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Tradition

Brucker Plattler helfen bei Weltrekord

Die Trachtler plattelten in Oberbayern um einen Rekord mit. Zurück in der Heimat wird am Wochenende groß Kirwa gefeiert.
Von Bettina Mehltretter

Der Weltrekord fand bei sonnigstem Wetter statt. Foto: Jürgen Hofmann
Der Weltrekord fand bei sonnigstem Wetter statt. Foto: Jürgen Hofmann

Bruck.Jürgen Hofmann, Vorsitzender des Volks- und Gebirgstrachtenvereins „Enzian“ Bruck, ist stolz auf seine Truppe. Denn die hält inzwischen sogar einen Weltrekord. Am 30. Mai waren einige „Enzian“-Mitglieder mit Plattlern aus Sollbach, Schwandorf, Burglengenfeld, Amberg, Auerbach und Windischeschenbach ins oberbayerische Antdorf gereist. Dort hatte der Trachtenverein D’Waxenstoaner, der mit den Bruckern gut befreundet ist, einen Weltrekordversuch im Massenplatteln ausgerichtet.

Am Ende war die Freude riesig: Die Antdorfer und ihre Unterstützer luchsten mit 1312 Plattlern den bisherigen Rekordhaltern aus Österreich (1296 Plattler) den Weltrekord ab. „Das war ein Riesenerlebnis für Jung und Alt und unsere Teilnehmer aus Bruck“, erzählt Hofmann.

Die Neu-Weltrekordler haben aber noch einen zweiten Grund, um zu feiern. Denn am kommenden Wochenende ist wieder Kirwa in Bruck. Der Trachtenverein geht damit diesmal neue Wege. Erstmals findet die Kirwa am Marktplatz statt.

Hier sehen Sie ein Video vom Weltrekord:

Party mit den „Gäubodnbiffen“

Los geht es am Samstag um 16 Uhr mit dem Bieranstich und etwas ruhigerer Musik – ideal zu Kaffee, Kuchen und zu einer Brotzeit. Ab 19.30 Uhr soll dann die Band „Gäubodnbiffen“ für Partystimmung sorgen. Am Sonntag ab 10 Uhr ist Frühschoppen mit den Moosbacher Straßenmusikanten, ab 11.30 Uhr gibt es Mittagstisch, ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen. Die Kirwa am Marktplatz endet um 17 Uhr. Bei schlechter Witterung findet das Fest im Meisl-Saal statt. Laut Prognosen der Experten des Portals wetter.de werden in Bruck aber angenehme Temperaturen von bis zu 25 Grad erwartet.

Brauchtum

Eine bayerische Tradition vor dem Aus

Der Vorplattler der „D’Nabtaler“, Josef Rausch, aus Schwandorf resigniert. Niemand will mehr den „Tanz der Burschen“ lernen.

Ist nach der Kirwa aufgeräumt, werden die Brucker Trachtler rasch wieder ihr 100-jähriges Gründungsfest im Jahr 2022 im Blick haben. Und das soll etwas ganz Besonderes werden. Die Brucker haben dafür nicht nur das Oberpfälzer Gautrachtenfest in die Gemeinde geholt, sondern sogar das Deutsche Trachtenfest, die zentrale Feier des Deutschen Trachtenverbands und seiner Mitgliedsvereine.

Ebeling verspricht „Fest für alle“

Zum diesjährigen Deutschen Trachtenfest waren rund 2500 Trachtenträger und 20 000 bis 25 000 Besucher aus allen Regionen Deutschlands sowie aus Holland und der Ukraine in den Spreewald gereist. Auch die Brucker waren dabei, um die Einladung in ihre Heimat auszusprechen. 45 Minuten lang präsentierten sie auf der Bühne am Marktplatz in Lübben ihr Programm – das sollte ein Vorgeschmack sein auf das nächste Deutsche Trachtenfest in der Oberpfalz. Auf der Reise bekamen sie prominente Unterstützung. Landrat Thomas Ebeling sagte damals: „Dass die Trachtler aus Bruck Fest-Erfahrung besitzen, ist bei den Vorbereitungsarbeiten von Vorteil“. Er versprach ein „Fest für alle“.

Gefeiert wird von 17. bis 19. Juni 2022. „Enzian“-Vorsitzender Jürgen Hofmann, der Festleiter sein wird, erwartet dabei mehr Trachtler als im Jahr 2019 in Lübben. „Das ist allein schon der Tatsache geschuldet, dass wir Bayern sind“, sagt er. Unter anderem hat er bereits die Zusage einer Abordnung aus den USA erhalten. Zuvor ist aber noch ein Gegenbesuch fällig: „Enzian“ Bruck ist Anfang Juli beim Nordamerikanischen Gautrachtenfest in Washington DC vertreten.

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