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Event

Bereits vom Mittelalterfieber infiziert

Das mittelalterliche Markttreiben in Nabburg ist ein Unikat in der Oberpfalz. Auch heuer gibt es wieder einige Neuerungen.
Von Dietmar Zwick

Bürgermeister Armin Schärtl (2. v. li.) und Marktbürgermeister Karl Beer (2. v. re.) mit Team stellten das Programm nun offiziell vor. Foto: szd
Bürgermeister Armin Schärtl (2. v. li.) und Marktbürgermeister Karl Beer (2. v. re.) mit Team stellten das Programm nun offiziell vor. Foto: szd

Nabburg.Die Fahnen und Plakate kündigen es bereits an: Am 14. und 15. Juli können die Besucher von „z‘Nappurch Marckt & Gaudium“ wieder eintauchen in die Vergangenheit, in die Zeit des Mittelalters. Nun stellten Bürgermeister Armin Schärtl, Marktbürgermeister Karl Beer, Irene Ehemann, Cosima Wittenzeller, Michael Giesl, Raphael Haubelt, Herma Böhnert und Martina Klose, im Rathaus zu Nabburg, das Treiben vor.

Mit einem umfangreichen und bunten Programm wollen sie an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen und 20 000 bis 25 000 Besucher zu einem Markt, der ein Unikat in der Oberpfalz ist, anlocken. Marktbürgermeister Karl Beer umschrieb den mittelalterlichen Markt in der historischen Altstadt als bunt, abwechslungsreich, vielfältig und sicherlich wieder sehr interessant. Erstmals fand er 1990 statt und er verspricht wieder ein Treffpunkt für Jung und Alt zu werden. Handel, alte Musik, Schabernack, Zauberei, Schauspiel, Feuerkünstler, gutes und abwechslungsreiches Essen und Trinken und noch vieles mehr werden geboten. Es gebe Ochs am Spieß, Fisch vom Grill und Bratwürstl. Bei 50 verschiedenen Gerichten habe man dabei die Qual der Wahl. Das Grundkonzept habe sich bestens bewährt und nun gehe es an die Feinplanungen und Abstimmungen, sagte Beer.

Auf Neuerungen gesetzt

Der Andrang an Bewerbern in allen Bereichen war wieder riesengroß und dabei wurde bei der Auswahl das Augenmerk auf Vielfalt und Neuerungen gelegt. Dabei konnten viele bewährte Stände eingebunden werden. Als besondere Attraktion sei die historische Badestube, das Kinderkarussell, fünf Lagergruppen, den Lions Club Oberpfälzer Wald mit der Ochsenbraterei im Kochgarten. Auch die Stadtwache aus Amberg, einige Handwerker, die ihre Arbeitsweise im Mittelalter zeigen sowie mehrere Verkaufsstände mit Waren aus dem Mittelalter sind dabei.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Marktfrauen mit ihren Tanzauftritten, die Waschweiber und Kräuterhexen, informierte Beer. Raphael Haubelt verwies auf die Ausstellung, die sich mit Farbe im Mittelalter beschäftigt. Farben hatten einst eine besondere Symbolik im Mittelalter. Zudem gebe es ein Gewinnspiel im Zusammenhang mit der Ausstellung. Es gebe Führungen auf dem Kirchturm und in der Kirche. Auch heuer gebe es wieder Birkenscheiben in limitierter Auflage mit dem Motiv der Spitalkirche St. Marien. Der ehemalige 1. Bürgermeister Alois Kraus (1968 bis 1987) werde als Münze geprägt und auch Medaillen gibt es wieder. Kurz vor dem Markt werde nochmals ein Flyer erscheinen, mit dem Spielprogramm der einzelnen Gruppen wie Gaukelei, Zauberei sowie mit einem Überblick über die Speisen. 

Ritter Michael Giesl, der zuständig für Rittergruppen und Lagerleben ist, sagte, dass sie Bertholds Mannen aus dem 10. und 11. Jahrhundert darstellen, aber auch Slawische Krieger werden in Schau- und Ritterkämpfe verwickelt. Auch den Kindern kommen sie nahe. Ein Hospiz und ein Kräutergarten aus der Zeit des 13. Jahrhunderts finden ebenso eine Darstellung.

Die Haunsperger Landsknechte stören den Marktfrieden, erklärte Giesl. Über die Musik sagte Cosima Wittenzeller, dass leisere Gruppen mit besinnlicher Musik, aber auch Rhythmusgruppen den Ton angeben werden und auch das Publikum anheizen. Zudem ist das Theater wieder dabei, das in der Remise ihre Vorstellungen geben wird. Auch für die Kinder ist einiges geboten, so zeige ein eigenes Zeichen mit dem Emblem von Till Eulenspiegel dies an. Spiele und Attraktionen gebe es über den ganzen Markt verteilt. Sie können filzen, Runden im Kinderkarussell drehen sowie an einen Quiz teilnehmen.

Besuch aus den Partnerstädten

Armin Schärtl betonte, dass sie schon im Mittelalterfieber seien und gemeinsam hoffen sie auf schönes Wetter. Sie würden sich freuen, wenn wieder viele Besucher nach Nabburg kommen. Er dankte dem Organisationsteam und auch internationaler Besuch habe sich bereits angekündigt. Freunde aus der Partnerstadt in Bordeaux und auch aus Tschechien werden anreisen, wie auch die Landsmannschaft aus München.

So läuft das mittelalterliche Treiben in Nabburg ab:

Ablauf des Marktes

  • Eröffnung:

    Am 14. Juli öffnen um 10 Uhr die Wachen die Tore. Um 11 Uhr wird der Markt eingeläutet und um 17 Uhr ziehen Bürgermeister und Magistrat über den Markt. Um 23 Uhr schließen die Tore.

  • Verlosung:

    Am Sonntag öffnen um 10 Uhr die Tore. Um 16 Uhr werden Medaillen in der Münzprägestelle verlost. Um 19 Uhr endet der Markt. Wegezoll ab 14 Jahren vier Euro.

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