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Wirtschaft

Betriebe buhlen um Nachwuchskräfte

Zum 8. Mal wurde am Sonntag in Maxhütte die Bildungsmesse eröffnet. Sie ist „Aushängeschild“ für den ganzen Landkreis.
Von Josef Schaller

Die Bildungsmesse wurde am Sonntag pünktlich um 11 Uhr von Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank und Charlotte Pelka, Leiterin der Freiwilligenagentur im Landratsamt Schwandorf, eröffnet. Foto: Josef Schaller
Die Bildungsmesse wurde am Sonntag pünktlich um 11 Uhr von Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank und Charlotte Pelka, Leiterin der Freiwilligenagentur im Landratsamt Schwandorf, eröffnet. Foto: Josef Schaller

Maxhütte-Haidhof.Die Absichten der weit über 1000 Besucher der Bildungsmesse sind jedes Jahr dieselben: Erste Kontakte knüpfen zu Ausbildungsbetrieben der Region und sich wichtige Impulse holen für eine Fort- und Weiterbildung. Pünktlich um 11 Uhr hat Dr. Susanne Plank am Sonntag die 16. Auflage dieser Veranstaltung zusammen mit Landrat Thomas Ebeling und Charlotte Pelka, Leiterin der Freiwilligenagentur beim Landratsamt Schwandorf, eröffnet. Zum achten Mal findet die Messe in Maxhütte-Haidhof statt.

Zahlreicher Besuch am ersten Tag der Bildungsmesse. Foto: bjs
Zahlreicher Besuch am ersten Tag der Bildungsmesse. Foto: bjs

Über 70 Firmen, Bildungsträger, Innungen und Organisationen haben wieder ihre Informationsstände aufgebaut. Das Bayerische Vermessungsamt, Sennebogen Maschinentechnik GmbH und die Betotech GmbH sind heuer zum ersten Mal dabei. Ziel dieser Veranstaltung ist es unter anderem, der Bevölkerung in aller Tiefe die Themen „Lernen“, „Lebenslanges Lernen“ und „Bildung“ näherzubringen. Insbesondere soll Schülern die Möglichkeiten der beruflichen Bildung aufgezeigt werden.

Stellv. Landrat Arnold Kimmerl (li) und der Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Fellner (re) beim Wursten. Ernst Maler, Obermeister der Metzgerinnung Schwandorf (Mitte) zeigte ihnen, wie es geht. Foto: bjs
Stellv. Landrat Arnold Kimmerl (li) und der Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Fellner (re) beim Wursten. Ernst Maler, Obermeister der Metzgerinnung Schwandorf (Mitte) zeigte ihnen, wie es geht. Foto: bjs

„Die Bildungsmesse ist mehr als ein wichtiger Termin in unserem Jahreskalender. Sie ist ein Aushängeschild für den gesamten Landkreis“, sagte Bürgermeisterin Dr. Plank bei ihrer Eröffnungsrede. Äußerst kritisch ging sie mit Studien um, die den Bildungsstandard in Bayern madig machen wollen, und bezeichnete diejenigen, die das glaubten, bewusst provokativ als „dumme Menschen“. Wenn man unsere Bildungslandschaft von der Grund- bis zur Hochschule, die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten, die hochqualifizierten Arbeitsplätze, die Handwerk und Industrie anböten, ansehe, müsse man sich schon fragen, wer an den Bildungsstandort Bayern zweifeln möchte, so die Bürgermeisterin. Eine derartige Veranstaltung sei gut, um aufzuzeigen, „wie positiv wir dastehen und wie gut unsere Azubis ausgebildet werden“.

Michael Lochner vom Hauptzollamt Regensburg (re) informiert Landrat und Bürgermeisterin über die Aufgaben des Zolls. Foto: bjs
Michael Lochner vom Hauptzollamt Regensburg (re) informiert Landrat und Bürgermeisterin über die Aufgaben des Zolls. Foto: bjs

Die Bildungsmesse, die „Treffpunkt für Betriebe und Schüler sei“ (Thomas Ebeling), und erneut unter dem Motto „Einsteigen, Umsteigen, Aufsteigen“ steht, hätte man genauso gerne auch mit dem Begriff „Guter Bildungsstandort Bayern“ titulieren können, meinte Dr. Plank.

Dass unser Bildungssystem für jeden verschiedene Möglichkeiten für eine berufliche Karriere möglich macht, wird unter anderem insbesondere beim Handwerk deutlich. „Auch mit einem Hauptschulabschluss ist eine berufliche Karriere bis hin zum Abteilungsleiter möglich“, sagte Ernst Maler, Obermeister der Metzgerinnung Schwandorf. Allerdings gibt es doch eine nicht unbedeutende Voraussetzung: „Im Handwerk keine Grenzen gesetzt, wenn die Begeisterung für einen Beruf da ist.“

Vier interessante Möglichkeiten

  • Der Zoll:

    Bundesweit sollen 1500 Stellen neu besetzt werden, 600 davon im gehobenen Dienst. Das Aufgabenfeld umfasst u. a. die Überwachung von Verbrauchssteuern, die Einhaltung des Mindestlohns, die Verfolgung von Schwarzarbeit. Für die Bekämpfung von Drogen- und Waffenschmuggel sorgen Beamte in Kontrolleinheiten.

  • Bfz-Schulen Weiden und Schwandorf:

    Dr. Yasin Alyasino hilft als Migrations-Ausbildungsakquisateur Migranten und Flüchtlinge, die von der Arbeitsagentur und vom Jobcenter vermittelt werden bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und begleitet sie während der gesamten Ausbildungszeit. Er ist „Kümmerer und Ersatzvater“ zugleich!

  • Landesamt für Digitalisierung:

    Diese Behörde, die auch für Breitband und Vermessung zuständig ist, ist erstmals dabei und bietet Ausbildungen als Geomatiker sowie Katastertechniker an. Auch Duale Studien sind hier möglich. Mindestvoraussetzung ist der Mittlere Bildungsabschluss. Die Ausbildungen finden in Waldsassen und Windischeschenbach statt.

  • Soziales:

    Anna Norgauer-Dziuba, Einrichtungsleitung im Haus Maxhütte von „Dr. Loew Soziale Dienstleistungen“, wünscht sich für den Beruf des Altenpflegers in der Bevölkerung mehr Wertschätzung. Die Palette der Ausbildungsmöglichkeiten erstreckt sich auf über zehn Berufe, u. a. auch Sozialbetreuer, Arbeitserzieher… Auch ein Duales Studium ist möglich. (bjs)

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