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CSU spricht über Kunst in Neunburg

Den Musikschulen galt ein Beitrag des Gesprächsabends der CSU in Neunburg. Minister Sibler versprach, sich dem anzunehmen.
Von Ralf gohlke

Landrat Thomas Ebeling, MdL Alexander Flierl, Staatsminister Bernd Sibler, die CSU-Fraktionsvorsitzende Martina Engelhardt-Kopf, Bürgermeister Martin Birner und CSU-Ortsvorsitzender Thomas Albang (v. li. ) begleiteten den Gesprächsabend in Neunburg.  Foto: Ralf Gohlke
Landrat Thomas Ebeling, MdL Alexander Flierl, Staatsminister Bernd Sibler, die CSU-Fraktionsvorsitzende Martina Engelhardt-Kopf, Bürgermeister Martin Birner und CSU-Ortsvorsitzender Thomas Albang (v. li. ) begleiteten den Gesprächsabend in Neunburg. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg v. Wald.Kunst und Kultur sind wichtige Beiträge dafür, die Toleranz in der Gesellschaft zu fördern. Diese These unterstrich der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, bei einem öffentlichen Gesprächsabend am Donnerstag im Gasthaus Sporrer. Hierzu hieß der CSU Kreisvorsitzende und MdL Alexander Flierl vor allem zahlreiche Verantwortliche aus den Bereichen Museen, Festspiele, Heimatpflege und musikalische Bildung willkommen.

„Kunst und Kultur tragen zu einem lebens- und liebenswerten Wohnumfeld bei“, unterstrich Flierl, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass diese im ländlichen Bereich häufig ehrenamtlich getragen würden. Schon daraus ergäben sich Gesprächsthemen zu vielen Handlungsfeldern. Landrat Thomas Ebeling ergänzte die Ausführungen durch einen Hinweis auf die wertvolle Arbeit der Kreisheimatpfleger und die finanzielle Unterstützung aus dem Ministerium.

Gemeinsame Lösung finden

Kunstminister Bernd Sibler würdigte zunächst die positive Entwicklung Neunburgs als Industrie- und Standort einer starken Landwirtschaft. Zu letzterer merkte er an: „Die Technik in der Landwirtschaft ist nicht das Problem, sondern die Lösung.“ Deutlich sprach er sich in allen Bereichen für ein Miteinander statt eines Gegeneinanders aus.Was sein Ministerium betraf, betrachtete er es als die wichtigste Aufgabe, das zu fördern, was den Menschen eigentlich zum Menschen mache. Als Beispiel nannte er die Büchereien als wichtige Orte zur Vermittlung von Kultur. Ebenso gehöre das flächendeckende Angebot musikalischer Aktivitäten dazu.

Kurzbiografie

  • Die Person:

    Bernd Sibler wurde am 19. Februar 1971 in Straubing geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er hat ein Studium für das Lehramt Deutsch und Geschichte für Gymnasien abgeschlossen.

  • Politik:

    Nach einigen Jahren als Staatssekretär wurde Sibler im März 2018 Minister für Unterricht und Kultus und wechselte im November 2018 ins Amt des Ministers für Wissenschaft und Kunst.

Junge Menschen lernten beim gemeinsamen Musizieren im Chor oder im Ensemble, dass es im Sinne des Wortes wichtig sei, aufeinander zu hören, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. In Bezug auf die Ankündigung des Verbandes der Musikschulen, der Musikschule Neunburg ihren Titel abzuerkennen, war sich Minister Sibler sicher, eine Fristverlängerung für die Umstrukturierung sollte möglich sein. Eben weil Musikerziehung so wichtig sei, sagte er deutlich: „Deshalb suchen wir gemeinsam nach guten Lösungen, fest versprochen und zugesagt!“

Ein wichtiges Ziel von Kunst und Kultur sei es durchaus, zu provozieren. Dadurch seien die Menschen gezwungen, zusammen zu kommen und zu diskutieren. Darum sei es ebenso wichtig, dass sich Menschen in Kunst und Kultur ausdrücken können. „Ins Reden kommen, ist basisdemokratisch enorm wichtig“, betonte Staatsminister Sibler.

Weiche Standortfaktoren

So streifte er den Bereich der Theater, in denen künftig die Themen Ökologie und Umwelt sicher vermehrt eine Rolle spielen werden. Auch die Bereiche in der darstellenden Kunst und in der Lyrik seien ein wichtiger Faktor, um Toleranz in der Gesellschaft zu fördern und zu entwickeln, war Sibler überzeugt. Zusammenfassend listete er noch einmal die Fördermittel im siebenstelligen Bereich auf, die allein für Projekte in den Städten und Gemeinden des Landkreises im Vorjahr aufgewendet wurden. Kunst und Kultur hätten nicht nur in den großen Städten ihre Berechtigung, sondern seien ein wichtiger Teil der „weichen Standortfaktoren“ im ländlichen Raum.

Lokalpolitik

Wo CSU und SPD zusammen Wahlkampf machen

In Schwarzhofen regiert seit zwölf Jahren eine „GroKo“. Für die anstehende Wahl planen die Parteien eine gemeinsame Kampagne.

Nach Wortbeiträgen von Musikschulleiterin Bärbel Nutz und Heimatpfleger Theo Männer setzte sich der Minister an den Tisch der Musikpädagogen, um sich noch einmal intensiv über die Problematik zu informieren.

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