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Kommunales

„Banditensiedler“ erhalten neue Straße

Im Mai beginnen die Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Bodenäckersiedlung in Schwarzhofen. Der Rat vergab den Auftrag.
Von Ralf Gohlke

Die Abwasserleitungen in der Bodenäckersiedlung bedürfen dringend der Sanierung. Foto: Ralf Gohlke
Die Abwasserleitungen in der Bodenäckersiedlung bedürfen dringend der Sanierung. Foto: Ralf Gohlke

Schwarzhofen.Im dritten Anlauf hat es doch noch geklappt. Bei seiner letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen vergab der Marktrat den Auftrag für den Vollausbau der Bodenäckerstraße und des Krimlinger Wegs vergeben. Zuvor war einmal überhaupt kein Angebot auf die Ausschreibung erfolgt und beim zweiten Mal lagen die Angebotssummen dermaßen „astronomisch“ über den Kostenschätzungen, dass auf eine Vergabe verzichtet werden musste.

Für die nunmehr dritte Submission hatten laut Bürgermeister Maximilian Beer acht Firmen die Leistungsverzeichnisse angefordert und vier von ihnen Angebote abgegeben. Zur Verdeutlichung nannte Beer den Mittelwert der Angebote von 941 218 Euro, der die aktualisierte Kostenberechnung sogar um 4,76 Prozent unterschritten habe.

Straßenbau

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Den Zuschlag erhielt schließlich die Firma Seebauer als wirtschaftlichster Bieter, mit einem Angebotspreis von 823 578 Euro. Er umfasst die Teilleistungen Straßenbau, Abwasseranlage sowie den Kabelbau für Straßenbeleuchtung. Der Vergabe des Wasserleitungsbaus erfolge gesondert durch die Nord-Ost-Gruppe. Demnach betrage der Kostenanteil des Marktes 653 119 Euro.

Arbeiten beginnen im Mai

In Absprache mit der Firma Seebauer sollen die Arbeiten im Mai beginnen und noch heuer abgeschlossen werden. Für den 28. April kündigte der Bürgermeister einen Info-Abend für die Anlieger an. Dabei soll dann die Möglichkeit zum Anschluss an die Gasversorgung erörtert werden. „Wer sich nicht jetzt dazu entschließt, für den ist der Zug für die nächsten Jahre abgefahren“, stellte Bürgermeister Max Beer fest.

Mittagsbetreuung

  • Grundschule:

    Sieben Schüler sind aktuell bis 14 Uhr, fünf bis 16 Uhr angemeldet. Daraus ergibt sich ein Differenzbetrag zum Förderbetrag von 5677 Euro, den der Markt trägt. Zusätzlich fallen, abzüglich der Elternbeiträge, 17 610 Euro für das laufende Schuljahr an.

  • Kindergarten:

    Aus Kapazitätsgründen ist eine Mittagsbetreuung derzeit nicht mehr möglich.

Der Marktrat stimmte der Vergabe einhellig zu, ebenso wie der Kostenvereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung und Flurneuordnung in Denglarn. Inhaltlich ging es um die Kosten für die sogenannte baubegleitende Beratung. Damit stehe es den Eigentümer frei, sich kostenlos über private Verbesserungsmaßnahmen an Haus und Grundstück beraten zu lassen. Vereinbart wurde ein Gesamtbetrag von 8096 Euro, von dem der Markt 4800 Euro trägt.

Einig waren sich Bürgermeister und Rat darin, dass demnächst ein Rechtsanspruch für Eltern kommen werde, ihre Kinder auf eine Schule mit Ganztagsangebot, offen oder gebunden, zu schicken. Damit würde mit Sicherheit auch die Akzeptanz für die Mittagsbetreuung steigen.

„Interessanterweise steigt der Betreuungsbedarf trotz stagnierender Einwohnerzahl“, meinte Beer. So ginge es darum, die Kinder nicht nur „zu verwahren“ sondern sinnvoll zu betreuen. Die Beibehaltung der Mittagsbetreuung sei somit ein wichtiger Grundpfeiler für den Erhalt des Schulstandortes Schwarzhofen. Die Marktgemeinderäte nahmen von den dafür notwendigen Kosten, in Höhe von rund 23 287 pro Schuljahr Kenntnis.

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