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Bagger kracht gegen Eisernen Steg

Bei einem Unfall an Neunburgs Fußgängerbrücke ist Riesenschaden entstanden. Gutachter klären, ob Einsturzgefahr besteht.
Von Bettina Mehltretter

Wie stark die Brücke beschädigt ist, zeigt diese Aufnahme. Foto: Martin Birner
Wie stark die Brücke beschädigt ist, zeigt diese Aufnahme. Foto: Martin Birner

Neunburg.Seit Dienstagnachmittag geht nichts mehr an Neunburgs zentralster Stelle: Kurz nach 16 Uhr war ein Kettenbagger mit seinem Schaufelarm gegen den Eisernen Steg gekracht. „Der Eiserne Steg ist total verbogen“, sagt Bürgermeister Martin Birner der Mittelbayerischen. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass sogar Betonteile aus der Brücke brachen. Ein weiteres Teil hing am Abend nur noch an wenigen Punkten fest und hätte zunächst noch jederzeit in die Tiefe stürzen können.

Dieses Gefährt richtete massiven Schaden an der Brücke an.
Dieses Gefährt richtete massiven Schaden an der Brücke an.

Als Birner mit unserer Redaktion telefonierte, waren die Einsatzkräfte von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr gerade dabei, die Durchfahrt zu sperren und den Verkehr weiträumig umzuleiten. Die Konrad-Adenauer-Straße zwischen der Einfahrt in die Buchbindergasse bei der Eisdiele und dem Jobplatz ist seitdem komplett gesperrt. Am Eisernen Steg selbst stellten die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr Bauzäune auf. Niemand soll sich derzeit dem Bauwerk nähern.

Stephan Bergler, Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Neunburg, sagte auf Anfrage der Mittelbayerischen, dass bei dem Bagger, der den Unfall ausgelöst hatte, der Arm noch zu weit ausgefahren war und er deshalb mit der Brücke (maximal zulässige Durchfahrtshöhe vier Meter) kollidiert ist. Das Gefährt stand auf einem Tieflader, den ein Traktor zog. Am Steuer saß ein 33 Jahre alter Mann aus Schwarzhofen.

Schaden ist „sechsstellig“

Bürgermeister Martin Birner selbst eilte nur wenige Minuten nach dem Unfall mit seinen Mitarbeitern aus der Bauabteilung an die Unfallstelle, um einen ersten Blick auf den Schaden zu werfen. Die Einschätzung: Der Schaden sei „massiv“, erklärt Birner. Polizist Bergler wird noch deutlicher: Die Brücke sei „sehr stark in Mitleidenschaft gezogen“ worden. Es sei in jedem Fall von einem Sachschaden in sechsstelliger Höhe auszugehen, von mindestens 150 000 Euro.

THW-Gutachter vor Ort

Arbeiter des städtischen Bauhofs und des Straßenbauamts des Freistaates sicherten am Abend die Unfallstelle. Auch ein Gutachter des THWs reiste an. Sein Urteil: Die Brücke ist einsturzgefährdet, muss „notgesichert“ werden, um weitere Schäden am Bauwerk zu verhindern. Auch Starkstromleitungen verlaufen dort.

Passieren können die Brücke in nächster Zeit weder Autofahrer noch Fußgänger. Die Stadt und der Unfallfahrer haben den Unfall inzwischen ihren beiden Versicherungen gemeldet. Wie es nun mit dem Eisernen Steg weitergeht, wird in den nächsten Tagen ein anerkannter Gutachter klären müssen, sagt Bürgermeister Martin Birner.

Mehr Bilder vom Unfallort sehen Sie hier:

Bagger kracht gegen Brücke in Neunburg

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