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Kommunalwahl

CSU holt auch die Mehrheit im Stadtrat

Die Teublitzer CSU wird künftig elf Sitze haben, die SPD acht und die Unabhängigen Wähler einen Sitz. Bürgermeisterin Steger ist „überwältigt“.
VON WERNER ARTMANN

In der Wahlnacht am Sonntagabend verfolgten die Stadtrats- und Bürgermeisterkanididaten der verschiedenen Parteien gemeinsam die Auszählung der Ergebnisse. Foto: bat

Teublitz.Die CSU ist der Gewinner der Kommunalwahl in Teublitz. Nachdem feststand, dass die bisherige Bürgermeisterin Maria Steger mit fast 70 Prozent weiter für sechs Jahre dieses Amt ausüben kann, holte sich die CSU auch einen der vor sechs Jahren verlorenen Stadtratssitze wieder zurück. Verlierer der Kommunalwahl in Teublitz ist die SPD, die aufgrund der Wahlergebnisse einen Sitz an die CSU und einen Sitz an die erstmals kandidierenden Unabhängigen Wähler abgeben musste. Dadurch kann Bürgermeisterin Maria Steger mit ihrer Stimme auf eine absolute Mehrheit mit insgesamt zwölf Stimmen im Teublitzer Stadtrat zurückgreifen.

Wahlleiter Franz Härtl konnte am Sonntagabend gegen 22 Uhr das vorläufige Ergebnis der Wahl des Stadtrates bekanntgeben. Die Zahl der Stimmberechtigten für die Stadtratswahl betrug 6058 (im Jahre 2008 5913), die Zahl der Wähler 4069 (4244), die Zahl der gültig abgegebenen Stimmen 74 840 (76 640) und ungültige Stimmzettel waren es 87 (109). Aufgeteilt auf die Parteien erhielt die CSU 39 390 (39 847), die SPD 30 326 (36 793) und die Unabhängigen Wähler 5124. Aufgrund dieser Konstellation entfielen auf die CSU elf Sitze, auf die SPD acht Sitze und auf die UW ein Sitz.

Nachrücker für Bürgermeisterin Maria Steger auf der Stadtratsliste ist der Zwölftplatzierte Sven Sander (CSU) mit 1590 Stimmen. Die SPD dürfte wohl Stimmen an die Unabhängigen Wähler abgegeben haben; sie verlor über 6000 Stimmen. Auch die CSU verlor gegenüber 2008 rund 500 Stimmen.

Neu in den Stadtrat rücken von der CSU deren Ortsvorsitzender Michael Muck mit 2099 Stimmen, Thomas Beer mit 1947 Stimmen, Christian Hintermeier mit 1741 Stimmen und als Zwölfter Sven Sander ein. Den 13. und 14. Platz auf der CSU-Stadtratsliste teilen sich mit Stimmengleichheit von 1438 Georg Fleischmann und Svenja Wilhelm, die somit erste Nachrücker sind. Einen gewaltigen Sprung nach vorne machte mit 3914 Stimmen (2650) der bisherige 2. Bürgermeister Robert Wutz, der auch wieder erster Kandidat für diesen Posten sein wird. Auf dem dritten Platz folgte mit 2756 (3280) Stimmen Dr. Thomas Brandl und auf Platz vier der Saltendorfer Georg Beer mit 2521 (2441) Stimmen.

Auf Platz fünf kam die Nachrückerin in der letzten Stadtratsperiode, Christine Fischer, mit 2391 (1436) Stimmen, gefolgt von CSU-Fraktionssprecherin Saskia Wilhelm-Dorn mit 2288 (1899), Michael Muck, Thomas Beer, Benjamin Liebl, Christian Hintermeier, Ernst Pöllmann und Sven Sander. Von Platz 19 aus gestartet kam Ernst Pöllmann mit 1610 (2234) Stimmen auf den elften Platz.

Bei der SPD haben es auf Anhieb die erstmals kandidierenden Mitglieder Frank Pabst, Platz fünf mit 2099 Stimmen, Andreas Bitterbier auf Platz sieben mit 1810 Stimmen und Andreas Ferstl auf Platz acht mit 1645 Stimmen in den Stadtrat geschafft. Nicht mehr vertreten in der SPD-Stadtratsfraktion sind Ferdinand Gürtler und Gerhard Meßmann sowie der nicht mehr kandidierende Xaver Detter.

Die meisten Stimmen holte sich der SPD-Bürgermeisterkandidat Alfred Gawinowski mit 2654, gefolgt von Matthias Haberl mit 2477 Stimmen, Romy Hermann-Reisinger mit 2382 Stimmen und Franz Pfeffer mit 2351 Stimmen. Dann folgen die drei Neulinge und dazwischen Renate Frey-Forster mit 1975 Stimmen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich bei der Auszählung der Unabhängigen Wähler deren Sprecher Markus Frey (724) und der frühere FW-Stadtrat Franz Pretzl (732). Mit den letzten Wahlergebnissen schob sich Pretzl mit nur acht Stimmen an Frey vorbei und zieht nun für die UW in den Teublitzer Stadtrat ein.

Bürgermeisterin Maria Steger zeigte sich immer noch ganz überwältigt von ihrem tollen Ergebnis und dem guten Ergebnis der Stadtratswahl. „Wir werden unser Bestes zum Wohle unserer Bürger und unserer Stadt geben und hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit des gesamten Stadtrats“, sagte Steger zur MZ.

CSU-Ortsvorsitzender Michael Muck sagte , dass die Stadtratswahl neben der Bürgermeisterwahl seine Erwartungen weit übertroffen hätte. Mit dieser Mehrheit könne die CSU mit ihrer Bürgermeisterin gut regieren. „Die Wähler haben mit diesem Wahlergebnis die Arbeit der CSU in den letzten sechs Jahren honoriert.“

SPD-Ortsvorsitzende Romy Hermann-Reisinger stellte fest, dass das Stadtratsergebnis nicht zufriedenstellend sei und man sich aufgrund der guten Oppositionsarbeit mehr Sitze im Stadtrat erwartet hätte. „Nun heißt es, nach vorne zu schauen, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und auch weiterhin eine gute Oppositionspolitik zu machen.“ Es lägen nun große Aufgaben vor dem neuen Gremium, die es gemeinsam anzupacken gelte.

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