MyMz
Anzeige

Lokalpolitik

Das E-Carsharing bleibt umstritten

Der Wackersdorfer Gemeinderat beschloss die Teilnahme am Projekt. Die Anschaffung der Ladesäule kostet 8000 Euro.
Von Johann Ippisch

Nach der ersten Ladestation für E-Autos im Innovationspark im November 2013 (hier mit Bürgermeister Thomas Falter und dem damaligen BMW-Standortleiter Thomas Dose) entsteht am Wackersdorfer Rathaus nun eine zweite E-Ladestation sowie die Möglichkeit des E-Carsharings. Foto: sjj
Nach der ersten Ladestation für E-Autos im Innovationspark im November 2013 (hier mit Bürgermeister Thomas Falter und dem damaligen BMW-Standortleiter Thomas Dose) entsteht am Wackersdorfer Rathaus nun eine zweite E-Ladestation sowie die Möglichkeit des E-Carsharings. Foto: sjj

Wackersdorf.Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz will die E-Mobilität in der Region stärker verbreiten und setzt dabei auf Car-Sharing mit E-Autos. Nun gilt es auch die Kommunen mit ins Boot zu nehmen, um das E-Carsharing auf dem flachen Land anbieten und attraktiv machen zu können.

Um das E-Car-Sharing umzusetzen, arbeitet der Zweckverband mit der E-Wald-GmbH Teisnach zusammen. Bei der öffentlichen Sitzung des Wackersdorfer Gemeinderates beschloss dieser mit 10 zu 5 Stimmen mehrheitlich die Realisierung des E-Carsharing in der Gemeinde, wobei die Kosten für die Anschaffung und Errichtung der Ladesäule von 8000 Euro sowie die Stromkosten die Gemeinde übernimmt.

Das E-Car sowie die Ladesäule werden auf dem Parkplatz neben dem Rathaus in der Ringstraße untergebracht. Der Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, Maximilian Köckritz, hatte zu Beginn des Tagesordnungspunktes nochmals kurz das Konzept erläutert. Bei der anschließenden Diskussion wurde das Thema von den Fraktionen unterschiedlich diskutiert, wobei die Kosten für die Gemeinde sowie der Nutzungsgrad des E-Sharing im Vordergrund standen.

Projekt soll ein Jahr laufen

Die Kosten-Belastung hätten einige Gemeinderäte gerne beim Zweckverband gesehen. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz hat beschlossen, das E-Carsharing im ländlichen Raum anzubieten und attraktiv zu machen, so der ZV-Geschäftsführer Köckritz genervt. „Was glauben Sie denn, was den Zweckverband ein Auto im Monat kostet?“, so die Frage an Gerhard Eilers, der die Kosten für Ladesäule und Strom lieber beim Zweckverband gesehen hätte. Das Angebot des Zweckverbandes mit E-Carsharing im ländlichen Raum kann nicht wirtschaftlich sein, so Köckritz weiter.

Das Pilot-Projekt „E-Carsharing“ wurde nach längerer Diskussion gegen die Stimmen der Freien Wählerschaft sowie gegen eine Stimme aus der CSU-Fraktion mehrheitlich genehmigt. Das Projekt soll ein Jahr laufen, danach wird das Ganze nochmals auf den Prüfstand gestellt. Bürgermeister Thomas Falter brachte noch die Deckelung der Stromkostenübernahme auf 5000 Euro im Jahr mit in den Beschluss.

E-Carsharing

  • Umwelt:

    E-Carsharing ist eine ökologische Mobilitätslösung, die umweltfreundliche Elektroautos und Strom aus erneuerbaren Energien kombiniert. Bürger teilen sich ein Fahrzeug, anstatt es dauerhaft anzuschaffen.

  • Kosten:

    Dabei bezahlen sie nur für die genutzte Zeit und müssen weder Versicherungs-, Wartungs-, oder sonstige Betriebskosten übernehmen. Der Strom dafür ist an allen E-WALD Ladestationen gratis.

Nochmals auf den Prüfstand kam die Bauleitplanung Qualifizierter Bebauungsplan „In den Obstwiesen“ im Ortsteil Alberndorf. Nachdem bei der frühzeitigen Auslegung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes zahlreiche Einwendungen, insbesondere von den Nachbarn, eingegangen waren, wurden dem Bauherrn bzw. seinem Architekten vom Gemeinderat Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben.

Die stellvertretende Bauamtsleiterin Elke Mandl-Kimmer erläuterte dem Gremium die Überarbeitung des zwischenzeitlich „qualifizierten“ Bebauungsplanes. So wurde einiges nachgebessert. Der Bauherr hat sein Wohnbauprojekt nun verkleinert. Anstatt der ursprünglich geplanten 18 Wohneinheiten sind es nunmehr 13 Wohneinheiten. Des Weiteren wurde der Immissionsschutz nachgebessert.

Keine Unterwasserscooter

Ein Gutachten zum Verkehrsaufkommen zeigt, dass sich dieses mit der künftigen Wohnbebauung lediglich um drei Prozent erhöht, so Mandl-Kimmer. „Das Ganze geht nun wieder von vorne los!“, so 1. Bürgermeister Thomas Falter, der auf die weitere öffentliche Auslegung des Qualifizierten Bebauungsplanes hinwies, wo die Bürger ihre Bedenken und Anregungen einbringen können. Einstimmig wurde der Qualifizierte Bebauungsplan auf den weiteren Weg gebracht.

Kein Einsehen hatte der Gemeinderat mit dem Antrag einer Tauchschule bzw. des Reisebüros Travel Divers aus Schwarzenfeld, der auf dem Murnersee bzw. Brückelsee das Tauchen mit Unterwasserscootern zulassen sollte. Die Unterwasserscooter bergen ein erhebliches Gefährdungspotential für andere Taucher und Schwimmer, so Hauptamtsleiter Reinhard Schuß. Ein Verbots-Beschluss vom 15. Juni 2016 wird dahingehend noch modifiziert.

Mehr Nachrichten aus Wackersdorf lesen Sie hier.

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten aus der Region bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht