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Region Schwandorf
Dienstag, 21. August 2018 28° 3

Gemeinderat

Das freie Parken hat ein Ende

Auf den vier Parkplätzen am Steinberger See werden jetzt Gebühren erhoben. Verstöße sollen künftig geahndet werden.
Von Max Schmid

Auch der Parkplatz oberhalb des Erlebnisparks „Movin Ground“ am Steinberger See wird nun gebührenpflichtig. Foto: Schmid
Auch der Parkplatz oberhalb des Erlebnisparks „Movin Ground“ am Steinberger See wird nun gebührenpflichtig. Foto: Schmid

Steinberg am See.Die Zeit des kostenlosen und des wilden Parkens rund um den Steinberger See gehört der Vergangenheit an. Der Beschluss des Gemeinderats, auf den vier eigenen Parkplatzätzen Gebühren zu erheben, war einstimmig. Die entsprechende Gebührensatzung wird voraussichtlich in der 33. Kalenderwoche in Kraft treten, damit werden dann auch die Parkgebühren fällig.

Die Gebührenerhebung erfolgt über Parkscheinautomaten, die derzeit aufgebaut werden. Flankierende Maßnahmen sollen sicherstellen, dass sich die Badegäste, die mit dem Auto anreisen, auch an die dann geltenden Regeln halten. Im Laufe der 34. Kalenderwoche wird die kommunale Verkehrsüberwachung den Dienst aufnehmen und rund um den See kontrollieren. Auf allen Straßen rund um den See soll ein eingeschränktes Halteverbot erlassen werden, in Zufahrtsbereichen ein absolutes Halteverbot. Der Parkplatz bei der Erlebnisholzkugel wird nach Auskunft des Pressesprechers der VG, Michael Weiß, erst mit der Eröffnung der Holzkugel freigegeben.

Parkgebühren am Steinberger See: Können Sie diese Entscheidung nachvollziehen?

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Steinberger See

Zeitgleich mit der Erlass der Parkgebührensatzung wurde eine Benutzungssatzung für die Parkplätze erlassen. Demnach ist es unter Androhung einer Geldbuße bis 2500 Euro verboten, auf den Parkplätzen zu lagern oder zu übernachten, offene Feuer zu errichten, gewerbsmäßig Waren und Leistungen aller Art anzubieten und zu verkaufen sowie die Parkplätze mit Wohnmobilen über 3,5 Tonnen, Anhängern, Wohnwagen, Bussen oder Lkw zu benutzen.

Hunde müssen angeleint werden

Die Aktualisierung der „Steinberger Seeordnung“ wurde ebenfalls bei der Sitzung des Gemeinderats beschlossen. Auch hier wird bei Verstößen eine Geldbuße bis zu 2500 Euro angedroht. In der Seeordnung wurde beispielsweise festgelegt, dass Kinder unter sechs Jahren ohne Begleitperson oder betrunkene sowie unter Drogeneinfluss stehende Personen von der Benutzung der Liegewiesen ausgeschlossen sind. Verboten sind auch das Reinigen von Fahrzeugen, das Grillen außerhalb der ausgewiesenen Bereiche, die Errichtung offener Feuerstellen sowie das Aufstellen von Zelten und Wohnmobilen. Zur Verhütung von Gefahren für die Gesundheit der Besucher ist auch das Mitführen von Tieren auf den öffentlichen Liegewiesen nicht erlaubt, Hunde müssen im gesamten Geltungsbereich der Seeordnung angeleint sein.

Diese Kosten fallen für das Parken nun an:

Parkgebühren

  • Geltung:

    Die Gebührenpflicht gilt ab nächster Woche für die Parkplätze an der Erlebnisholzkugel (P 1), am Info-Point (Zufahrt Seepromenade, P 3), bei der Liegewiese am „Movin Ground“ (P 4) und am Parkplatz Südufer (P 5).

  • Gebühren:

    Die Gebühren betragen drei Euro (bis vier Stunden) oder vier Euro (ganztags). Kurzzeittickets gibt es für einen Euro (zwei Stunden) nur auf P 3 und P 5. Jahreskarten kosten 30 Euro.

Bürgermeister Harald Bemmerl begründete die Aktualisierung der Seeordnung mit der zunehmenden touristischen Entwicklung am Steinberger See und dem damit verbundenen Anstieg der Besucherzahlen.

Eine riesige Holzkugel soll künftig Touristen nach Steinberg am See locken:

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Weiterer Tagesordnungspunkt war die Errichtung einer Linksabbiegerspur auf der Industriestraße von Wackersdorf kommend Richtung Staatsstraße 2145 auf Höhe der Abzweigung zur Straße „In der Oder“. Diese Straße ist die Hauptzufahrt zur Wasserskiliftanlage, Adventure-Golf-Anlage, zur Erlebnisholzkugel, zur Segelschule, zum Gasthaus Haller und zum Waldcafé Baumer sowie zu den landwirtschaftlichen Anwesen in Oder.

Dipl.-Ing. Ferdinand Leidner vom Amberger Ingenieurbüro Seuss erläuterte dem Gemeinderat, dass der Rad- und Gehweg, der momentan in die Straße In der Oder einmündet, im Zuge des Baus der Abbiegespur verlegt werden soll. Der Radweg werde vor der Abbiegespur über die Industriestraße auf den gegenüberliegenden Schotterweg geführt, der nach Schwandorf führt. Radfahrer oder Wanderer könnten aber weiterhin direkt über den Seerundweg ihre Runden drehen.

Planungen wurde zugestimmt

Auf Nachfrage der Gemeinderäte Bernd Hasselfeldt und Josef Haller erklärte Leidner, dass landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die von der Staatsstraße kommen, an der Kreuzung das Abbiegen auf den Waldweg, der für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist, durch eine Markierung ermöglicht wird. Der Gemeinderat stimmte den Planungen mit veranschlagten Kosten in Höhe von rund 356 000 Euro zu. Reinhard Schuss, der neue Hauptamtsleiter der VG, stellte sich dem Gremium vor.

Ein Video von den Arbeiten an der Holzkugel sehen Sie hier:

Die Steinberger Holzkugel nimmt Form an

Mehr zum Thema: Die Steinberger klagen schon jetzt über die Verkehrsbelastung an den Wochenenden. Dabei ist die Holzkugel noch gar nicht da.

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