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Vernissage

Ausstellung thematisiert ein Tabu

„Gemeinsam gehen“ beschäftigt sich mit Formen der Sterbebegleitung. Organisator ist der Hospizverein Schwandorf.
Von Rudolf Hirsch

Wilfried Bühner, Gisela Pöhler, Jakob Scharf und Martina Englhardt-Kopf (von links) eröffneten die Ausstellung.  Foto: Rudolf Hirsch
Wilfried Bühner, Gisela Pöhler, Jakob Scharf und Martina Englhardt-Kopf (von links) eröffneten die Ausstellung. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Der Hospiz-Idee einen öffentlichen Raum zu geben, ist das Ziel der Ausstellung „Gemeinsam gehen“, die bis 9. August in den Räumen der Sparkasse zu sehen ist. Die Wanderausstellung des bayerischen Gesundheitsministeriums thematisiert Sterbebegleitung zu Hause, in Pflegeeinrichtungen, stationären Hospizen und in der Palliativversorgung im Krankenhaus.

Die Ausstellung ist Teil des Programms, das der „Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf e.V.“ mit aktuell 155 Mitgliedern anlässlich seines 15-jährigen Bestehens anbietet. Vor wenigen Tagen war bereits ein „Tag der offenen Tür“ in der Geschäftsstelle. Eine musikalische Lesung am 18. Oktober in der Spitalkirche bildet den Abschluss des Programms.

„Der Hospizverein engagiert sich gegen Hoffnungslosigkeit“, sagte das Vorstandsmitglied der Sparkasse, Wilfried Bühner, bei der Ausstellungseröffnung am Montag. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf und dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf bedankten sich bei der Initiative, weil sie das Thema „Sterben“ aus der Tabuzone heraushole.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, so zweite Vorsitzende Gisela Pöhler, Schwerstkranke und Sterbende psychosozial zu begleiten. Dafür bilde er in speziellen Kursen Hospizbegleiter aus, die Sterbenden auf ihrem letzten Weg kostenlos und unabhängig von Weltanschauung, Religion oder sozialem Status zur Seite stehen und ihnen somit ein würdevolles Sterben ermöglichen.

Der „Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf“ wurde vor 15 Jahren von drei ausgebildeten Hospizbegleiterinnen gegründet und zählt heute 155 Mitglieder und 50 aktive Hospizbegleiter, die ehrenamtlich ihren Dienst verrichten und von zwei hauptamtlichen Teilzeitkräften unterstützt werden. Diese Koordinatoren betreuen die ehrenamtlichen Kräfte und achten auf die Qualität der Sterbebegleitung.

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