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Erziehung

Aufregung ums „Wurschtbrot“-Verbot

Eine Schwandorfer Erzieherin soll einem Kind verboten haben, „Wurschtbrot“ zu sagen. Nun wurde der Fall öffentlich.

Schmeckt vielen, kann aber auch Probleme machen: das „Wurschtbrot“. Foto: Federico Gambarini/dpa
Schmeckt vielen, kann aber auch Probleme machen: das „Wurschtbrot“. Foto: Federico Gambarini/dpa

Schwandorf.Wirbel um einen Kindergarten in Schwandorf: Ein anonymer Facebook-Nutzer hat dem Verein „Bund Bairische Sprache“ von einer Schwandorfer Erzieherin berichtet, die einem dialektsprechenden Kita-Kind verboten haben soll, „Wurschtbrot“ zu sagen. Korrekt heiße es „Wurstbrot“, soll die Frau gesagt haben. Man müsse „richtig“ sprechen und es müsse schließlich jeder verstehen, was das Kind sage. Sepp Obermeier, Vorsitzender des Bunds Bairische Sprache, wandte sich daraufhin mit der Facebook-Nachricht an die Medien. Er bezeichnete das Vorgehen der Kindergärtnerin als „rückschrittlich“.

Dabei hat Obermeier schon schlimmere Fälle erlebt, wie er auf Anfrage der Mittelbayerischen sagte. Im Altmühltal etwa hatte sich ein Kind in die Ecke stellen müssen, weil es im Kindergarten Dialekt gesprochen habe. „Was das mit einer Kinderseele macht“, seufzt Obermeier. Er spricht sogar von einem „dialektalen Pranger“, an den das Kind gestellt worden sei.

Wir haben uns in Regensburg umgehört: Sollen Kinder im Kindergarten Dialekt sprechen?

Sollen Kinder im Kindergarten Dialekt sprechen?

Auch wenn der Facebook-Nutzer, der Obermeier von der „Wurschtbrot-Affäre“ berichtet hat, versichert, dass sich alles so in Schwandorf zugetragen habe, gibt es keine offizielle Bestätigung dafür. Die Leiterin des Kindergartens, dessen Name der Redaktion bekannt ist, erklärte auf BR-Anfrage, dass sie von dem Vorfall nichts gehört habe. Grundsätzlich dürften Kinder in ihrer Einrichtung aber Dialekt sprechen.

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