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Bildung

Das BSZ begeisterte die Freien Wähler

Der Kultusminister besichtigte das Schwandorfer „Vorzeige-Berufsschulzentrum“. Es gibt sogar ein digitales Klassenzimmer.
Von Johannes Hartl

Kultusminister Michael Piazzolo (links) und die Abgeordneten informierten sich bei den Schülern. Foto: Johannes Hartl
Kultusminister Michael Piazzolo (links) und die Abgeordneten informierten sich bei den Schülern. Foto: Johannes Hartl

Schwandorf.Kultusminister Michael Piazolo sparte nicht mit Lob, als ihn die Mittelbayerische nach seinen Eindrücken fragte. Von einem „Vorzeige-Berufsschulzentrum“ sprach der Politiker, ja von einem „unglaublichen Aufbruch“, den die Schule durch die Generalsanierung erlebe. Dank einer „exzellenten Ausstattung“ könne den Schülern eine „praxisnahe Ausbildung“ geboten werden, sagte der Minister und betonte den hohen Stellenwert, den die Freien Wähler (FW) der beruflichen Bildung beimessen. „Das ist eine Win-win-Situation für den Landkreis.“

Adressat dieser lobenden Worte war das Berufliche Schulzentrum Schwandorf, das die Landtagsfraktion der FW im Zuge ihrer Klausurtagung in Schwarzenfeld am Donnerstag besuchte. Neben etlichen Landtagsabgeordneten gehörten zu der Delegation auch Minister und Staatssekretäre. Verteilt auf mehrere Gruppen erkundeten diese die Schule, informierten sich dort über die Automatisierungstechnik oder über die rechnergestützte Fertigung – aber auch über die Beschulung derjenigen Schülerinnen und Schüler, denen das Leben nicht immer so gut mitgespielt hat.

Soziales

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Uschi Maxim und Sylvia Sollfrank unterstützen Flüchtlinge an der Berufsschule Schwandorf. Ihr Leitfaden ist das Grundgesetz.

In den JoA-Klassen etwa bekamen die Abgeordneten einen Eindruck davon, wie Lehrkräfte Schüler ohne Ausbildungsplatz auf das Berufsleben vorbereiten. Mit dem Projekt „Reset“ ist das BSZ hier ein klarer Vorreiter. Unter diesem Namen läuft nämlich ein Modellversuch, der die JoA-Beschulung insgesamt weiterentwickeln soll. Vor allem die personalen und sozialen Kompetenzen stehen dabei im Mittelpunkt, kommen viele Schüler doch aus problematischen Verhältnissen, wie der zuständige Lehrer Werner Nagler erklärte.

Besonders der Umgang mit der Digitalisierung stieß bei der Delegation auf Begeisterung, das BSZ sei mithin Vorreiter. Und tatsächlich: Während der Tour spielte die digitale Technik fast überall eine tragende Rolle. Selbst ein digitales Klassenzimmer der Automobilkaufleute konnten die Abgeordneten besichtigen.Eine digitale Tafel und die Möglichkeit, dass Schüler ihre eigenen Geräte mitbringen können, ermöglichen dort ein völlig neues Arbeiten.

Das BSZ

  • Standorte:

    Das BSZ verteilt sich auf die Standorte Schwandorf, Oberviechtach, Nabburg und Neunburg vorm Wald; außerdem gibt es noch die FOS/BOS Schwandorf und die Wirtschaftsschule in Wackersdorf, die aber einen eigenen Schulleiter haben.

  • Zahlen:

    129 Lehrer gibt es im Bereich der Berufsschule. Sie unterrichten mehr als 3000 Schüler in elf verschiedenen Fachrichtungen.

Auch Schulleiter Dr. Josef Most war mit dem Besuch sichtlich zufrieden. Die Abgeordneten seien sehr positiv gegenüber der beruflichen Ausbildung eingestellt, lobt er. Wichtig sei, dass die Schule bei der Technik immer vorangehe, um so die Schüler optimal vorzubereiten. Als Anregung hat Most der Gruppe nur einen Wunsch mit auf den Weg gegeben: Dass sich die Situation bei der mobilen Reserve verbessert. Bislang müssen Stunden manchmal ausfallen, wenn Lehrer aus einem Bereich länger erkranken, wo es nur wenige Kollegen gibt – eben weil nicht genug mobile Reserven zur Verfügung stehen, die einspringen. „Wenn das greifen würde, wäre das ein enormer Gewinn“, so Most.

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