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Vereine

Barbarafeier in Wackersdorf

Der Knappenverein feierte das Barbarafest. Rosemarie Rappl und Richard Weinfurtner wurden für ihre Verdienste geehrt.
Von Max Schmid

Der Knappenverein ernannte Rosemarie Rappel und Richard Weinfurtner zu Ehrenmitgliedern. MdB Karl Holmeier, OB Andreas Feller, Knappen-Vorstand Jürgen Müller und Bürgermeister Thomas Falter (von links) gratulierten.  Foto: smx
Der Knappenverein ernannte Rosemarie Rappel und Richard Weinfurtner zu Ehrenmitgliedern. MdB Karl Holmeier, OB Andreas Feller, Knappen-Vorstand Jürgen Müller und Bürgermeister Thomas Falter (von links) gratulierten. Foto: smx

Wackersdorf.Nach der Messe des Knappenvereins, die Pfarrer Christoph Melzl zelebrierte, formierte sich in der Ringstraße der Festzug, an dem sich Abordnungen zahlreicher Ortsvereine beteiligten. An der Spitze marschierte die Bergmannskapelle unter Leitung von Andreas Königsberger. Knappen-Vorstand Jürgen Müller überreichte an an Altlandrat Hans Schuierer, der seit 1969 an den Barbarafeiern teilgenommen hat, ein Präsent und dankte für dessen Treue.

Die Kapelle eröffnete den weltlichen Teil der Feier mit dem Kaiserjägermarsch, der Singkreis gab das „Barbaralied“ zum Besten. Danach gedachte man der verstorbenen Mitglieder.

Vorstand Müller erinnerte an die letztjährige Barbarafeier, drei Wochen später sei das letzte Stück Steinkohle an den Bundespräsidenten überreicht worden. Doch deshalb sei das Licht nicht erloschen, der Bergbau sei mehr und lebe weiter. Bergbau sei Innovation, die benötigt werde, um nachhaltig die energetische Selbstständigkeit zu bewahren. Es helfe nicht, wenn die Menschen keine Windräder oder Stromtrassen vor der Haustür haben wollten, fossile Brennstoffe aber aus dem Ausland importiert werden müssten.

In Wackersdorf wurde ab dem 19. Jahrhundert Braunkohle abgebaut

Bürgermeister Thomas Falter und Oberbürgermeister Andreas Feller bezeichneten die Pflege der bergmännischen Tradition übereinstimmend als wichtig und verwiesen auf die vielen positiven Eigenschaften der Bergleute wie Fleiß, Ausdauer und Kameradschaft. MdB Karl Holmeier verwies auf die Verabschiedung des Bundeshaushalts, in dem auch Gelder für den Kohleausstieg eingeplant seien. Es gelte, den betroffenen Bergleuten eine Zukunft zu geben.

Im Chor und der Tanzgruppe aktiv

  • Rosemarie Rappel:

    Leiterin des Knappenchors von 1998 bis 2008, Dirigentin des Singkreises und Vorstandsmitglied des Knappenvereins von 2010 bis Anfang 2019

  • Richard Weinfurtner:

    Seit 1968 Mitglied im Knappenverein und seit 2003 aktiv in der Knappentanzgruppe, Mitglied des Festausschusses beim 100-jährigen Gründungsfest und Fahnenträger

Festredner MdL Joachim Hanisch verwies auf den geschichtlichen Hintergrund des Barbarafests. Die Heilige sei während der Christenverfolgung nicht nur zur Märtyrerin geworden, sondern auch zur Schutzheiligen des internationalen Bergbaus. Hanisch erinnerte an den Beginn des Braunkohleabbaus in Wackersdorf ab dem 19. Jahrhundert, die Verwendung der Kohle zur Stromerzeugung im Kraftwerk Dachelhofen und die Umsiedelung des Ortes, weil die Häuser damals auf Braunkohle standen.

Insgesamt wurden rund 185 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Am 21. September 1982 sei die letzte Tonne Kohle gefördert worden, dann war das Revier erschöpft. Das Bemühen um Nachfolgebetriebe und die Renaturierung der Bergbaulandschaft seien hervorragend gelungen.

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Wackersdorf ist der Wandel zum Industriestandort gelungen

Wackersdorf sei heute ein wichtiger Industriestandort, sagte Hanisch und verwies auf den Tourismus in der Region. Der Landtagsabgeordnete ging auch auf den Ausstieg aus dem Kohlebergbau ein. Die Kohlevorkommen in Deutschland seien endlich und die Zukunft der Energieversorgung bleibe eine Schlüsselfrage. Nur ein breiter Energiemix werde die Leistungsfähigkeit der Versorgung sichern, ist MdL Joachim Hanisch überzeugt. Sichere und wettbewerbsfähige Energie zu bezahlbaren Preisen sei auch Voraussetzung für Produktion, für Arbeitsplätze und damit auch für den Erhalt des erreichten Wohlstandes.

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