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Politik

Bruck Vorreiter bei schnellem Internet

Zwei Bäume waren Thema der Bauausschusssitzung in Bruck. Die Digitalisierung der Randbereiche im Markt geht weiter voran.
Von Renate Ahrens

Sollbach war Thema im Bauausschuss, unter anderem wegen einer Bauvoranfrage.  Foto: Renate Ahrens
Sollbach war Thema im Bauausschuss, unter anderem wegen einer Bauvoranfrage. Foto: Renate Ahrens

BRUCK.Die Digitalisierung im Markt Bruck schreitet weiter voran, erklärte Bürgermeister Hans Frankl bei der Bauausschusssitzung am Dienstag: „Wo andere noch getrommelt haben, hatten wir schon schnelles Internet.“ Heuer erfolgten Planungen, nächstes Jahr beginne man in allen Randgebieten mit der Versorgung mit Glasfaser. „Etliche Bauern haben dann Breitbandanschluss, von dem man träumen kann.“

Thema im Bauausschuss waren auch mehrere Bauanträge. Man würde „ein Fass aufmachen“, warnte Frankl bei einer längeren Diskussion um eine Bauvoranfrage zum Neubau eines Einfamilienhauses in Sollbach. Das Grundstück befindet sich nämlich im „Außenbereich“, also auf einer landwirtschaftlichen Fläche, und das sei der „springende Punkt“. Zwei Nachbarn haben nicht unterschrieben und die notwendige Versorgung mit Kanal und Wasser sei nicht gesichert. Alois Giptner (CSU) warf die Frage auf, was dagegen sprechen würde, wenn der Antragsteller die Kosten für die Versorgung selbst tragen würde.

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Dann, so gab Lorenz Bräu (Freie Wähler) zu bedenken, wollten andere Bürger auch Ausnahmen. Man sollte ein Gespräch mit dem Antragsteller suchen, schlug Manfred Pfauntsch (Grüne) vor, vielleicht gäbe es die Möglichkeit zu tauschen. Marion Hälsig (Freie Wähler) stimmte Pfauntsch zu. „Vielleicht findet man einen Kompromiss.“ Hans Frankl fand das allerdings keine gute Idee: „Wir verlieren unser Gesicht, wenn wir schon bei Bauvoranfragen Vor-Ort-Termine machen.“ Mit sieben zu zwei Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Aber immerhin, so betonte Robert Feuerer (CSU), zeige die Diskussion die Bemühung des Gremiums, eine Lösung zu finden.

Alle Markträte sprachen sich gegen einen Antrag zur Erstellung von vier Lkw-Stellplätzen in der Sollbacher Straße aus. Die Verwaltung hatte darauf hingewiesen, dass es bereits mehrfach Beschwerden der Anlieger wegen des Lkw-Verkehrs gegeben habe.

Weitere Beschlüsse

  • Baum:

    Die Entfernung einer Kastanie an der Zufahrt Am Moosbüchl zur Grafengasse wurde abgelehnt.

  • Beleuchtung:

    Im Sandmühlweg werden die drei Leuchten ersetzt und mit LED aufgerüstet.

  • Brücken:

    Die Brücken in der Mappacher Straße, in Richtung Mögendorf und über den Sulzbach werden repariert. Bei letzterer erfolgen Umleitungen nach dem Bürgerfest.

Ein Bauantrag eines Bürgers auf Beseitigung eines Baumes im Einfahrtsbereich sowie die Befestigung am St. Sebastian-Platz 3 wurde nach längerer Debatte einstimmig genehmigt. Allerdings muss ein vergleichbarer neuer Baum gepflanzt werden.

Es sei nachvollziehbar, so räumte Robert Feuerer ein, dass die Einfahrt ohne Baum einfacher sei. Außerdem sei der Baum aufgeplatzt und hohl, vermutlich wegen einer Wasserader. Feuerer fragte: „Ist es dann nicht Utopie, ihn stehenzulassen?“

Man könne froh sein, erklärte Alois Giptner, dass diese Baulücke endlich geschlossen sei. Frankl habe den Baum „lange beobachtet“ und könne die Alternative akzeptieren, wenn der Antragsteller auf seine Kosten einen neuen Baum pflanzt.

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