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Region Schwandorf
Freitag, 20. Juli 2018 28° 2

Kultur

Bläserklang auf hohem Niveau

Die Bläserphilharmonie Regensburg begeisterte beim Sommerkonzert in Schwarzenfeld 250 Zuhörer – diesmal im Eckert-Hof.
Von Ingrid Hirsch

Warten auf die Böllerschützen: Dirigent Alejandro Vila und die Besucher quittierten den Auftritt der Pittersberger Schützen mit Beifall und bedankten sich für die Unterstützung bei der „Ouvertüre 1812“ von Tschaikowski. Foto: xih
Warten auf die Böllerschützen: Dirigent Alejandro Vila und die Besucher quittierten den Auftritt der Pittersberger Schützen mit Beifall und bedankten sich für die Unterstützung bei der „Ouvertüre 1812“ von Tschaikowski. Foto: xih

Schwarzenfeld.„Schwarzenfeld ist für uns zur zweiten Heimat geworden“, sagt Uli Ruckdäschel. Der Sprecher der „Bläserphilharmonie Regensburg“ erinnert an die zahlreichen Auftritte in der Marktgemeinde. Zum ersten Mal war diesmal der Eckert-Hof Schauplatz des Sommerkonzertes. Das Orchester wollte nicht mit „Fußball kollidieren“ und suchte sich deshalb als Termin den Freitag aus. Die Musiker nutzten gleichzeitig die Infrastruktur, die der Kulturverein „Oischnak“ für den Konzertabend unter dem Motto „Sommer Dahoam“ am Samstag geschaffen hatte.

Wie „dahoam“ fühlten sich auch die 250 Zuhörer beim Abend mit der „Bläserphilharmonie“. Sie hatten ihre Klappstühle mitgebracht und machten es sich im Innenhof der Eckert-Werke bequem. Konzertante sinfonische Blasmusik dieser Qualität ist sonst nur in größeren Städten zu hören. Das Regensburger Ensemble aber packte Instrumente und Notenmaterial ein und fuhr in die „Provinz“. Sehr zur Freude des Publikums, das wohnortnah, zu einem günstigen Eintrittspreis, unter freiem Himmel und bei sommerlichen Temperaturen zu einem Open-Air-Genuss kam.

2019 feiert die „Bläserphilharmonie Regensburg“ das 25-jährige Bestehen. Das Orchester hat sich der konzertant-sinfonischen Blasmusik verschrieben. Seit zwei Jahren ist Alejandro Vila Dirigent des Ensembles. Er ist in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geboren und hat in Deutschland in namhaften Orchestern gespielt, ehe er an der Hochschule der Künste in Berlin das Dirigieren erlernte.

Für das Konzert in Schwarzenfeld wählte Vila die „Ouvertüre 1812“ von Tschaikowski aus, die an den Sieg Russlands gegen Napoleon erinnern soll. Die Musiker bildeten das Schlachtfeld musikalisch ab. Uraufgeführt wurde das Werk am 20. August 1882 in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. Am Freitag erlebte der Eckert-Hof in Schwarzenfeld eine Neuauflage. Der Vorsitzende des Orchestervereins, Florian Herzog, sorgte für eine Überraschung und organisierte die Böllerschützen Pittersberg, die die Musiker bei der Interpretation der Schlachtfeldszenen unterstützten.

Einen abgerundeten Bläserklang auf hohem Niveau erlebten die Zuhörer auch im Stück „Virginia“ von Jacob de Haan, das an die Ereignisse des amerikanischen Bürgerkrieges erinnert. Die Kavallerie reitet über die Felder, Peitschen knallen. Die Musik blickte auf ein bewegendes Stück amerikanischer Geschichte zurück. Mit dem Titel „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima, den Glenn Miller und Benny Goodman weltberühmt gemacht haben, ging der Konzertabend zu Ende. Die Gäste ließen die Eindrücke noch lange auf sich wirken und genossen den schönen Abend bei guter Bewirtung durch das „Oischnak-Team“. Auch die Musiker gesellten sich dazu und ließen den Abend bei einem Drink an der Bar und an den Stehtischen ausklingen.

Der „Verein zur Förderung der Jugend und der Kultur“, Oischnak, hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Beteiligung am Bürgerfest und am Weihnachtsmarkt einmal im Jahr eine Veranstaltung für die Bevölkerung zu organisieren. Viele der 100 Mitglieder ließen sich beim Aufbau der Bühne, der Bar und der Herstellung der Infrastruktur einbinden. Die Sommerserenade veranstaltete die Bläserphilharmonie Regensburg in Eigenregie, war aber dankbar für den Rahmen im Eckert-Hof. Der Dank galt deshalb dem Inhaber Franz Eckert und dem Kulturverein „Oischnak“.

In den Jahren zuvor war das Orchester in Schwarzenfeld in der Turnhalle des Sportparks und im Jugendheim aufgetreten. Diesmal schloss sich das Ensemble gerne dem Kulturverein an und nutzte die Infrastruktur, die der Kulturverein „Oischnak“ für den „Sommer Dahoam“ am Samstagabend geschaffen hatte. Da traten die Bands „Ohrange“ und „String“ auf und lockten 400 Gäste in den Eckert-Hof. Der Eintritt war frei. „Wir kommen finanziell über die Runden“, versicherte der Vorsitzende und Schwarzenfelder Marktrat Peter Neumeier.

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Bläserphilharmonie

  • Gründung:

    1994 fanden sich auf Initiative des Regensburger Musikschulleiters Wolfgang Graef 50 musikbegeisterte Laien zusammen, um das kulturelle Leben Regensburgs zu bereichern.

  • Ziel:

    Symphonische Blasmusik auf hohem Niveau war Ziel des neuen „Symphonischen Blasorchesters“ bzw. der „Bläserphilharmonie Regensburg“, wie sich das Orchester inzwischen nennt.

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