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Bienen spielen eine große Rolle

Die Imker in Schwandorf halten zusammen und kommen in der Bevölkerung gut an. Die Resonanz beim Tag der offenen Tür war groß.
Von Dietmar Zwick

Zuchtwart Johann Kagerer (rechts) erklärte den Besuchern die verschiedenen Gerätschaften, die zum Imkern benötigt werden.  Foto: Dietmar Zwick
Zuchtwart Johann Kagerer (rechts) erklärte den Besuchern die verschiedenen Gerätschaften, die zum Imkern benötigt werden. Foto: Dietmar Zwick

SCHWANDORF. Seit 7000 Jahren machen sich die Menschen das emsige Treiben der fleißigen Bienen zu Nutze und vertrauen auf die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs. In den letzten Jahrhunderten entwickelte sich die Imkerei über die Zeidler im Mittelalter immer weiter.

Sank bis vor einigen Jahren die Zahl der Imker, so sind es aktuell wieder mehr. Doch Bienenvölker blieben in etwa gleich. Es gebe zwar eine Steigerung von Imkern, diese halten jedoch weniger Völker. Besaß ein Imker früher 30 bis 40 Völker, so pendelt sich die Zahl derzeit bei fünf ein. In Bayern gibt es mehr als 30000 aktive Imker, die in vielen Vereinen in der Bayerischen Imkervereinigung organisiert sind.

Der Imkerverein Schwandorf mit seinen 130 Mitgliedern ist einer davon und kann auf eine 125-jährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Am Sonntag lud er die Öffentlichkeit zum Tag der offenen Tür ins Vereinsheim am Sollring ein.

Auch andere Insekten bestäuben

Obwohl es sehr heiß war, fanden sich die Besucher zahlreich ein, genossen zur Mittagszeit den Schweinberaten mit Knödel und später Kaffee und Kuchen. Für die Kinder hatten die Organisatoren eine große Hüpfburg aufgestellt. Darüber hinaus gab es viele Informationen. So erfuhren die Besucher, dass die Biene ein Drittel bis zur Hälfte der Pflanzen bestäube, den Rest dieser wichtigen Aufgabe übernehmen Selbstbestäuber oder auch Hummeln, Wespen und andere Insekten. In Europa gebe es 485 verschiedene Bienenarten und 28 Hummelsorten, aber eine Art ist die Honigbiene und diese spiele eine große Rolle.

Besonders im Frühjahr, weil sie schon stark ist, ist die Biene der Hauptbestäuber. Würden Bienen diese Aufgabe nicht übernehmen, so hätte dies einen Ausfall, verschieden von Pflanze zu Pflanze, von bis zu 75 Prozent zur Folge, erklärte Zuchtwart Johann Kagerer. Durch die kühle und trockene Witterung konnten die Bienen dieses Jahr in unserer Gegend weniger Rapsnektar sammeln und einiges brauchten die Bienen dann für sich selbst, doch andernorts sah es ganz anders aus.

Der Imkerverein

  • Gründung:

    Der Imkerverein Schwandorf wurde am 18. November 1894 in der Gaststätte der Brauerei Hubmann gegründet. Erster Vorstand war Expositus Gillitzer von Ettmannsdorf. Heute ist Konrad Grauvogel 1. Vorstand und Johann Kagerer ist Zuchtwart.

  • Verein:

    Der Verein zählt 130 Mitglieder, die 550 Völker besitzen. Am 15. September findet der Kommersabend mit Ehrungen statt.

Auch der Blatthonig, der derzeit eingebracht werde, bringe jedoch auch nicht die Masse, informierte Kagerer zur Honigernte. Was die Bienen jetzt noch eintragen, brauchen sie für das eigene Überleben. Zu den aktuellen heißen Wetter äußerte sich Kagerer wie folgt: Bei drei Tagen Ostwind blühe zwar der Raps, doch wegen der Austrocknung des Bodens, produziere die Pflanze keinen Nektar und somit für die Bienen keinen Nachschub. Das gleiche gelte auch für Temperaturen unter 16 Grad, was dieses Jahr auf den Mai zutraf. Erfreut zeigte sich Kagerer über einen aus Stroh geflochtenen Rahmen, der die Wabenrahmen aufnehmen könne, aus den fünfziger Jahren stamme und den die Mallersdorfer Schwestern flochten.

Landwirte nicht gängeln

Aufgebaut war dieses Stück mit zwei Bruträumen und einem Honigraum. Zu sehen gab es einen Heide-Stipper um die Wabe, die mit festem Weidehonig gefüllt ist, anzustechen. 1900 war als Baujahr zu lesen. Um die Bienen zu beruhigen benötigen die Imker Rauchbläser, und um an das süße Gold zu gelangen, werden Honigschleudern benötigt. Darüber hinaus wurden auch Königinnen zum Kauf angeboten.

Die Aktion „Rettet die Bienen“ war wichtig, so Kagerer, und Ministerpräsident Söder gehe sogar darüber hinaus, doch auch die Landwirte muss man leben lassen und sie nicht zu sehr gängeln, wenn sie sich daran halten, findet Kagerer.

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