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Region Schwandorf
Sonntag, 23. September 2018 22° 7

Stadtrat

Bahnhof: Zwei neue Aufzüge

Diplom-Ingenieur Martin Dietl stellte Pläne für eine barrierefreie Erschließung vor. Bau und Fertigstellung erfolgen noch in diesem Jahr.

Der Bahnhof Maxhütte-Haidhof: Für einen barrierefreien Zugang werden zwei Aufzüge eingebaut. Foto: Archiv

MAXHÜTTE-HAIDHOF.Die Rampe ist vom Tisch, die barrierefreie Erschließung des Bahnhofes Maxhütte erfolgt durch den Neubau von zwei Aufzügen. Das entspricht der Wunschlösung des Stadtrats. Vorgestellt wurde die Planung der Deutschen Bahn von Walter Reichenberger vom Bahnhofsmanagement „DB Station & Service“, Regensburg, sowie Diplom-Ingenieur Martin Dietl vom Büro Derori. Rund 550 000 Euro werden investiert.

Maßgaben bei der Planung waren die Integration der Aufzüge an den beiden Bahnsteigen in unmittelbarer Nähe der bestehenden Unterführung. Weiter sollen die Standorte der Aufzüge für kürzeste Wege und optimale Zugänge zum Bahnhof sorgen. Prämisse Nummer drei: eine „optisch ansprechende Gestaltung“ des Ganzen.

Dietl erläuterte, dass der Aufzug auf der Bahnhofsseite nur im Anschluss an die bestehende Treppenanlage realisiert werden könnte, da der Durchgang zum Bahnsteig nicht schmäler werden dürfe, da er ohnehin nicht sehr breit sei. Die bestehende „Wetterschutzanlage“, sprich überdachter Wartebereich, werde dafür versetzt.

Von der bestehenden Park & Ride Anlage her (bei den aktuellen Taxi-Parkplätzen) wird ein neuer Zugang zum Bahnsteig eins geschaffen. Auf der Seite Ganghoferstraße ergab sich der Standort von selbst, so der Planer. Der Aufzug werde direkt im Anschluss an die bestehende Treppe zur Unterführung platziert. Der Grund, warum die befürchtete Rampenlösung nicht zum Tragen kam, wurde von Reichenberger erläutert.

Die günstigere Variante

Eine Vergleichsberechnung ergab, dass die Variante mit zwei Aufzügen die günstigere sei. Bau und Fertigstellung erfolgten in jedem Fall noch in diesem Jahr, da die Finanzierung aus Mitteln des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms des Bundes erfolge, das Ende 2013 auslaufe. Lorenz Seidl (UWM) fragte nach, ob diese Planung auf eine mögliche Elektrifizierung der Strecke abgestimmt ist. Reichenberger erläuterte, dass es keine Berührungspunkte gibt.

SPD-Fraktionssprecher Franz Brunner begrüßte die Lösung und fragte, wer den Unterhalt der Aufzüge trägt. Dieser liegt in der Hand der Bahn, sagte Reichenberger. Er hofft, dass im Rahmen des Aufzugbaues gleich noch dynamische Schriftanzeiger installiert werden können, die über Verspätungen Auskunft geben.

Hans Jäckl (FW) nutzte die Anwesenheit des Gastes der Deutschen Bahn, um den Abriss des alten Bahnhofsgebäudes zu thematisieren. Er bat um Auskunft über den Stand der laufenden „Entbehrlichkeitsprüfung“ für das Gebäude. Da das eine andere Stelle betreibt, konnte Reichenberger dazu keine konkreten Angaben machen. Sollte allerdings die Prüfung ergeben, dass das Gebäude für den Bahnbetrieb nicht mehr notwendig ist, könne in der Regel ein Abriss erfolgen.

Jäckl fürchtet nun, dass durch einen Abriss eventuell die ganze Zugangssituation und der Standort der Aufzüge nicht mehr passen könnten. Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank sagte, dass allein schon wegen fehlenden Grundes der Standort des Bahnhofsgebäudes bleiben werde. „Entweder man baut dort neu oder, wenn ein Abriss nicht infrage kommt, muss saniert werden.“

Es herrschte Einstimmigkeit

Damit war Jäckl nicht am Ende und forderte ein detaillierte Kostenaufstellung für eine mögliche Sanierung. Die bisher im Raum stehenden 1,5 Millionen Euro weckten auch in der Bevölkerung Zweifel. Dieses Thema werde getrennt im Stadtrat beraten, sagte die Bürgermeisterin. Dafür brauche es verschiedene Gutachten, „für die wir Geld in die Hand nehmen müssen“.

Die Aufzuglösung fand auch bei der UWM Beifall. Sprecher Rudolf Seidl freute sich über ein „schönes Gesamtkonzept.“ Zu diesem Stichwort schlug Diplom-Ingenieur Martin Dietl noch vor, die Lage der Behindertenparkplätze so zu verändern, dass sie in unmittelbarer Nähe des neuen Aufzugs liegen. Günther Hochstetter (SPD) sah darin kein Problem, da die P & R-Anlage ohnehin erweitert werde. Die Bürgermeisterin bestätigte dies, bereits im Frühjahr solle dafür gesorgt werden, „dass geordnetes Parken möglich ist“. Der Stadtrat befürwortete die Planungen der Deutschen Bahn einstimmig. Teil des Beschlusses war, dass wesentliche Änderungen dem Stadtrat bekannt gegeben werden müssen.

Weiter ging es mit Baurecht. Für das Baugebiet Maxhütte-Ost IV stand der Aufstellungsbeschluss für die erste qualifizierte Änderung des Bebauungsplanes an. Auf einem Teil des Areals will ein Unternehmen Bungalows bauen. Bauamtsleiter Johannes Ortner erläuterte, dass der Antragsteller sämtliche Kosten des Verfahrens trage. Das Gremium fasste den Aufstellungsbeschluss ohne Gegenstimme. (bxh)

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