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Breitband gegen weiße Flecken

Schwarzhofen wird das Förderprogramm der Bayerischen Gigabitrichtlinie nutzen, um alle Ortsteile versorgen zu können.
von Max Schmid

Für den Umbau der Dr.-von-Ringseis-Grundschule wurden Trockenbauarbeiten für 76 857 Euro vergeben. Für notwendige Spenglerarbeiten konnte bisher kein Handwerksbetrieb gefunden werden, der ein Angebot abgegeben hätte.
Für den Umbau der Dr.-von-Ringseis-Grundschule wurden Trockenbauarbeiten für 76 857 Euro vergeben. Für notwendige Spenglerarbeiten konnte bisher kein Handwerksbetrieb gefunden werden, der ein Angebot abgegeben hätte. Foto: (smx)

Schwarzhofen. Bürgermeister Max Beer informierte, dass man bisher schon durch die Nutzung des Bayerischen Breitbandförderprogramms weite Bereiche des Marktes mit schnellem Internet versorgen konnte. Durch das neue Förderprogramm des Freistaates zum Ausbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen mit besonderer Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit biete sich nun die Möglichkeit, auch die „weißen Flecken“, also die Anwesen der 24 Gemeindeteile, die bisher mit weniger als 30 MB versorgt werden, zu beseitigen.

Der Markt habe zudem beim Unternehmen IKT einen Masterplan in Auftrag gegeben, der zu 100 Prozent vom Freistaat bezuschusst und in etwa einem Jahr vorliegen werde. Aus dem Masterplan werde bei entsprechenden Vorhaben eine konkrete Ausführungsplanung erstellt. Beer gab bekannt, dass der Freistaat den Gigabitausbau mit Fördersätzen zwischen 80 und 90 Prozent sowie mit maximalen Förderbeträgen zwischen drei und acht Millionen Euro je Gemeinde unterstütze.

Einstimmiger Beschluss

Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, das Förderprogramm in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Gemeinden Dieterskirchen und Thanstein in Anspruch zu nehmen sowie die Unterstützungsleistungen der Firma IKT zu erweitern. Bürgermeister Max Beer gab weiterhin bekannt, dass das Gremium in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen habe, das Förderprogramm „Innen statt Außen“ im Zuge der Flur- und Dorferneuerung Denglarn nicht in Anspruch zu nehmen.

Schulsanierung

  • Trockenbauarbeiten:

    Nachdem die erste Ausschreibung dieses Gewerks wiederholt werden musste, habe man eine neue Ausschreibung veranlasst. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten an die Firma Holz Bösl, Akustik- und Trockenbau zum Preis von 76 857 Euro.

  • Spenglerarbeiten:

    Bürgermeister Beer berichtete, dass hierfür kein Angebot eingegangen sei, die Ausschreibung erfolge nun nochmals.

Zugestimmt hingegen wurde einer Bauvoranfrage auf Neubau eines Bungalows mit Doppelgarage und Pferdestall in der Gemarkung Haag. Der Bauwerber soll aber darauf hingewiesen werden, dass sein Haus gegenüber einer praktizierenden Landwirtschaft gebaut werde, was Lärm- und Geruchsbelästigungen mit sich bringe, so der Beschluss des Rates. Eine längere Diskussion erforderte das Thema Sonderbaugebiet Freiflächenphotovoltaikanlage Raggau. Projektentwickler Thomas Schachner von der Antrag stellenden Firma Max SOLAR GmbH in Traunstein erläuterte Details der geplanten PV-Anlage. Für den Bau sei die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens mit Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich.

Die Anlage, die an der Grenze zur Landschaftsschutzzone bei Raggau liege, soll 2,6 Hektar groß werden und eine Leistung von 2350 KWp erbringen. Die Einspeisung werde über eine 20 KV-Leitung nach Mautlarn durchgeführt. Mit dem so erzeugten Strom könne man rund 730 Haushalte versorgen. Die Anlage werde durch Schafbeweidung oder Mahd bewirtschaftet und gepflegt. Die nötige Ausgleichsfläche, die bei PV-Anlagen 15 bis 20 Prozent der Anlagenfläche betrage, werde man auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe von Raggau schaffen.

Diskussion

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Nachteil für Bestandsanlagen?

Einige Mitglieder des Marktgemeinderates sprachen die Befürchtung aus, dass sich nach der Inbetriebnahme der großen PV-Anlage Nachteile für kleinere Bestandsanlagen ergeben könnten. Bei einer möglichen Überproduktion würden möglicherweise die kleinen Anlagen „zurückgedreht“. Weitere Räte betrachteten die Anlage als zu nahe an der Ortschaft Raggau. Eine Beschlussfassung erfolgte vorerst nicht.

Im weiteren Sitzungsverlauf wurde dem Abschluss einer Kostenvereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft Denglarn und dem Markt Schwarzhofen zugestimmt. Danach beteiligt sich der Markt an der Objektplanung Dorfmitte mit 4007 Euro. Die beiden neu gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Haag, Johann Plößl und Josef Frey jun., wurden durch den Marktrat bestätigt.

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