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Bundestagskandidat: CSU-Kreisverband schickt Max Beer ins Rennen

Maximilian Beer soll die Nachfolge von MdB Klaus Hofbauer antreten - das ist der Vorschlag des CSU-Kreisverbands Schwandorf.

Der CSU-Kreisverband Schwandorf hat sich gestern Abend bei einer nicht öffentlichen Kreisversammlung in Schwandorf auf einen Kandidaten geeinigt, der ins Rennen um die Nachfolge von MdB Klaus Hofbauer geschickt wird. Wie die Kreisvorsitzende Marianne Deml nach der Sitzung auf Anfrage der MZ erklärte, stimmten 93 der 124 Teilnehmer für den Schwarzhofener Bürgermeister Maximilian Beer, 31 Stimmen entfielen auf den Stullner Bürgermeister Hans Prechtl. Kurt Mieschala aus Schwandorf habe zu Beginn der Sitzung seine Kandidatur zurückgezogen, so Deml. So stellten sich den Anwesenden vier Bewerber vor – neben den beiden Vertretern aus dem Kreisverband Schwandorf, Maximilian Beer und Hans Prechtl, auch der Weidinger Bürgermeister Karl Holmeier und Kreisrat Jürgen Linhart (36) aus Cham. Im Chamer Kreisverband hat außerdem der bisher in Parteiämtern unbekannte Dr. Reinhold Kiehl aus Furth im Wald seinen Namen in die Waagschale geworfen, er war gestern Abend allerdings nicht nach Schwandorf gekommen.

Der Vorschlag des Kreisverbands Schwandorf für die Nachfolge von Klaus Hofbauer lautet seit gestern Abend also Maximilian Beer, „das ist unsere Empfehlung an die Delegierten“, so Deml. Und: „Ich bin stolz, wie sich unsere Kandidaten hier vorgestellt haben.“ Angesprochen auf die Chancen von Max Beer – schließlich haben die Chamer Delegierten eine 82:78-Mehrheit bei der Abstimmung über den CSU-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Schwandorf-Cham – sagte Deml: „Nichts ist unmöglich. Vor zehn Jahren waren die Mehrheitsverhältnisse umgekehrt und es wurde ein Chamer Kandidat, vielleicht ist es dieses Mal gerade umgekehrt.“

Als „große Freude und Ehre“ bezeichnete Maximilian Beer das deutliche Votum des Kreisverbands für seine Person, sprach aber auch seinem „großartigen Bürgermeisterkollegen“ Hans Prechtl ein Lob aus. Sein Anliegen sei, dass nicht allein das Regionalitätsprinzip bei der Entscheidung über den Nachfolger von Klaus Hofbauer entscheiden dürfe, sondern der beste Kandidat für die CSU bei der Bundestagswahl antreten solle. Er werde am 24. Januar die Chance nutzen und sich beim Chamer Kreisverband vorstellen. „Dann ist Sache der Delegierten“, so Beer.

Hans Prechtl, er gestern Abend bei der Vorabstimmung gegen Beer unterlag, sprach von einem „fairen Wettstreit“ und einer demokratischen Abstimmung. „Ich akzeptiere die Entscheidung so.“ Prechtl sagte seinem Bürgermeisterkollegen Maximilian Beer volle Unterstützung zu und betonte: „Es wäre wichtig, dass der CSU-Bundestagskandidat aus dem Landkreis Schwandorf kommt.“

Der weitere Weg zur Entscheidung: Am 24. Januar wollen die Chamer aus ihren drei Bewerbern möglichst einen machen. Bei einer Kreisversammlung der Chamer wird sich auch der Schwandorfer Bewerber Maximilian Beer, Bürgermeister von Schwarzhofen, vorstellen.

Am 30. Januar soll die Vorentscheidung zwischen Schwandorf und Cham fallen. An diesem Termin tagt die Bundeswahlkreiskonferenz, in der unter Leitung des scheidenden Abgeordneten Klaus Hofbauer die CSU-Spitzen aus beiden Kreisverbänden vertreten sind. Marianne Deml: „Das Ziel heißt, dass wir uns in diesem Gremium möglichst einvernehmlich auf einen Kandidaten einigen.“

Am 14. Februar treffen die Delegierten die endgültige Entscheidung. Cham hat die Mehrheit mit 82 Stimmen gegen 78 aus Schwandorf. Nach CSU-Satzung dürfen auch an diesem Termin noch Kandidaten-Vorschläge gemacht werden.

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