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Freizeit

Burglengenfeld: „Leben am Fluss“

In Burglengenfeld gibt es eine neue Stadtführung – mit selbst gebtrautem Bier und viel Stadtgeschichte.

Auch das gehört zum „Leben am Fluss“: Naab-Hochwasser 1970 mit einem völlig überfluteten Eislaufplatz. Foto: Stadtarchiv Burglengenfeld
Auch das gehört zum „Leben am Fluss“: Naab-Hochwasser 1970 mit einem völlig überfluteten Eislaufplatz. Foto: Stadtarchiv Burglengenfeld

Burglengenfeld.„Leben am Fluss“ ist das Motto einer neuen Stadtführung mit Gerhard Schneeberger sowie den Schauspielern Alexander Spitzer und Stephanie Meßmann. Termin der Premiere ist am Sonntag, 1. Juli, um 15Uhr. Los geht es am Europaplatz.

Offenbar haben Stadtführer Gerhard Schneeberger und seine Mitstreiter mit dem Thema „Leben am Fluss“ den Geschmack der Bevölkerung getroffen: Allein die Veröffentlichung in der Jahresübersicht der Stadtführungen auf der Internetseite der Stadt Burglengenfeld hatte zahlreiche Anmeldungen zur Folge. Das mag auch daran liegen, dass im Anschluss an die Führung eine zünftige Einkehr in einem der historischen Bierkeller an der Naab mit Musik, deftigen Schmankerln und selbst gebrautem Bier auf dem Programm steht.

Vorher aber erfahren die Teilnehmer von Schneeberger viel über die Naab und warum Städte früher oft an Flüssen gegründet wurden. Die Naab war für die damalige Bevölkerung eine Lebensader. Sie diente als Transport- und Handelsweg, als Nahrungsgeber, zur Energiegewinnung in den Mühlen, als Waschplatz für die Frauen, zur Eisgewinnung und zum Kühlen der Bierkeller.

Der Fluss barg aber auch Risiken bei Überschwemmungen oder Eisstößen und war Träger von Krankheitserregern, da früher in der Naab auch Abwässer und Schlachtabfälle entsorgt wurden. Weiteres Thema der Führung ist die Wasserversorgung der Burglengenfelder Bevölkerung in früherer Zeit – von den ersten Brunnenanlagen auf der Burg, im Almenhof und im Kloster bis zur ersten Wasserversorgung am Stadtbrunnen im Jahr 1859.

Die Brautradition steht ebenfalls im Zusammenhang mit der Naab. Wurden doch jedes Jahr im Winter aus der zugefrorenen Naab Eisblöcke gesägt und mit Fuhrwerken in die Keller gebracht, damit die Temperatur des Kellers für das untergärige Bier im Sommer nicht über neun Grad stieg. Thema der neuen Stadtführung ist außerdem die Entwicklung der Naabbrücke, mit der Geschichte der Entdeckung von scharfen Stielgranaten aus dem zweiten Weltkrieg beim Abbruch der alten Betonbrücke 1975.

Die Ausführungen des Stadtführers werden bereichert von sieben szenischen Darstellungen von Alexander Spitzer und Stephanie Meßmann. Nach der Führung haben die Gäste die Möglichkeit, das kleine Biermuseum in der Kellergasse kostenlos zu besichtigen, bevor der Sonntagnachmittag mit Zoiglbier bei zünftiger Musik auf der Steirischen Harmonika im Bierkeller ausklingt. Der Unkostenbeitrag für die Erlebnisführung (inklusive Musikbeitrag) beträgt acht Euro pro Person.

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