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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. Juli 2018 27° 1

Investition

Dach und Fenster werden neu

Die Gemeinde Dieterskirchen packt die Sanierung ihres Rathauses an. Der Schwerpunkt liegt auf Energiesparen.
Von Ralf Gohlke

Das Dieterskirchener Rathaus wird heuer dank Kommunalen Investitionsprogramm vor allem energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Foto: ggo
Das Dieterskirchener Rathaus wird heuer dank Kommunalen Investitionsprogramm vor allem energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Foto: ggo

Dieterskirchen.2015 hat der Bund ein Sondervermögen „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden und Gemeindeverbände aufgelegt. Der Bayerische Ministerrat beschloss, die auf Bayern entfallenden Mittel für Projekte der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude und Einrichtungen sowie Vorhaben des Barriereabbaus und des Städtebaus in einem eigenen Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) zu verwenden.

Dieterskirchen hatte 2016 dazu die Sanierung des Rathauses beantragt. Bei der Mittel-Zuweisung blieb allerdings nur die energetische Sanierung übrig, die Barrierefreiheit blieb auf der Strecke.

Besser Gehsteige absenken

Bürgermeister Hans Graßl Foto: ggo
Bürgermeister Hans Graßl Foto: ggo

„Dass das jetzt mit dem Außenaufzug nichts wird, empfinde ich als nicht so tragisch“, erklärte Bürgermeister Hans Graßl im Gespräch mit unserem Medienhaus. Dass jemand aus diesem Grund nicht in seine Sprechstunden kommen konnte, habe er in 20 Jahren Amtszeit nur einmal erlebt. In einer so kleinen Gemeinde bestehe immer die Möglichkeit, im Bedarfsfall einen Hausbesuch zu machen. Gehsteige abzusenken sei diesbezüglich sinnvoller.

„Dass das jetzt mit dem Außenaufzug nichts wird, empfinde ich als nicht so tragisch.“

Bürgermeister Hans Graßl

Etwas komplizierter sei das bei Hochzeiten gewesen, wo schon mal der eine oder andere Rollstuhlfahrer dabei gewesen sei. „Aus dem Grund haben wir einen Vertrag mit der Pfarrei geschlossen, der es uns ermöglicht, das Pfarrheim als zweites Trauzimmer zu nutzen“, stellte Graßl fest. Noch vor dem Jahreswechsel hatte der Gemeinderat den Umfang der Sanierungsarbeiten auf der Basis der Planung durch das Architekturbüro Steidl einstimmig beschlossen und daraufhin die Förderzusage erhalten. Wegefallen sei in diesem Zusammenhang auch die ursprünglich angedachte Isolierung der gesamten Außenfassade.

Gasheizung noch gut

Das Ingenieurbüro habe anhand der relativ geringen Nutzungszeiten des Sitzungssaales errechnet, dass die Wärme wegen der dicken Wände überhaupt nicht bis nach Außen vordringen würde. Folglich läge der Schwerpunkt in den Fensterlaibungen und bei den Fenstern selbst. Hier folgte der Rat der Anregung des Architekten, die alten Holzfenster durch solche mit Aluminium-Holzrahmen ersetzen zu lassen.

Wo echter Bedarf bestünde, sei beim bislang völlig ungedämmten Dach. Hier werde der größte Nutzen erwartet. Dazu müsse das Dach abgedeckt und die Dachkonstruktion etwas angehoben werden, erläuterte Bürgermeister Graßl. Dies wiederum erfordere eine Anpassung der Einblechungen und Regenrinnen.

Beteiligte Firmen

  • Die Baumeisterarbeiten

    übernimmt die Firma Hampel, Pösing, während die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten an Holzbau Hasl, Bodenwöhr, gingen.

  • Weitere Beteiligte

    sind Wackersdorfer Gerüstbau, Schreinerei Ellmann, Blaibach, Naturstein Flöttl & Sohn und Spenglerei Hösl Sanitär, beide Oberviechtach.

Weitere Arbeiten seien einige Ergänzungen zum Brandschutz, eine Anpassung der Höhe des Treppengeländers an die Normstandards für öffentliche Gebäude sowie die Verblendung des Sockelbereiches mit Granit. „Zug um Zug“ solle die Umstellung der Beleuchtung auf LED erfolgen. In Sachen Heizung habe eine Kosten-Nutzen-Analyse ergeben, dass dort kein Handlungsbedarf bestehe.

Nachdem am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung die Vergabe der zahlreichen Einzelgewerke erfolgt ist, nannte Hans Graßl als nächsten Schritt, die Erstellung eines Bauzeitenplans mit dem Architekten und den Firmen. „Der Kostenrahmen von 289 000 Euro konnte eingehalten werden“, sagte der Bürgermeister, obwohl man bei alten Gebäuden vor Überraschungen nie sicher sein könne. Mit dem Baubeginn rechnete er nach derzeitigem Stand im Frühjahr.

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