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Innenstadt

Countdown für den Umbau läuft

In gut drei Wochen beginnt die Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße. Die Autofahrer in Schwandorf müssen sich umstellen.
Von Hubert Heinzl

Die Autofahrer müssen sich in Schwandorf an eine neue Verkehrsführung gewöhnen. Foto: Heinzl
Die Autofahrer müssen sich in Schwandorf an eine neue Verkehrsführung gewöhnen. Foto: Heinzl

Schwandorf. Nach jahrelanger Diskussion und monatelanger Vorberatung werden an der Friedrich-Ebert-Straße bald Nägel mit Köpfen gemacht: Am Montag, 7. Mai, startet an der Schwandorfer Einkaufsmeile die Umbauphase für den ersten Bauabschnitt, der vom Eingang zum Marktplatz bis etwa zur Einmündung der Berggasse reicht.

Bis zum November, wenn die Arbeiten auf diesem Teilstück abgeschlossen sein sollen, müssen sich Anwohner, Geschäftsleute und Autofahrer in Geduld fassen. Der Lohn: eine bessere Aufenthaltsqualität in der Geschäftsstraße – so zumindest die Vision von Planern, Politikern und Verwaltung und die Hoffnung der Bürgerinnen und Bürger.

Vergaben in der Stadtratssitzung

Bei der Stadtverwaltung laufen zurzeit noch die letzten Vorarbeiten, bevor die Sanierung beginnt. Ein wichtiger Termin ist die Stadtratssitzung am Montag, 16. April, wenn das Kommunalparlament die Arbeiten für Umbau und Sanierung vergeben wird. Den Zuschlag für den Straßenbau hat bereits eine Firma aus der Region bekommen. Namen nannte die Stadtverwaltung aber bislang nicht. Spätestens bis zum 20. April soll auch die geplante Bürgerinfo in den Briefkästen landen, die laut City-Manager Roland Kittel demnächst in Druck geht. Für betroffene Anwohner, Mieter oder Gewerbetreibenden wird es nach seinen Worten eine eigene Informationsveranstaltung geben, die aber noch nicht endgültig terminiert ist. Sie können sich zudem während der Umbauphase einmal pro Woche an einem festen Termin mit ihren Anliegen an die Verwaltung wenden. „Vor Ort und möglichst auf dem kleinen Dienstweg“ soll ihnen laut Kittel geholfen werden.

Für die Autofahrer aus Schwandorf und Umgebung beginnt die Umstellungsphase schon vor dem 7. Mai. „Eine gute Woche vor dem Stichtag“, voraussichtlich am Freitag, 27. April, soll nach den Worten des City-Managers rund um die Friedrich-Ebert-Straße eine geänderte Verkehrsführung gelten. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herauszuhalten und möglichst auf eine Umfahrung vom Wendelinplatz über Pesserlstraße, Bahnhofsplatz, Ettmannsdorfer und Naabuferstraße Richtung Amberg oder Fronberg zu leiten.

„Die Autofahrer sollen sich an die Verkehrsführung gewöhnen können.“

Roland Kittel, City-Manager Schwandorf

In der Innenstadt gelten dann drei Neuerungen, die die Autofahrer künftig beachten müssen. Regelung Nummer eins: Die Breite Straße wird zur Einbahnstraße, die nur noch Richtung Bahnhofstraße befahren werden kann. Regelung Nummer zwei: Die Postgartenstraße ist aus beiden Richtungen befahrbar, aber nur bis zur Paststraße, in die der Verkehr mündet. Neuerung Nummer drei: Die Bahnhofstraße wird bis zum Schlesierplatz zur Einbahnstraße, die nur in Richtung Bahnhof befahren werden kann. Erst ab Montag, 7. Mai, ist dann die Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr durchgehend befahrbar. „Wir wollen eine Art schleichenden Übergang, damit sich die Autofahrer an die neue Verkehrsführung gewöhnen können“, sagt der City-Manager. Wichtig für Geschäftsleute und Anwohner: Der Marktplatz ist von der Naabuferstraße auch während der Umbauphase erreichbar. Und die in die Friedrich-Ebert-Straße einmündende Berggasse, Spitzberg- und Weinbergstraße bleiben für Anlieger auch in Zukunft frei.

Eine Grafik zur veränderten Verkehrsführung finden Sie hier:

Um die Beeinträchtigungen durch den Umbau abzufedern, ist nach den Worten von Roland Kittel ein umfangreiches „Baustellenmarketing“ geplant. Los geht es bereits vor dem Umbau, am verkaufsoffenen Sonntag, 5. Mai. „Wir wollen diesen besucherstarken Tag nutzen, um unsere Informationen zu streuen“, sagt der City-Manager. Geplant ist deshalb neben dem üblichen Angebot auch ein „Familienprogramm rund um das Thema Baustelle“, wie Kittel informiert. Dabei soll den Besuchern auch gezeigt werden, wie die Friedrich-Ebert-Straße nach dem Umbau einmal aussehen wird; „es wird eine entsprechende Visualisierung geben“, verspricht der City-Manager.

Neu: ein „Baustellenpass“

Für die Umbauphase wollen Stadt und Geschäftsleute einen sogenannten „Baustellenpass“ einführen. Der funktioniert nach Art der früheren Rabattmarken, nur um einiges attraktiver: Die Geschäfte geben einen kleinen Pass mit Feldern aus, für die es nach einem Einkauf im Wert von mehr als zehn Euro einen Stempel gibt. „Und ist die Karte voll, gibt es dafür einen Schwandorf Zehner als Dreingabe“, so Kittel. Der „Schwandorf Zehner“ wiederum kann in zahlreichen Geschäften eingelöst werden – und so weiter, und so fort. „Dazu kommen natürlich all jene Geschichten, die sich die Einzelhändler individuell einfallen lassen“, sagt der City-Manager.

Noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist die Idee, die Friedrich-Ebert-Straße mit künstlerischen Mitteln in den Fokus zu rücken. Geplant ist laut Roland Kittel, in leerstehenden Geschäftsräumen Kunstausstellungen zu veranstalten. „Kunst auf Zeit“ könnte auch das Motto von Aktionen sein, bei denen Straßenabschnitte vorübergehend mit Graffiti gestaltet werden. „Aber wir müssen schauen, was davon umsetzbar sein wird“, bremst der City-Manager die Erwartungen.

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Die Umbauphase

  • Start:

    Am Montag, 7. Mai, beginnt der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße im Abschnitt vom Marktplatz bis etwa zur Einmündung der Berggasse. Die Bauarbeiten sollen bis zum November dieses Jahres andauern.

  • Neue Verkehrsführung:

    Während des Umbaus wird die Breite Straße zur Einbahnstraße (Richtung Bahnhofstraße), ebenso die Bahnhofstraße bis zum Schlesierplatz (Richtung Bahnhof). Die Postgartenstraße ist in beiden Richtungen bis zur Paststraße befahrbar, in die der Verkehr einmündet. Diese Verkehrsregelung wird voraussichtlich am 27. April eingeführt. Ab 7. Mai ist die Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr durchgängig befahrbar.

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