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Region Schwandorf
Sonntag, 19. August 2018 30° 3

Jubiläum

Bei der FFW steht der 100. Geburtstag an

Wechselseitige Patenschaft zwischen der Schwandorfer und der Büchelkühner Feuerwehr hat sich bewährt und wird fortgesetzt.

Kniend trugen die Führungskräfte der Büchelkühner Wehr ihr Anliegen vor. Foto: Grabinger
Kniend trugen die Führungskräfte der Büchelkühner Wehr ihr Anliegen vor. Foto: Grabinger

Schwandorf.Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und so machte sich die Feuerwehr Büchelkühn zum Patenbitten nach Schwandorf auf. Vor der Zusage, das Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen zu unterstützen, warteten einige nicht ganz leichte Aufgaben auf die Jubelwehr. Rund 320 Tage sind noch hin bis zum Gründungsfest zum 100-jährigen Bestehen der Büchelkühner Wehr.

Die Feuerwehr Büchelkühn warb am Freitag, angeführt von der Dorfmusi Büchelkühn, bei der Schwandorfer Wehr um die Übernahme der Patenschaft. Zum 75-Jährigen Jahren baten die Büchelkühner die Schwandorfer Wehr schon einmal, ihnen als Paten beizustehen. Und vor drei Jahren unterstützten die Büchelkühner ihrerseits als Paten die Schwandorfer Wehr bei deren 150-jährigem Jubiläum.

Zum Empfang der Jubelwehr hatten sich alle in der Schwandorfer Feuerwehr vertretenen Generationen, zusammen mit 1. Vorsitzendem Holger Roidl, 2. Vorsitzendem Jonas Wilhelm, 1. Kommandant und Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer, Kreisbrandrat Robert Heinfling, der Festmutter Katja Kerschbauer, der Ehrenfestmutter Martha Furtwengler, und den Festdamen vor der Feuerwache versammelt.

Bittsteller auf Knien

Doch der Einzug wurde durch ein Band versperrt, hinter dem Festleiter Thomas Fenzl, Vorstand Markus Pirzer, 1. Kommandant Jürgen Steger Festmutter Sabrina Pirzer und Festdame Franziska Fenzl in Versen ihr Anliegen vortrugen. Mit dem freundlichen Empfang war es dann auch gleich vorbei. Denn, so Holger Roidl, einem Bittsteller bringe man mehr Sympathie entgegen, wenn sich dieser niederkniee. Ein sauber geschnittenes Kantholz hat der künftige Patenverein vorbereitet, mit dem dann Vorstand, Festleiter und Kommandant auf Knien Bekanntschaft machen mussten.

FFW Büchelkühn

  • FFW:

    Die Freiwillige Feuerwehr Büchelkühn ist eine Ortsteilfeuerwehr der Großen Kreisstadt Schwandorf.

  • Unterkunft:

    Die Feuerwehr verfügt über ein Feuerwehrhaus mit drei Stellplätzen.

  • Fuhrpark:

    Der Fuhrpark besteht aus einem LF 10/6 Mercedes/Rosenbauer, einem TSF Ford-Transit und einem Mehrzweckboot.

  • Geräte:

    Wärmebildkamera, Nass-/Trockensauger, Tiefsaugpumpen, Absperreinrichtungen

„A freundliches Gröiß God an der Stell, wir san heind dou, ganz offiziell!“ – Dieser freundliche Gruß des Festleiters der Büchelkühner Wehr, galt den Mitgliedern der Schwandorfer Wehr. Weiter betonte Vorstand Markus Pirzer, dass es zwischen beiden Wehren ein ausgezeichnetes Verhältnis gebe und deshalb auch nicht um Frieden gebeten werden müsse. Sie alle hätten an die Schwandorfer nur eine Bitte: Übernehmts doch die Patenschaft!“

Festleiter Thomas Fenzl (re.) und 1. Vorsitzender Holger Roidl (li.) durchtrennten gemeinsam das Band. Foto: Grabinger
Festleiter Thomas Fenzl (re.) und 1. Vorsitzender Holger Roidl (li.) durchtrennten gemeinsam das Band. Foto: Grabinger

Doch vor einer Zusage gab es noch zwei Aufgaben zu erfüllen. Zunächst mussten Vorsitzender und Festleiter einen Golfball durch einen C-Schlauch bringen. Erschwerend kam hinzu, dass beide dazu eine Promillebrille aufsetzen mussten. Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer ging es dann zur nächsten Hürde. Die beiden Kommandanten Jürgen Steger und Andreas Hartl mussten in einem Labyrinth einen Golfball vom Start zum Ziel bringen. Das Labyrinth war auf zwei Luftkissen aufgebaut und nur über die Steuerung der Luftkissen durfte der Golfball bewegt werden. Auch hier kam wieder erschwerend die Promiliebrille hinzu.

Nachdem auch diese Hürde gut gemeistert war, gab es von Seiten der Schwandorfer eine klares Bekenntnis: „Die Patenschaft bei euerm Fest machma gern“ versicherte Holger Roidl unter dem Beifall aller beim Patenbitten Beteiligten. Gemeinsam durchtrennten Holger Roidl und Thomas Fenzl das Band, kuppelten zwei Saugschläuche und die beiden Fahnen wurden gekreuzt und so eine gelungene Verbindung demonstriert.

Patenschaft mit Bier besiegelt

Als Erinnerungsgeschenk überreichte die Büchelkühner Wehr für die Übernahme der Patenschaft einen 50 Zentimeter langen C-Schlauch mit einer Widmung. Mit einer Patenschaftsurkunde von der Schwandorfer Wehr und einem kräftigen Schluck Bier wurde die Patenschaft besiegelt. Gemeinsam ließen die Jubelwehr und die Patenwehr bei einer Brotzeit und musikalischer Umrahmung durch die Büchelkühner Dorfmusi das Patenbitten ausklingen. (sgr)

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