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Kommunalwahl

BWG trennt sich vom Kandidaten Krebs

Albin Schreiner reagiert auf Votum der Burglengenfelder SPD gegen Listenverbindung. Gerüchte um Kandidatur von Theo Lorenz seien „reine Spekulation“.
Von Harald Kuchler

Im August war das Verhältnis zwischen SPD-Bürgermeisterkandidat Bernhard Krebs (l.) und BWG.Vorsitzendem Albin Schreiner noch gut.

Burglengenfeld. SPD-Bürgermeisterkandidat Bernhard Krebs kann im Kommunalwahlkampf nicht mehr auf die Unterstützung der Burglengenfelder Wählergemeinschaft (Freie Wähler - BWG) zählen. Laut Vorsitzendem Albin Schreiner reagiert die freie Wählergruppierung damit auf das Votum der SPD gegen eine Listenverbindung mit der BWG.

Das Zerwürfnis zwischen dem amtierenden SPD-Bürgermeister Heinz Karg und dem neuen SPD-Bürgermeisterkandidaten Bernard Krebs für die Kommunalwahl 2014 hat damit weitere Folgen. Scheiner hatte der Öffentlichkeit am 10. Dezember mitgeteilt, dass Karg bei der Kommunalwahl auf der Liste der BWG kandidieren werde, da er auf der SPD-Liste nicht mehr erwünscht sei.

Die SPD-Mitglieder hatten am 12. Dezember bei der Nominierung ihrer Stadtratskandidaten eine erneute Listenverbindung mit der BWG abgelehnt, obwohl Krebs diese Allianz noch nicht ausschließen wollte. In der Vergangenheit hatte die BWG im Stadtrat immer zusammen mit der SPD votiert, wobei Schreiner stets durchblicken ließ, dass er in erster Linie die Politik von Karg unterstütze. Noch Ende August hatte Schreiner aber auch dem SPD-Kandidaten Krebs die Unterstützung seiner Gruppierung im Wahlkampf zugesagt. „Wir trauen Bernhard Krebs die Nachfolge von Heinz Karg zu.“

Krebs reagiert gelassen

Mit diesem Zutrauen ist es nun vorbei. In einer Pressemitteilung vom Mittwoch begründet Schreiner, warum er Krebs die Unterstützung entzieht. Bei einer Versammlung im Nebenzimmer des Bulmare-Restaurants habe der den BWG-Mitgliedern gesagt: „Grundlage für die Unterstützung von Krebs war die angekündigte Fortführung des politischen Kurses von und mit Bürgermeister Heinz Karg.“ Die BWG stehe seit Jahrzehnten für den Grundsatz: „Wir vertreten zum Wohle der Stadt Burglengenfeld ausschließlich Sachinteressen“.

Dies sei mit den jüngsten Verlautbarungen aus der SPD nicht mehr in Einklang zu bringen. Vielmehr hätten dort „persönliche Eitelkeiten die Oberhand gewonnen“.

Auch habe die SPD bei ihrer Nominierungsversammlung in der vergangenen Woche gegen eine Listenverbindung mit der BWG gestimmt und damit ein „jahrzehntelanges politisches Bündnis gebrochen“, so Schreiner.

Über seine „Absetzung“ als Bürgermeisterkandidat der BWG gab sich Bernhard Krebs am Mittwoch eher gelassen und sagte wörtlich: „Ich weiß nicht, wie Heinz Karg und seine BWG überhaupt auf die Idee kommen konnten, dass ich noch als Bürgermeisterkandidat der BWG zur Verfügung stehe. Allerspätestens nach der Aufstellungsversammlung der SPD für die Stadtratsliste ist dies wohl jedem Burglengenfelder klar gewesen.“

Schreiner sagte dagegen, er habe in den vergangenen Tagen „enormen Zuspruch“ erfahren für die Entscheidung, Bürgermeister Heinz Karg, den zweiten Bürgermeister Theo Lorenz und Stadträtin Evi Vohburger, alle SPD, auf die noch zu bestätigende Stadtratsliste der BWG zu setzen. So habe unter anderem BWG-Mitglied Karl Schindler gesagt: „Wenn eine Landesligamannschaft drei gestandene Bundesligaspieler haben kann, dann muss man sie dankbar aufnehmen und dürfe nicht wie die SPD sagen, man könne sie nicht mehr gebrauchen.“

„SPD lässt Respekt vermissen“

BWG-Stadtratskandidat Rüdiger-Gerd Sappa sagte laut der Pressemitteilung, die Burglengenfelder SPD lasse derzeit jegliche Form von Respekt und Anstand vermissen: „Einem Mann wie Heinz Karg mit seinen Verdiensten auf diese Art und Weise den Stuhl vor die Tür zu setzen, ist mehr als unanständig.“

Der frühere BWG-Stadtrat und -Vorsitzende Helmut Schreiner sagte, bislang habe es nur die Absichtserklärung gegeben, Bernhard Krebs zu unterstützen. Eine Unterstützung sei „unter den gegebenen Umständen nicht mehr vertretbar“. Die BWG müsse sich daher von dem „ungehörigen Verhalten des Bernhard Krebs distanzieren“.

Schon kurz nach dem angekündigten Wechsel der drei SPD-Mitglieder auf die BWG-Liste setzten in der Stadt auch Gerüchte ein, die BWG könnte den noch amtierenden zweiten Bürgermeister Theo Lorenz als eigenen Bürgermeisterkandidaten ausrufen. Lorenz gilt in der Bevölkerung als beliebt und ist auch im mitgliederstarken ASV verwurzelt. Auf Nachfrage der MZ sagte Albin Schreiner dazu, dass dies reine Spekulation sei und er sich nicht dazu äußern werde.

Wenn die SPD nun aber öffentlich über einen eigenen Bürgermeisterkandidaten der BWG spekuliere, „dann freut uns die Aufmerksamkeit, die man unseren politischen Bemühungen offensichtlich schenkt“, so Schreiner. Man wolle sich dadurch aber keinesfalls unter Druck setzen lassen. „Wir werden in aller Ruhe beraten, welche seriösen Angebote wir den Wählerinnen und Wählern im März 2014 unterbreiten können.“

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