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Region Schwandorf
Sonntag, 23. September 2018 22° 6

Lokalpolitik

Das DFB-Kleinspielfeld wird verlegt

Der neue Standort liegt neben dem Kunstrasenplatz des Burglengenfelder Sportzentrums. Auch die Skater sollen dorthin ziehen.
Von Josef Schaller

Mitglieder des Bauausschusses (links Bürgermeister Gesche) bei der Suche nach einem geeigneten neuen Platz für das DFB-Kleinspielfeld. Foto: Schaller
Mitglieder des Bauausschusses (links Bürgermeister Gesche) bei der Suche nach einem geeigneten neuen Platz für das DFB-Kleinspielfeld. Foto: Schaller

Burglengenfeld.Die Verlegung des DFB-Kleinfeldspielfeldes und der Skateranlage im Naabtalpark, die Aufstellung des Bebauungsplans, die Anschaffung einer neuen Drehleiter für die FF Burglengenfeld und eine Querungshilfe waren die Schwerpunkthemen bei der Bauausschuss-Sitzung am Mittwochabend. Bei den ausgearbeiteten Empfehlungen für den Stadtrat herrschte bei den Fraktionen große Einigkeit. Ein Vertreter der BWG war bei der Sitzung nicht anwesend.

Vandalismus und Vermüllung hatten den Stadtrat schon im vergangenen Jahr dazu bewogen, über eine Verlegung des DFB-Kleinfeldspielfelds und der angrenzenden Skateranlage nachzudenken und das Gelände hinter dem Kunstrasenplatz beim Schul- und Sportzentrum als neuen möglichen Standort favorisiert. Es war sogar für dieses Vorhaben ein rechtskräftiger Bebauungsplan erstellt worden. Anregungen aus der Bevölkerung über alternative Standorte hatten den Bauausschuss nun aber dazu veranlasst, das Thema nochmals aufzugreifen und über alternative Standorte am Galgenberg sowie im Baugebiet Augustenhof Südhang IV nachzudenken.

Die Ausschussmitglieder sprachen sich nach einer Besichtigungstour erneut für den bereits favorisierten Standort im Schul- und Sportzentrum aus. Die Anlage dort anzusiedeln, sei eine sinnvolle Ergänzung der bereits dort bestehenden Sport- und Freizeitanlage, und sie sei gut einsehbar, da die Kunstrasenfläche nebenan jeden Tag von anderen Sportlern genutzt werde, so die beteiligten Stadträte.

„Es ist der bestmögliche Standort“, war man sich einig. Eine Verlegung auf den Galgenberg würde zwar das dortige Erholungsgebiet aufwerten. Anwohner würden aber möglicherweise durch einen erhöhten Lärmpegel beeinträchtigt werden. Die Mittel für die Verlegung und den Neubau sind bereits im aktuellen Haushalt eingeplant.

Sozialwohnungen geplant

Auch beim Thema „Aufstellung eines Bebauungsplans Hussitenweg III“ war man sich im Ausschuss einig. Am 7. Februar 2018 war der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst und danach die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt worden. Vonseiten der Grundstückseigentümer in der Nachbarschaft wurde der geplante Bau von sieben Mehrfamilienhäusern kritisch gesehen. Sie hatten diese als Sozialwohnungen betrachtet und sich deshalb in ihren Eigentumsrechten verletzt gefühlt.

Für den „Hussitenweg III“ gab der Bauausschuss grünes Licht. Foto: Schaller
Für den „Hussitenweg III“ gab der Bauausschuss grünes Licht. Foto: Schaller

Obwohl der Bebauungsplan keine Sozialwohnungen vorsieht, wird beabsichtigt, die vom Stadtrat beschlossene 10-Prozent-Regelung umzusetzen. Dies würde bei insgesamt 128 Wohnungen zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohneinheiten entsprechen. Aus Sicht der Verwaltung sei dies durchaus verträglich und könne nicht als Verletzung der Eigentumsrechte deklariert werden. „Sozialer Wohnungsbau ist ein Allgemeininteresse, das vor dem privaten Interesse steht“, so Stadtbaumeister Franz Haneder. Jedoch wurden aus Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft und aus lärmschutztechnischen Gründen im Sinne einer besseren städtebaulichen Gesamtsituation die beiden vorgesehenen Mehrgeschossbauten in der ersten Parzelle entgegen den ersten Planungen gedreht.

Kein weiterer Kreisverkehr

Durch den „Hussitenweg III“ wird es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Umgehungsstraße kommen. Am besten wäre die Zufahrt über einen weiteren Kreisverkehr zu regeln, ist CSU-Stadtrat Thomas Hofmann überzeugt. Geplant ist aber lediglich eine Linksabbiegespur.

In Anbetracht einer möglichen Weiterführung der Umgehungsstraße werde von einem weiteren Kreisverkehr abgesehen, so Haneder. Die Umgehungsstraße sei zwar Eigentum der Stadt, habe aber überörtlichen Verkehrsbeziehungscharakter. Deswegen seien verkehrsplanerische Richtlinien einzuhalten und mit der Verkehrsbehörde beim Landratsamt abzustimmen. Eine kurze Aufeinanderfolge von Kreisverkehren sei weder sinnvoll noch wünschenswert.

Neben dem bereits bestehenden Kreisverkehr bei der Zufahrt zum Naabtalpark ist zudem im Zusammenhang mit der Erweiterung des Naabtal-Centers ein weiterer „Kreisel“ im Bereich der Umgehungsstraße vorgesehen. Auch Sebastian Bösl (SPD) bezeichnete einen Kreisverkehr als beste Lösung. Die Abstandsregelung sei ein rein formales Argument, das mit Verkehrssicherheit nichts zu tun habe. Hans Glatzl (BFB) sprach sich ebenfalls gegen eine Linksabbiegespur aus.

Die geplante Querungshilfe in der Kallmünzer Straße, die im Rahmen der Erschließung eines neuen Baugebiets entstehen soll, wird sich verzögern. Zusätzliche Gespräche und Planungen zu Lärmschutzmaßnahmen wegen des angrenzenden Gewerbegebiets seien die Ursache, so der Bürgermeister.

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