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Abstimmung

Burglengenfeld: Keine zweite Grundschule

Beim Bürgerentscheid sind die Befürworter der zweiten Grundschule gescheitert. 65,83 Prozent wollen keinen zweiten Standort.
Von Thomas Rieke und Bettina Mehltretter

Bürgermeister Thomas Gesche am Sonntag kurz nach 15.30 Uhr bei der Stimmabgabe im Bürgertreff. Am Abend zuvor hatte er auf Facebook noch eifrig die Trommel für den bereits beschlossenen Schulerweiterungsbau im Naabtalpark gerührt. Foto: Rieke
Bürgermeister Thomas Gesche am Sonntag kurz nach 15.30 Uhr bei der Stimmabgabe im Bürgertreff. Am Abend zuvor hatte er auf Facebook noch eifrig die Trommel für den bereits beschlossenen Schulerweiterungsbau im Naabtalpark gerührt. Foto: Rieke

Burglengenfeld.Die Würfel sind gefallen! Die Burglengenfelder haben sich am Sonntag beim Bürgerentscheid mehrheitlich gegen die Forderung der Bürgerinitiative (BI), einen zweiten, eigenständigen Grundschulstandort einzurichten, ausgesprochen. Nur 34,17 Prozent derer, die ihre Stimme abgaben, votierten für diese Lösung, für die sich, mit Ausnahme von Bürgermeister Thomas Gesche, auch die CSU und das Bürgerforum (BFB) eingesetzt hatten. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 54,8 Prozent.

  • Stimmberechtigte: 10 629
  • Abgegebene Wahlzettel: 5826
  • Stimmen für die Erweiterung der Grundschule im Naabtalpark: 3808 (65,83 Prozent)
  • Stimmen für einen zweiten Grundschulstandort: 1977 (34,17 Prozent). Das Quorum von 2126 mindestens nötigen Stimmen wurde damit nicht erreicht.

Bei Bürgermeister Gesche sowie den Fraktionen von SPD/Grünen, BWG und Freien-Wählern-Land herrscht nun eitel Freude. Sie hatten bereits im März 2018 beschlossen, die bestehende Hans-Scholl-Schule im Naabtalpark noch einmal zu erweitern. Die Vorbereitungen für das Millionenprojekt sind weit fortgeschritten. Stadtbaumeister Franz Haneder muss die europaweite Ausschreibung laut Pressereferent Michael Hitzek „nur noch hochladen“. Spatenstich soll 2020 sein.

Die Maßnahme ist erforderlich, weil die Hans-Scholl-Schule, eine der größten ihrer Art in Bayern, aus allen Nähten zu platzen droht. Das existierende Raumkonzept ist für 16 Klassen ausgelegt; unterrichtet werden aber schon jetzt 21. Drei weitere Klassen sollen in den nächsten Jahren hinzukommen. Seitens der BI gibt es aber auch Schätzungen, dass es deutlich mehr werden könnten, so dass auch der Erweiterungsbau schon bald wieder zu klein würde. Auch deshalb hatte sie dafür gekämpft, in Burglengenfeld endlich eine zweite Grundschule zu gründen, eventuell in Modulbauweise und relativ einfach erweiterbar.

Bürgermeister Thomas Gesche sagte in einer ersten Reaktion, dass er mit diesem Ergebnis gerechnet habe. „Ich bin froh, dass die Bürgerinnen und Bürger sich meiner Meinung angeschlossen haben und für sachliche Argumente zugänglich waren. Nicht ohne Grund hatte die Entscheidung pro Naabtalpark breite Unterstützung nicht nur aus der Verwaltung, sondern auch von der Mehrheit im Stadtrat, von Pädagogen, Eltern, Fachbehörden und Schulleitung“, erklärte er. „Ich betone es nochmals: Niemand muss Angst vor einer zu großen Schule haben, wir werden das Bestmögliche für unsere Kinder aus diesem Projekt machen.“

Das amtliche Endergebnis des Bürgerentscheids wird am Montag, 13 Uhr, bekanntgegeben.

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