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Freizeit

Bodenwöhrer feiern ausgelassen Fasching

Beim Sportlerball in der Hammerseehalle war der Teufel los. Die Partynacht lockte wieder Hunderte in die Hammerseehalle.
Von Randolf Alesch

Zahlreiche Runden mussten gedreht werden, bis die Jury bei der Maskenprämierung zu einem Ergebnis kam  Fotos: Randolf Alesch
Zahlreiche Runden mussten gedreht werden, bis die Jury bei der Maskenprämierung zu einem Ergebnis kam Fotos: Randolf Alesch

Bodenwöhr.Zum Faschingshöhepunkt war in der Bodenwöhrer Hammerseehalle mal wieder die Hölle los – Helau und Alaaf. Der SV Erzhäuser landete mit seinem Sportlerball, der unter dem Motto „„ROCK and POP meets CLASSIC, MUSICAL & CO.“ stand, erneut einen Faschingsknaller. SV-Chef Georg Lehner, sein Helferteam, die Prinzengarde der „D’Rummlfelser“ aus Fischbach und unzählige Besucher, tobten zur Tanz- und Stimmungsmusik der „Stoapfälzer Spitzbuam“ durch eine dem Motto entsprechend tolle, bunte, schrille und wilde Ballnacht.

„Morgen hama Schädelweh und ein Kater ist uns g’wiss“, das wussten viele Ballbesucher zwar ganz genau, trotzdem hauten sie bei der schon legendären Partynacht in der Hammerseehalle, die traditionsgemäß zum 23. Male immer am letzten Samstag im Januar stattfindet, ausgelassen und fröhlich auf die Pauke.

Verkleidet als Hardrocker

Den musikalischen Part übernahmen zum 20. Male die „Stoapfäler Spitzbuam“, die damit ein kleines Jubiläum feiern konnten. Selbst verkleidet als langmähnige und stimmgewaltige Rock’n Roll Band AC/DC aus den 70er und 80er Jahre legten sich die vier Vollblutmusiker dann auch gleich mächtig ins Zeug. Im Nu war die Party im Gange. Mit stimmgewaltigem Gesang, zünftig urigem Alpensound, energiegeladener, fetziger und raffiniert ausgefeilter Popmusik, flinken Akkordeonläufen, einem knackigen Bariton und rockigem Gitarrenklang – verschmolzen mit modernen Schlagzeug-Grooves – sorgte die Formation stets für den richtigen Sound, der direkt ins Ohr und in die Beine ging.

Die Stoapfälzer Spitzbuam spielten nicht nur zum 20. Male, sondern sorgten auch für beste Stimmung  Foto: Randolf Alesch
Die Stoapfälzer Spitzbuam spielten nicht nur zum 20. Male, sondern sorgten auch für beste Stimmung Foto: Randolf Alesch

Aber nicht nur der Ton allein macht die Musik, auch das Auge hört mit, die langzottigen Wuschelköpfe, irrwitzig rockige Showeinlagen, virtuose Solo-Stücke, die bayerisch-spitzzüngige Moderation und ein Lichterequipment der Extraklasse sorgten neben den akustischen Highlights auch für optische Hingucker und Eyecatcher. Mehrere gelungene, tänzerische Einlagen und Auftritte legten die Prinzengarde der Faschingsgesellschaft „D’Rummlfelser“ und das Prinzenpaar Regina II. und Yannik I. aufs Parkett. Der Applaus war ihnen gewiss.

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Närrischer Höhepunkt am Hammersee

Die Vielfalt der passend zum Partymotto gewählten Verkleidungen ließ keine Wünsche offen. Farbenfroh, bunt, schrill und bizarr wandelten viele Musiklegenden durch die Partynacht. Wolfgang Amadeus Mozart rockte mit „The Demon – Gene Simmons“ von der Band Kiss. Der bizarre Alice Cooper nahm samt Fanclub an der Party teil. Bürgermeister Georg Hoffman mit Gattin Antonia gab sich als „Phantom der Oper“ aus. SV-Chef Georg Lehner mimte den schüchternen King of Pop Michael Jackson. Truck Stop verlegte den „Wilden wilden Westen“ in die Hamerseehalle. Elvis rockte mit Tina Turner oder war es vielleicht doch Marilyn Monroe?

Der Schweiß floss in Strömen

Die Band Kiss war mit zahlreichen Doppelgängern vertreten. Der König der Löwen war mit seinem Ensemble extra aus Hamburg und der Starlight-Express auf Rollschuhen aus Bochum angereist. Lady Gaga, kuschelte mit Mick Jagger und Heino war noch etwas blonder geworden. Der Schweiß floss in Strömen, deshalb hieß es immer wieder „alles in die Bar!“ Doch die rund 20 Meter lange Theke war ebenso proppenvoll, wie die Tanzfläche. Man musste schon Standvermögen beweisen, ehe man durchgeschwitzt und erschöpft vom Drehen, Gerangel, Gerumpel, Gehüpfe und Gehopse etwas Kühles bekam.

Jubiläum

  • Runde Zahl:

    Die „Stoapfälzer Spitzbuam“ traten heuer bereits zum 20. Male bei einem Faschingsball des SV Erzhäuser auf.

  • Anfänge:

    Los ging es 2003, als der SV von der Bodenwöhrer Kraushalle zur Piratenparty im Takka-Tukka-Land“ in die Neunburger Stadthalle umzog und die „Stoapfälzer Spitzbuam“ zum ersten Mal den weit über 1.000 Ballbesuchern einheizten.

  • Rekord:

    Ein besonderes Highlight in der Geschichte der Bälle war der Ball im Jahr 2006 mit dem Motto „Die wilden 50er, 60er und 70er Jahre“ als die Spitzbuam 2000 Gäste zum Feiern brachten.

  • Wurzeln:

    Ein Jahr später ging es zusammen mit den Spitzbuam „Ins Land der aufgehenden Sonne“ zurück nach Bodenwöhr in die Hammerseehalle. (tal)

Etwas gesitteter ging es an der Pilsbar zu, wo die zuschlugen, die nicht so viel Zeit, dafür etwas größeren Durst hatten. Endgültig kochte die Stimmung über, als es kurz nach Mitternacht zur Maskenprämierung ging – ein wirklich farbenprächtiger Anblick. Zahlreiche Runden mussten gedreht werden, bevor die hochkarätige Jury, bestehend aus der Initiatorin des „Weihnachtszaubers am Hammersee“ Carina Hoffmann, MZ-Mitarbeiterin Renate Ahrens, der „D’Rummlfelser“ Betreuerin Sabine Donhauser, dem SV-Chef Georg Lehner und Bürgermeister Georg Hoffmann sich einigen konnten.

Den dritten Platz belegten die Musical-Darsteller von König der Löwen. Auf dem zweiten Platz landete das Musikkassetten-Ensemble um Mozart, Lady Gaga und Alice Cooper. Der erste Platz gebührte den maßstabsgetreuen und stilechten Doppelgängern der Rockband „Kiss“. Es graute schon der Morgen, als die letzten Faschingsfreaks den Ball, der ihrer Meinung leider viel zu früh endete, verließen. Zum Trost – im nächsten Jahr findet das Spektakel seine Wiederholung, wenn der SV Erzhäuser wieder zum Sportlerball in die Hammerseehalle lädt.

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