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Region Schwandorf
Sonntag, 23. September 2018 22° 7

Natur

Biber wird Badesaison nicht gefährden

Bestimmte Mittel sollen den Nager von Eichen an der Teglgrube in Maxhütte-Verau fernhalten. Die Stadt ist sich sicher, dass das Problem gelöst wird.
Von Harald Kuchler

Seit Ende November ist der Zugang zur Teglgrube wegen der Biber-Aktivitäten gesperrt. Foto: ku

Maxhütte-Haidhof.Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht: Irgendwann in diesem Jahr wird es wieder heißen „die Badesaison ist eröffnet“. Bis dahin soll auch das Biber-Problem am städtischen Freibad Teglgrube gelöst sein. Derzeit beißt sich der Biber aber noch weiter durch den Baumbestand, das Gelände ist abgesperrt.

„Die Badesaison wird durch den Biber nicht beeinträchtigt“, versichert Bauamtsleiter Johannes Ortner von der Stadt Maxhütte-Haidhof. Es gebe auch keinen festen Termin für die Eröffnung der Saison. „Das hängt vom Wetter ab, aber vor Pfingsten ist das eigentlich nie der Fall“, so Ortner.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung das Gelände an der Teglgrube in Verau und den Badeweiher selbst seit Ende November wegen Biber-Alarms abgesperrt. Das Areal kann seither nicht mehr durchwandert und der Weiher nicht mehr von Winterschwimmern genutzt werden. Der Biber hatte zahlreiche Bäume am Ufer gefällt. Andere waren durch Verbiss umsturzgefährdet, so dass aus Sicherheitsgründen „Betreten verboten“-Schilder aufgehängt wurden.

Seither beißt sich der Biber zwar weiter durch, so Ortner, die Stadt hat aber den wertvollen Baumbestand, wie die Eichen am nördlichen Ufer, mit „Vergrämungsmitteln“ bestrichen, die den Biber vom Beißen bzw. Fressen abhalten sollen. „Das klappt auch ganz gut bisher“, so Ortner. Wöchentlich kontrollierten Mitarbeiter Bauhofs das Gelände des Freibads.

Bei einsetzender Vegetation werde sich der Biber auch wieder ein anderes Revier suchen „und sich an Wiesen und Feldern schadlos halten“. Darin sei sich die Stadt mit den Biber- und Naturschutzexperten einig, so Ortner.

Die Stadt hat aber zwischenzeitlich einen Antrag ans Landratsamt auf eine „artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung“ gestellt.

Das heißt, erklärt Ortner, dass man angefragt habe, ob man den Biber fangen oder abschießen dürfe, wenn sich das Problem bis zur Badesaison doch nicht lösen lasse. Bisher hat man aber vom Landratsamt noch keine Antwort erhalten.

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