MyMz
Anzeige

Politik

Bebauungsplan für Fliederstraße kommt

Der Planungs- und Umweltausschuss in Schwandorf hat beschlossen, für das Gebiet einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen.
Von Johannes Hartl

Auch für die Fliederstraße soll es künftig einen Bebauungsplan geben. Foto: Hartl
Auch für die Fliederstraße soll es künftig einen Bebauungsplan geben. Foto: Hartl

Schwandorf.Die Anwohner der Fliederstraße können aufatmen: In seiner Sitzung am Dienstag hat der Planungs- und Umweltausschuss einstimmig beschlossen, für das Gebiet in Kronstetten einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen. Räumlich wird er den Bereich abdecken, der durch die Straße „An der Schwefelquelle“, die Wackersdorfer Straße und durch den Bebauungsplan „Wachholderstraße“ begrenzt wird. Den Anlass lieferte ein entsprechender SPD-Vorstoß.

Ursprünglich hatten die Sozialdemokraten die Idee ins Spiel gebracht, mit einer sogenannten Erhaltungssatzung steuernd einzugreifen, um eine übermäßige Verdichtung in Gebieten ohne Bebauungsplan zu verhindern. Den Anwohnern der Fliederstraße stößt nämlich ein geplantes Mehrfamilienhaus sauer auf, bestehend aus acht Wohneinheiten, einem Nebengebäude und Garagen. Dieses Vorhaben passt aus ihrer Sicht weder ins Ortsbild noch sei überhaupt die nötige Infrastruktur vorhanden.

Bau

Nachbarn sorgen sich um Wohnquartier

An der Fliederstraße in Schwandorf gibt es Protest gegen ein Achtparteien-Haus. Auch sonst stößt die Verdichtung auf Kritik.

Doch eine Erhaltungssatzung, wie von der SPD angeregt, ist offenbar keine probate Lösung. Schon in der letzten Ausschusssitzung hatte Baudirektor Reinhard Schade darauf hingewiesen, dass die nötigen Kriterien in der Großen Kreisstadt schlicht nicht erfüllt seien. Nun hat Rechtsrat Andreas Vockrodt - in Vertretung für den erkrankten Schade - diese Argumentation im Wesentlichen wiederholt.

Eher kurzfristig hat die SPD deshalb einen neuen Antrag gestellt - mit dem Ziel, gleich einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen. „Wie das Kind heißt, ist egal“, sagte deren Sprecher Manfred Schüler. Das Ziel müsse es sein, den Betroffenen dabei zu helfen, Abhilfe für das Problem zu schaffen. Es sei nötig, rasch zu handeln, bevor die Projekte genehmigt sind.

CSU: Problem betrifft nicht nur Fliederstraße

Wie alle Fraktionen schloss sich auch die CSU diesem Antrag an. Deren Fraktionssprecher Andreas Wopperer gab aber zu bedenken, dass das Problem nicht allein die Fliederstraße betrifft. Wünschenswert – und notwendig – sei daher eine „grundsätzliche Lösung“. Denn es sei schon personell nicht möglich, für jedes Gebiet ohne Bebauungsplan einen solchen aufzustellen, sagte Wopperer und wiederholte den CSU-Vorschlag aus der letzten Sitzung vom September, über eine angepasste Stellplatzsatzung steuerend einzugreifen.

Nach dem einstimmigen Beschluss, um einen Bebauungsplan aufzustellen, braucht es jetzt bloß noch eine Veränderungssperre, damit in der Zwischenzeit nichts geändert wird. Dafür ist laut Rechtsrat Andreas Vockrodt jedoch eine genauere Satzung notwendig; die entsprechende Entscheidung wird deshalb voraussichtlich erst in der nächsten Stadtratssitzung fallen. Diese Sitzung findet am Montag, 2. Dezember, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt - sie ist öffentlich.

Mehr Nachrichten aus Schwandorf lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht