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Bohrungen sind jetzt abgeschlossen

An 15 Messstellen in der Gemeinde Bodenwöhr wird die Grund- und Grubenwasserqualität untersucht.
Von Randolf Alesch

Auf einem Kartoffelfeld im Gebiet „Hölläcker“, östlich von Windmais, führt ein Trupp der BauGrund Süd Grundwasserbohrungen durch.
Auf einem Kartoffelfeld im Gebiet „Hölläcker“, östlich von Windmais, führt ein Trupp der BauGrund Süd Grundwasserbohrungen durch. Foto: Randolf Alesch

Bodenwöhr.Ohne vorherige Ankündigung tauchten anfangs Mai plötzlich zwei Bohr-Teams der Firma BauGrund Süd auf. Sie legten ein unübersehbares Material- und Maschinenlager gegenüber dem SV-Sportheim an. Außerdem machten sie neugierig aufgrund einer Vielzahl geheimnisvoller Bohrungen mit aufsehenerregenden Maschinen und auffallenden Bohr-Hinterlassenschaften in Form von Betonsockeln. Die Aktivitäten warfen zahlreiche Fragen auf und sorgten für Gerüchte innerhalb der Bevölkerung. Sogar von Untersuchungen für ein Atom-Endlager oder eine Wiederaufbereitungsanlage war die Rede.

Nur die betroffenen Grundstückseigentümer und die Gemeinde Bodenwöhr wurden darüber vorher informiert. Nachfragen der MZ hatten jedoch im Juni Licht ins Dunkel gebracht. Seit mehr als einer Woche sind nun die Bohrtätigkeiten abgeschlossen. Laut Auskunft von Dr. Christian Schindler (Immobilien Freistaat Bayern) dienten die 15 Bohrungen der Erstellung eines hydrogeologischen Gutachtens im Bereich der ehemaligen „Bucher Zeche“. Die Bohrungen hatten einen Durchmesser von 324 mm und fanden zumeist im direkten Umfeld der ehemaligen Stollen, vereinzelt aber auch als Vergleichsbohrung statt.

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Ziel: hydrogeologischen Gutachten

Anschließend wurden die Bohrlöcher zu Messstellen mit einem Ausbaudurchmesser von entweder 7 Zoll (175 mm) im Bereich der Stollenanlagen oder von 5 Zoll (125 mm) für die Vorfeldmessstellen ausgebaut. Sie bleiben solange bestehen, bis die Erstellung des hydrogeologischen Gutachtens abgeschlossen ist. Dies kann sich durchaus über einen längeren Zeitraum hinziehen, da auch jahreszeitliche Schwankungen im Grund- und Grubenwasser erfasst werden müssen.

Die Messstellen wurden mit Sicherungskappen, die durch das zur Erstellung des hydrogeologischen Gutachtens beauftragte Ingenieurbüro jederzeit für Untersuchungen und Messungen geöffnet werden können, verschlossen. Danach können einzelne Messstellen zurückgebaut werden, um die uneingeschränkte Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen wieder zu gewährleisten. Die Kosten für die Bohrungen belaufen sich laut Auskunft von Dr. Schindler auf rund 300000 Euro.

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