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Kommunalwahl

BWG/UW bieten den Parteien Paroli

Sobald die Liste steht, müssen 385 Bürger auf der Unterstützerliste unterschreiben, damit die Gruppierung im Landkreis Schwandorf antreten kann.

Designierter Spitzenkandidat ist der parteilose Bürgermeisterkandidat der BWG, Gerhard Schneeberger aus Burglengenfeld. Foto: Matthias Süß

Schwandorf.Seit Mittwoch ist es offiziell: Bei den Kreistagswahlen wird heuer eine neue Gruppierung antreten: die BWG/UW. „Es wird eine BWG/UW-Liste für den Kreistag geben, die den Altlandkreis Burglengenfeld und die ehemalige kreisfreie Stadt Schwandorf abdeckt“, wie Albin Schreiner (BWG) und Matthias Süß (UW) am Mittwoch bekanntgaben. Die Initiatoren verweisen darauf, dass bei der kommenden Kreistagswahl „bisher ausschließlich Parteigruppierungen auf dem Wahlzettel stehen“, nachdem die seit 1972 im Kreistag vertretene Wählergruppe FWG zugunsten der im Landtag vertretenen Partei Freie Wähler verzichtet habe. Das wollten Matthias Süß und Albin Schreiner ändern. „Um den Wählern die Möglichkeit zu geben, eine überparteiliche Gruppierung zu wählen“, werde die Burglengenfelder Wählergemeinschaft/Freie Wähler unterstützt durch Mitglieder von Freien Wählern und Unabhängigen Wählern mit einer eigenen Kreistagsliste antreten.

„30 gute Leute“ stehen laut Matthias Süß, der gemeinsam mit Albin Schreiner schon vor geraumer Zeit die Weichen zur Gründung einer überparteilichen Wählergruppe gestellt hat, auf der Liste. Zugesagt haben nach MZ-Informationen Kandidaten aus Wackersdorf, Teublitz, Maxhütte-Haidhof, Schwandorf und Burglengenfeld. Designierter Spitzenkandidat ist der parteilose Bürgermeisterkandidat der BWG, Gerhard Schneeberger aus Burglengenfeld. So viel steht schon fest. Weitere Kandidaten sind unter anderem Burglengenfelds Bürgermeister Heinz Karg, Zweiter Bürgermeister Theo Lorenz, Albin Schreiner, BWG-Stadtrat in Burglengenfeld, Bulmare-Geschäftsführer Rüdiger-Gerd Sappa und Helmut Schreiner, der viele Jahre für die BWG im Burglengenfelder Stadtrat saß.

Matthias Süß nennt noch einen weiteren Namen: Willi Frank, der die Freien Wähler lange Zeit im Schwandorfer Stadtrat vertrat. Außerdem hat sich in Teublitz am Mittwoch noch eine Unterstützergruppe gegründet.

Die Zeit drängt. Die Nominierungsversammlung hat noch nicht stattgefunden. Außerdem müssen noch Unterstützer mobilisiert werden. Und sobald die Liste steht, müssen 385 wahlberechtigte Bürger auf der Unterstützerliste unterschreiben, damit die BWG/UW überhaupt bei der Wahl antreten können.

Doch der Vorsitzende der Schwandorfer Unabhängigen Wähler lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er ist sicher, „dass wir in den nächsten Tagen, aber auf jeden Fall noch rechtzeitig vor dem 23. Januar, nominieren können“. Dann, so Matthias Süß, könne eigentlich nichts mehr schief gehen. Er ist jedenfalls guten Mutes. „Drei Kandidaten kriegen wir auf jeden Fall rein“, meint Süß mit Blick auf die „starke Liste“.

BWG-Vorsitzender Albin Schreiner sagte der MZ, er freue sich, dass Bürgermeisterkandidat Gerhard Schneeberger für den Kreistag kandidiere, denn sollte er als Burglengenfelder Bürgermeister gewählt werden, „ist es gut, wenn er auch im Kreistag sitzt“. Aus Burglengenfelder Sicht sei ihm persönlich die Auslagerung der staatlichen Realschule vom jetzigen Standpunkt am Kreuzberg ein wichtiges Anliegen, so Schreiner. (th/ku)

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