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Energie

CSU kritisiert die Erdverkabelung

Der Arbeitskreis Energiewende fordert, dass nicht die Interessen „einiger Weniger“ im Fokus stehen dürften.

Zwei Prototypen für Erdkabel mit drei Adern liegen unter einer Hochspannungsleitung. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Zwei Prototypen für Erdkabel mit drei Adern liegen unter einer Hochspannungsleitung. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Schwandorf.Vor kurzem erörterte die Vorstandschaft des CSU-Arbeitskreises Energiewende in Klardorf die Thematik „Erdverkabelung des Ostbayernrings“. Ausgangspunkt für die Betrachtungen war eine Erdverkabelung von etwa zehn Kilometer Länge rund um Schwandorf. Mit den Zusatzkosten für die Erdverkabelung könne man auch 100 neue Einfamilienhäuser bauen.

In einer Zeit, wo der Flächenfraß gesellschaftliches Diskussionsthema sei, solle man auch nicht vergessen, dass für den Übergang der Freileitung auf Erdkabel und für die Kompensationsanlage die Fläche von zehn Grundstücken benötigt werde. Die besondere Komplexität bei Wechselstrom gehe speziell bei einer Erdverkabelung mit einem erheblichen zusätzlichen Energieverlust einher. Zum Ausgleich für die Verluste muss dann an anderer Stelle eine großes Windrad Strom erzeugen. Auch im Betrieb entstünden zusätzliche Kosten, etwa für die Kompensation der Verlustleistung, für Reparaturen und die kurze Lebensdauer einer Erdverkabelung (ca. 30 bis 40 Jahre), heißt es in einer Pressemitteilung des CSU-Arbeitskreises Energiewende.

Der jetzige Ostbayernring sei schon 45 Jahre in Betrieb und müsse nicht wegen seines Alters, sondern wegen seiner begrenzten Kapazitäten erneuert werden. Der Arbeitskreis kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Erdverkabelung die nachvollziehbaren Interessen einiger Weniger mit den Interessen einer Mehrheit kollidierten. Der Vorteil für die einen dürfe aber nicht zum Nachteil für die anderen sein.

Lesen Sie mehr: In den Koalitionsverhandlungen haben der CSU-Wahlkreisabgeordnete Karl Holmeier und die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder als betroffene Abgeordnete das sensible Thema „Erdverkabelung des Ostbayernringes im Raum Schwandorf“ in Erinnerung gerufen.

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