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Corona: Wie leben jetzt Asylbewerber?

Eine Leserin sorgt sich um die Menschen in der Asylbewerberunterkunft in Schwandorf. Wir haben bei der Regierung nachgehakt.

Ist die Unterbringung in einer Asylunterkunft während der Corona-Pandemie zumutbar? Mit dieser Frage hat sich eine Leserin an unsere Redaktion gewandt. Foto: Felix Kästle/dpa
Ist die Unterbringung in einer Asylunterkunft während der Corona-Pandemie zumutbar? Mit dieser Frage hat sich eine Leserin an unsere Redaktion gewandt. Foto: Felix Kästle/dpa

Schwandorf.MZ-Leserin Susanne S. aus Schwandorf hat sich per Mail an die Mittelbayerische gewandt. Sie wohnt in der Nähe einer Asylunterkunft und fragt sich, wie das Leben während der Corona-Pandemie dort aussieht und ob die Unterbringung in einer solchen Einrichtung zumutbar ist. Die Mittelbayerische liefert Antworten.

1,5 Meter Mindestabstand ist Pflicht

Die Corona-Pandemie trifft natürlich auch Flüchtlinge und Asylbewerber in ganz Deutschland. Wie die Regierung der Oberpfalz auf Nachfrage der Mittelbayerischen erklärt, gelten in Asylbewerberunterkünften die gleichen Regeln wie aktuell überall in Bayern. Markus Roth, Pressesprecher der Regierung der Oberpfalz, sagt: „Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Asylunterkünften gelten in Bezug auf das Corona-Virus dieselben Ausgangsbeschränkungen wie für alle anderen Bewohner Bayerns.“ Auf dem Gelände der jeweiligen Einrichtungen können sich die Bewohner demnach analog zu einer „Wohnung“ frei bewegen. Außerdem habe die Unterkunftsverwaltung gleichzeitig ein Auge darauf, dass soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden und der Mindestabstand von 1,5 Metern in Gemeinschaftsräumen und auf Freiflächen der Einrichtungen gewahrt wird. Über die Ausgangsbeschränkung sowie insbesondere die empfohlenen Verhaltensweisen und Hygieneregeln wurden und werden die Bewohner wiederholt informiert und aufgeklärt, wie Markus Roth weiter erklärt. Das funktioniere zum Einen über Gespräche, zum Anderen aber auch durch Aushänge und Flyer in verschiedenen Sprachen.

Leserfragen

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Doch was passiert, wenn es einen bestätigten Coronafall innerhalb einer Asylunterkunft gibt?

„Wird eine Person positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet, kommt diese in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt, je nach Schwere der Symptome, in häusliche Quarantäne“, erklärt Markus Roth. Das heißt: Die infizierte Person beziehe einen abgeschlossenen Bereich innerhalb einer Unterkunft. Sollte die Krankheit mit schweren Symptomen verlaufen, wird der Infizierte in einer Klinik versorgt.

Für Kontaktpersonen gelte laut Roth das Gleiche: Auch sie kommen in Quarantäne. „Hier kommt dasselbe Vorgehen zum Tragen, wie für alle anderen Bewohner Bayerns“, erklärt der Regierungssprecher.

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