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Region Schwandorf
Donnerstag, 21. Juni 2018 28° 2

MZ-Serie

Biker in ganz Europa vernetzt

Die Motorradsportfreunde Schwandorf pflegen viele Freundschaften. Seit 1972 richten sie alljährlich ein Bikertreffen aus.

Aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland reisen die Biker an und genießen drei Tage die Gastfreundschaft der Motorradsportfreunde. Foto: xih
Aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland reisen die Biker an und genießen drei Tage die Gastfreundschaft der Motorradsportfreunde. Foto: xih

Schwandorf.„Pferdestärken“ auf vier Beinen oder auf zwei Rädern: Das Gelände in Büchelkühn nutzen sowohl die Pferdefreunde im Landkreis als auch die Motorradsportfreunde für ihre sportlichen Treffen. In Kürze ist es wieder so weit: Zur 46. Auflage des internationalen Motorradtreffens erwarten die Gastgeber erneut Biker aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

Am Freitag, 22. Juni, ist Anreisetag. Die Teilnehmer schlagen ihre Zelte auf und feiern ein Wiedersehen mit den Gastgebern. Am Abend gibt es Live-Musik mit der Gruppe „Aussensaiter“, Lagerfeuer und Verpflegung vom Grill.

Den Samstag nutzten die Bilker gewöhnlich für Ausfahrten in die Region. Am Abend dreht sich das Spanferkel am Grill, entwickelt sich zur Musik der „Aussensaiter“ Lagerfeuerromantik. Am Sonntag brechen die Teilnehmer nach dem Frühstück wieder auf in Richtung Heimat.

Derzeit 43 Mitglieder im Verein

Die Motorradsportfreunde haben aktuell 43 Mitglieder. Vorsitzender ist Dietrich Jacobs sein Stellvertreter Werner Pirnke. Zum Vorstand gehören ferner Hannelore Reisky (Geschäftsführerin), Peter Skowronek (Kassier) und Wilhelm Huber (Schriftführer).

Die Vorstandschaft der Motorradsportfreunde Schwandorf mit Werner Pirnke, Wilhelm Huber, Hannelore Reisky und Dietrich Jacobs (von links) Foto: xih
Die Vorstandschaft der Motorradsportfreunde Schwandorf mit Werner Pirnke, Wilhelm Huber, Hannelore Reisky und Dietrich Jacobs (von links) Foto: xih

Kaum ein anderer Motorradverein in Deutschland kann auf eine so lange Tradition zurückblicken wie der Schwandorfer, der bereits Ende der 1960er Jahre damit begann, hinaus zu fahren und im Gegenzug Gäste einzuladen. „Wir fühlen uns als große Familie“, sagt Alfons Brauner, der den Verein von 2003 bis 2015 führte.

1972 fand das erste Motorradtreffen an der Flutmulde in Ettmannsdorf statt. Daran beteiligten sich damals über 300 Motorradfahrer. Zur zweiten Veranstaltung kamen bereits Biker aus Finnland und Schweden. Im Jahr 1982 trugen die Motorradsportfreunde das Treffen zum letzten Mal in Ettmannsdorf aus. Im Jahr darauf war bereits ein neuer Treffpunkt auf der Mulzerwiese in Krondorf gefunden.

Die Schwandorfer Biker schätzen die Lagerfeuerromantik. Foto: xih
Die Schwandorfer Biker schätzen die Lagerfeuerromantik. Foto: xih

Bei den vergangenen 45 Veranstaltungen, die stets in gemütlicher und familiärer Atmosphäre verliefen, knüpften die Motorradsportfreunde Kontakte zu anderen Motorradclubs im In- und Ausland.

„Mehr junge Leute täten dem Club gut“, sagt Wilhelm Huber mit Blick auf das relativ hohe Durchschnittsalter der Mitglieder. Der Schriftführer hat auch eine Erklärung dafür. „Motorradfahren ist ein teurer Luxus.“ Die Jungen brauchen zwar ein Auto, aber nicht zwingend dazu ein Motorrad. Ab dem 40. Lebensjahr kommen die Leute wieder auf den Geschmack und haben in dieser Lebensphase auch genügend Geld, um sich eine Maschine für 20 000 und Kleidung für einige hundert Euro zu leisten.

In ganz Europa unterwegs

Die Schwandorfer Biker kommen weit herum und sind in ganz Europa unterwegs. Einmal im Jahr lassen sie ihre Motorräder aber in der Garage stehen und unternehmen einen Busausflug. Heuer steuerten die Teilnehmer den Waldwipfelweg im Bayerischen Wald an.

Die Schwandorfer Biker kommen weit herum und sind in ganz Europa unterwegs. Foto: xih
Die Schwandorfer Biker kommen weit herum und sind in ganz Europa unterwegs. Foto: xih

Auch beim 46. Motorradtreffen bekommen die größten und die am weitest angereisten Gruppen Pokale und Erinnerungsgeschenke. Sondertrophäen gibt es auch für das älteste Motorrad. Den Pokal für die weiteste Anreise erhielten in der Vergangenheit immer die Freunde aus Schweden, die die Strapazen einer 1200 Kilometer langen Anreise auf sich nahmen. Bei den Treffen in Büchelkühn sind auch regelmäßig Raritäten auf zwei Rädern zu sehen, etwa eine alte „V 7 Sport Moto Guzzi“.

Motorradtreffen

  • Vom 22. bis 24. Juni

    schlagen Biker aus ganz Deutschland wieder die Zelte auf dem Reitgelände in Büchelkühn auf.

  • Unter die Teilnehmer

    mischen sich auch so manche Exoten, wie sie in den Reihen der Bikern fast naturgemäß zuhause sind.

Die Schwandorfer Biker schätzen die Lagerfeuerromantik und steuern deshalb regelmäßig wiederkehrende Treffen in Europa an. In den vergangenen Jahrzehnten sind viele persönliche Freundschaften entstanden, die inzwischen weiter über die Vereinskontakte hinausgehen.

Dafür nehmen die Schwandorfer Clubmitglieder Woche für Woche Hunderte von Kilometern in Kauf und besuchen diverse Treffen in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland. Im Gegenzug kommen die anderen Biker regelmäßig in die Große Kreisstadt. (xih)

Die MZ-Serie „Mein Verein“: Das rege Vereinsleben bereichert das gesellschaftliche Leben in und um Schwandorf ungemein. Viele Mitbürger engagieren sich hier ehrenamtlich und verbringen oft jahrzehntelang ihre Freizeit in und für ihren Verein. Was sie an ihrem Hobby fasziniert und was ihren Verein so wertvoll macht, das stellt unser Medienhaus in unserer wöchentlichen Vereinsserie vor. (ml)

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