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Region Schwandorf
Montag, 20. August 2018 28° 2

Kultur

Besonderer Musikgenuss zum Schwärmen

Die Jurablaskapelle Pilsheim hatte wieder zum Jahreskonzert eingeladen: Von Swing bis Polka war alles dabei.
Von Paul Böhm

  • „So klingt Pilsheim“: Die Jurablaskapelle hatte zum Jahreskonzert geladen. Sitzplätze gab es auch heuer wieder keine, so groß war der Andrang. Fotos: abp
  • Mit Hingabe beteuerte Heidi Gügel-Wagner beim Big Band Auftritt: „You are the Sunshine of my Life“
  • Klarinettensoli gehörten bei verschiedenen Musikstücken mit dazu.
  • Fast 70 Musikerinnen und Musiker stehen beim Jahreskonzert alljährlich auf der Showbühne in Pilsheim, wenn zum Jahreskonzert geladen ist.
  • Konzertmärsche, Balladen und klassiche Filmmusik beeindruckten beim Jahreskonzert der Jurablasblaskapelle Pilsheim mehrere hundert Zuhörer - dafür gab es natürlich riesigen Applaus und den Ruf nach Zugaben.

Burglengenfeld.Tausend Takte konzertanter Blasmusik begeisterten einmal mehr das Publikum der Jurablaskapelle Pilsheim bei ihrem Jahreskonzert. Dazu der groovende Big-Band-Sound unter der Leitung von Aloys Gsenger. Es war erneut ein besonderes, qualitativ hochstehendes Konzert, das die Musikerinnen und Musiker der Jurablaskapelle Pilsheim um Dirigent Michael Schäfer und ihrem Vorsitzenden Josef Auer für ihre Gäste vorbereitet hatten.

„So klingt Pilsheim“, damit fasste Konzertplauderer Bruno Wehner kurz die musikalische Gesamtleistung zusammen. Für die Big-Band machte Gabriele Piller die Ansagen. Heidi Gügel-Wagner und Cris Gardner waren zusammen mit Mario Mändl und Bernhard Liebl die Gesangssolisten.

Orientalische Fantasie

Mit dem Kompliment, die richtige Entscheidung für den Abendtermin getroffen zu haben, bescheinigte der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Joseph Ferstl den Pilsheimern ihre Klasse, die mit Blasorchester und Big Band als eine der stärksten Musikformation des Nordbayerischen Musikbundes weit über die Kreisebene hinaus zählten.

Typisch bayrisch war der Konzertauftakt mit dem „Taxis Marsch“ des Amberger Militärmusikmeisters Christian Anton Kolb. Mit der Intermezzo-Szene „Auf einem persischen Markt“ luden die Musiker um Dirigent Michael Schäfer die Konzertbesucher zu einer orientalischen Fantasie mit facettenreichen Kopfkino ein.

Zum Stück „Lord Tullamore“ von Carl Wittrock interpretierte das Orchester seine eigene Vorstellung irischer Volksmusik mit der sehr abwechslungsreichen dreiteiligen Komposition, die man auch als mitreißenden, inspirierenden irischen Folk im kontinentalen Gewand bezeichnen darf. Sie zauberten aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ wunderschöne Melodien in den Saal, damit der verwunschene Prinz von seiner Verbannung letztendlich erlöst wird. Dazu dann als Gegenstück der Symphonic March von John Williams mit den darin verpackten „Raiders March“, dem „Imperial March“, und der Filmmelodie „Das Imperium schlägt zurück“.
Die Big Band unter der Leitung von Aloys Gsenger präsentierte in ihrem unverkennbaren Sound das Paul Murtha-Arrangement „Welcome to the Jungle“. Zu Stevie Wonders „You are the Sunshine of my Life“ bestach Heidi Gügel-Wagner als Gesangssolistin mit dem Flair internationaler Musikveranstaltungen in der Dorfhalle. Ein weiteres i-Tüpfelchen setzte Cris Gardner als charmanter Sänger mit dem als einstmals langsame Ballade verfassten Arrangement von Dave Wolpe „How high the Moon“, beim dem es um eine unerreichbare Liebe geht, die so weit weg erscheint wie der Mond.

Stücke der „Blues Brothers“

Gespielt wurde das Stück von der Jura-Blaskapelle-Big-Band aber als flotter Swing, hinterlegt mit einer unverwechselbaren rauchigen Stimme. Zugabe war das Swingstück „Bei mir bist Du schön“ aus einem jiddischen Musical aus dem Jahr 1932.

Einen drauf legte das große Blasorchester, ausgerichtet als „Jura-Blues-Band“ mit ihrer „Blues Brothers Revue“ mit den darin verpackten Titeln „I can‘t turn you loose“, „Soul Man“, „Soul Finger“ und „Everybody needs somebody to love“.

So richtig ins Schwärmen kam man mit dem Bravourstück des Königs der Blasmusik, Ernst Mosch, der damals am 7. März 1998 bei seiner Abschiedstournee in der benachbarten Ostbayernhalle in Kreuth die Marschpolka „So ein schöner Tag“ als eines der Schlusslieder vor mehr als 4000 begeisterte Musikliebhabern gespielt hatte. Dazu dann noch der „Montana Marsch“ des gebürtigen Kempteners Heinz Herrmannsdörfer als klassisches Musikstück im klassischen Egerländer Stil vieler erfolgreicher Musiktitel.

Zugabestücke in Pilsheim waren die vielfach auch als Sensationspolka beschriebene Mathias-Rauch-Komposition „Böhmische Liebe“ mit gesanglicher Begleitung von Mario Mändl und Bernhard Liebl und die mitgesungene Version von „Unser stolzes Bayernland“ von Thomas Greiner.

Viele Genres präsentiert

  • Gut 70 Musikerinnen

    und Musiker führten ihr Publikum quer durch viele Genres der konzertanten Blasmusik.

  • Angefangen von

    symphonischen Stücken bis hin zu Rock und Pop, Filmmusik, Balladen, Ouvertüren und klassischer Marschmusik reichte die Bandbreite der wochenlang einstudierten Musikstücke, die zusammen mit klassischem Big-Band-Sound wieder einmal mehr das ehemalige Freibad in die „Pilsheimer Carnegie-Hall“ verwandelte. (abp)

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