den Nachmittag. Zusammen mit den gewählten Mitgliedern der Bewohnervertretung der drei Wohnheime Carmen Lochno, Gerhard Rath, Martina Roth und Rainer Mattke hatte Seefeld die Organisation des Festes übernommen. „Musi, Essen, Leute – alles passt“ stellte Seefeld fest.

Brotzeit und Tanz

Nach einem schwungvollen musikalischen Auftakt durch das Duo Ewald und Ludwig aus Schwandorf folgte bei Leberkässemmeln und Getränken erstmal eine Stärkung für die folgenden Stunden, in denen ausgiebig getanzt wurde. Das alte Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ erklang dann von einer besonderen Gruppe. Angela Aßmann und Mechthild Birk aus Ettmannsdorf und Schwandorf spielen gerne zusammen mit den Wohnheimbewohnern Rainer Mattke und Martina Roth und sind für Veranstaltungen gut gebucht – ein Beispiel gelungener Inklusion.

Maria Bräu, seit 1. März 2019 Wohnbereichsleitung der Lebenshilfe Schwandorf, findet Feste eine gute Gelegenheit zum Feiern und Freuen für Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen. „Sie gehören dazu und möchten am Leben teilnehmen“, sagt sie. Freuen würde es Maria Bräu, wenn auf den Inklusionsgedanken mehr Taten folgen würden. „Hier sind noch viele Berührungsängste zu überwinden“, weiß sie aus Erfahrung.

Gut zu wissen

  • Angebote:

    SVE, OBA, Wohneinrichtungen, Naab-Werkstätten GmbH, Betreuungsverein

  • Kontakt:

    Geschäftsstelle Aussiger Str. 2, Tel. (09431) 999 303-13, www.lebenshilfe-schwandorf.de

Mitleid mit behinderten Menschen ist in der Gesellschaft weit verbreitet, aber der falsche Ausdruck und nicht angebracht. Behinderung ist keine Erkrankung. Menschen mit Behinderungen haben vielmehr gelernt, mit ihren körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen zu leben. Und es tut der Lebensfreude keinen Abbruch. Denn es ist normal, verschieden zu sein – ein Leitsatz der Lebenshilfe.

Die Lebenshilfe bietet, wie der Name schon sagt, ein breit aufgestelltes Angebot an Hilfen, Förderung und Unterstützung. Das beginnt schon mit der Förderung der Kleinkinder in den schulvorbereitenden Einrichtungen, geht weiter über Entlastung durch Betreuung und Freizeitgestaltung in der Offenen Behindertenarbeit bis hin zu den Bereichen Arbeit und Wohnen. Die Versorgungspalette der Lebenshilfe Schwandorf und der Naab-Werkstätten GmbH deckt jede Lebensphase ab.

Regelmäßige Unterstützung

So werden ältere Arbeitnehmer nach dem Eintritt in die Rente in einer speziellen Seniorengruppe im Wohnheim in der Aussiger Straße betreut und versorgt. Besteht bei Erwachsenen der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit, wird das im ambulant betreuten Wohnen ermöglicht.

Menschen mit Handicap können in einer Wohnung alleine oder in einer Kleingruppe leben. Zur Unterstützung kommt regelmäßig eine Betreuerin vorbei und kümmert sich um eventuelle Probleme. Lebenshilfe eben!

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