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Ehrenamt

Auflösung wurde verhindert

Dr. Wolfgang Laaths führt weitere drei Jahre die Gebietsverkehrswacht Schwarzenfeld. Nur wenige Mitglieder waren vor Ort.
Von Josef Schießl

Vorbildlich im Ehrenamt: Bernd Ulbrich, 41 Jahre Schriftführer, und Egon Metz, 23 Jahre Kassenverwalter. Es gab Urkunden und Gutscheine.  Foto: Josef Schießl
Vorbildlich im Ehrenamt: Bernd Ulbrich, 41 Jahre Schriftführer, und Egon Metz, 23 Jahre Kassenverwalter. Es gab Urkunden und Gutscheine. Foto: Josef Schießl

Schwarzenfeld.Um die Auflösung zu vermeiden, hat Dr. Wolfgang Laaths seinen Entschluss geändert und sich durchgerungen, noch einmal Verantwortung zu übernehmen. Mit neuer Führungsstruktur und Reinhold Ziermeier als Geschäftsführer gibt es einen Neuanfang, um den jahrzehntelangen engagierten Einsatz für Verkehrssicherheit fortsetzen zu können. Seit 18 Jahren ist der pensionierte Richter Nachfolger von Josef Brandner, der 25 Jahre an der Spitze stand. Von den 80 der einst 180 Mitglieder war nur ein Dutzend zur Generalversammlung ins Restaurant Miesberg gekommen.

Mit neugewählter Vorstandschaft führt Dr. Wolfgang Laaths(2. v.re.) die Verkehrswacht. Von li. Bezirksvorsitzender Gernot Schötz und 2. Bürgermeister Peter Neumeier. Foto: Josef Schießl
Mit neugewählter Vorstandschaft führt Dr. Wolfgang Laaths(2. v.re.) die Verkehrswacht. Von li. Bezirksvorsitzender Gernot Schötz und 2. Bürgermeister Peter Neumeier. Foto: Josef Schießl

Sechs Monate seit dem turnusmäßig fälligen Termin im März habe er vergeblich versucht, einen Nachfolger zu finden, so Dr. Laaths. Nachdem langjährige Mitarbeiter wie Kassenverwalter Egon Metz und Schriftführer Bernd Ulbrich nicht mehr kandidierten und Elementarbeauftragte Tanja Pflamminger nicht mehr zur Verfügung steht, „sei es eine schwere Geburt“ gewesen, eine funktionsfähige Vorstandschaft zu bilden, um die fruchtbare Arbeit in den Bereichen Kindergärten, Schule und Senioren und in der Kommune fortsetzen zu können, stellte Dr. Laaths fest. Leidenschaftlich bedauerte der engagierte Verkehrswachtler das geringe Interesse am Ehrenamt. Es tue im Herzen weh, dass sich keine neuen Mitglieder finden, um die wichtige Arbeit für Verkehrssicherheit zu gewährleisten, in der eine Gesamtverantwortung der Gesellschaft sah.

Wichtige Mitgliederwerbung

Aktionen wie „Könner durch Erfahrung“ oder „Training für Fahranfänger“ blieben ohne Echo. Von 50 angeschriebenen Firmen hätten nur zwei reagiert, erklärte Dr. Laaths. Geplant sei, mit verstärkter Werbung und neuen Wegen, das Interesse von Jung und Alt zu wecken und neue Mitglieder zu gewinnen. Auch für Senioren gelte es, Schulungen anzubieten, um die Fahrfähigkeit zu erhalten, betonte er und verwies auf die gestiegene Mobilität mit E-Bikes. Der Standort der Johanniter biete sich an, bessere Voraussetzungen für die Aktionen zu schaffen.

Neuwahlen

  • Vorstand:

    1. Vorsitzender bleibt Dr. Wolfgang Laaths, neuer 2. Vorsitzender ist Walter Martin. Der bisherige 2. Vorsitzende Reinhold Ziermeier ist Geschäftsführer mit den Funktionen als Kassenverwalter und Schriftführer.

  • Weitere Ämter:

    Als Beisitzer wurde Karl Raab gewählt, als Revisoren Dieter Käsbauer und Randolf Ebensberger. Schulbeauftragte ist Andrea Bäumler, Seniorenbeauftragter Helmut Kramer. Kindergärten werden von der Verkehrswacht Schwandorf betreut. (sss)

Zum Thema Führungskräfte verwies Bezirksvorsitzender Schötz auf die Möglichkeit, mit der Gewährung von moderaten Aufwandsentschädigungen in Verbindung mit der Landesverkehrswacht neue Anreize zur Mitarbeit zu schaffen. Die Schüler- und Buslotsen haben erfolgreiche Arbeit geleistet, berichtete Schulbeauftragte Andrea Bäumler. Angeregt wurde ihr Einsatz auch am Übergang in der Nabburger Straße. Durch die Ganztagsschule, in die Schüler aus anderen Kommunen kommen, entstehe ein personelles Problem. Eine Lösung seien Elternlotsen. Seniorenbeauftragter Helmut Kramer informierte die Senioren in Vorträgen, die gut angenommen wurden, über Änderungen in der Straßenverkehrsordnung. Positiv der letzte Kassenbericht von Egon Metz für 2018. Bestätigt durch die Revisoren wurde einstimmig entlastet.

Beteiligung an Verkehrsschau

Die Verkehrserziehungsarbeit der Verkehrswacht für die Kindergärten und Schule ist unverzichtbar, bekräftigte 2. Bürgermeister Peter Neumeier in seinem Grußwort. Darum ist erfolgreiche Nachwuchsarbeit wichtig. Im Ort werden die Schwachstellen benannt. Er hoffe, dass es gelingt, die Fahne weiter hochzuhalten.

Trotz wiederholter Mahnung wird weiter der Gehweg beim Platz am Kreuz zugeparkt. Mindestens die Rollatorfahrer müssen auf die Fahrbahn ausweichen. Ehrenvorsitzender Brandner bemängelte, dass die Verkehrswacht nicht mehr an der Verkehrsschau beteiligt wird. Unter der Leitung von 2. Bürgermeister Peter Neumeier wurde die vorgeschlagene Vorstandschaft mit Dr. Wolfgang Laaths an der Spitze einstimmig gewählt.

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