MyMz
Anzeige

Rücktritt

Brucks dritte Bürgermeisterin hört auf

Inge Gleixner zieht sich aus der Brucker Kommunalpolitik zurück. Sie will damit Platz für einen jüngeren Marktrat machen.
Von Philipp Seitz

Brucks dritte Bürgermeisterin Inge Gleixner will ihren Platz für die junge Generation freigeben. Foto: Archiv
Brucks dritte Bürgermeisterin Inge Gleixner will ihren Platz für die junge Generation freigeben. Foto: Archiv

Bruck.In ihrem zweiten Leben wolle sie Berufspolitikerin werden. Diesen Satz hat Brucks dritte Bürgermeisterin und SPD-Fraktionssprecherin Inge Gleixner immer wieder schmunzelnd gesagt. Nun nimmt die 64-jährige Markträtin Abschied aus der Kommunalpolitik. Zum 1. Juni will sie ihr Mandat im Brucker Marktrat abgeben – und damit Platz für die jüngere Generation in dem Gremium machen. Auch bei der SPD gab sie den Ortsvorsitz zuletzt in jüngere Hände. Die Mitglieder ernannten sie daraufhin zur Ehrenvorsitzenden.

Eine Überraschung ist ihr Rücktritt im Marktrat nicht. Diesen Schritt hatte Gleixner schon vor langer Zeit angekündigt. Eigentlich wollte sie sich im letzten Jahr schon aus der Kommunalpolitik zurückziehen. Das schaffte Gleixner, die sich als „Markträtin mit Leib und Seele“ bezeichnet, aber nicht ganz. Sie wollte zumindest noch ihre zehnjährige Mitgliedschaft in dem Gremium feiern. Nun ist es aber so weit: Nachrücker im Brucker Marktrat wird Listennachfolger Markus Glück. Als eine „gute Entscheidung für die Zukunft“, bezeichnet Gleixner diesen Schritt. Mit ihrem Rücktritt aus dem Marktrat endet auch ihre Zeit als dritte Bürgermeisterin.

Politik als leidenschaftliches Hobby

Knapp fünf Jahre repräsentierte die Sozialdemokratin in dieser Funktion den Markt Bruck. Ein Amt, das sie immer mit Stolz ausgeübt habe, sagt Gleixner. Besonders hätten ihr immer Termine im Altenheim gefallen, weil sich die Senioren sehr über ihr Kommen gefreut hätten. Aber auch die Marktratsarbeit sei für sie zu einem leidenschaftlichen Hobby geworden: „Für mich war jede Marktratssitzung etwas Besonderes und ich habe mich gerne mit den Themen befasst.“

„Ich finde es sehr schade, dass Inge Gleixner aufhört.“

Hans Frankl, Bürgermeister von Bruck

Fragt man ihre Kollegen im Gremium, dann hört man einen Satz ziemlich häufig: „Die Gleixnerin war immer vorne mit dabei.“ Die SPD-Fraktionssprecherin betont vor allem das harmonische Miteinander der Fraktionen. So seien gute Beschlüsse für die Bürger von Bruck gefasst worden. Langweilig wird Gleixner nach ihrem Rücktritt sicherlich nicht. Sie hat noch genügend andere ehrenamtliche Aufgaben, die auf sie warten. Gleixner ist sowohl Vorsitzende des Heimat- und Bauernmuseums als auch des Brucker Festspielvereins.

Lob für die Zusammenarbeit

Brucks Bürgermeister Hans Frankl würdigte die Verdienste von Gleixner im Marktrat. „Ich finde es sehr schade, dass Inge Gleixner aufhört.“ Sie habe immer „für eine Belebung bei den Beratungen und Diskussionen gesorgt“. Mit ihr sei es in jeder Hinsicht eine gute Zusammenarbeit gewesen.

Bürgermeister Hans Frankl (l.) nahm Dr. Dietmar Scholl im Jahr 2010 den Eid ab. Foto: Archiv/ttg
Bürgermeister Hans Frankl (l.) nahm Dr. Dietmar Scholl im Jahr 2010 den Eid ab. Foto: Archiv/ttg

Auch Marktrat Dr. Dietmar Scholl von der FWG-Fraktion wird am 1. Juni auf eigenen Wunsch aus dem Marktrat ausscheiden. Er engagierte sich knapp acht Jahre in der Kommunalpolitik. Als Grund für seinen Rücktritt nannte Scholl eine „starke berufliche Belastung“, die ihn dazu veranlasst habe. Für ihn rückt Listennachfolger Andreas Spindler in das Gremium nach.

Weitere Nachrichten aus Bruck lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht