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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. April 2018 24° 1

Infrastruktur

Das Ortsbild ändert sich total

Mit einem symbolischen Spatenstich startete am Dienstag der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Schwarzhofen.
Von Ralf Gohlke

  • Mit schwerem Gerät ist die Firma Seebauer im Abschnitt 1 der Baumaßnahme unterwegs, um termingerecht voranzukommen. Foto: Ralf Gohlke
  • Zu einem symbolischen „Spatenstich“versammelten sich alle am Bau Beteiligten an der Schwarzhofener Ortsdurchfahrt. Foto: ggo

Schwarzhofen. Schon kurz vor dem Osterfest wiesen eine Reihe von Verbots- und Umleitungsschildern auf den bevorstehenden Baubeginn an der Ortsdurchfahrt in Schwarzhofen hin. Mittlerweile sind alle von der Sperrung betroffenen Zufahrten mit Bauzäunen deutlich kenntlich gemacht. Als „Transitweg“ in Richtung Nabburg ist die Staatsstraße 2040 damit definitiv für die kommenden Monate nicht mehr befahrbar. „Die Bauabschnitte sind aber so angelegt, dass der Marktplatz zu jeder Zeit von irgendeiner Richtung her erreichbar ist“, betonte Helmut Seebauer junior vor Ort.

Das Ortsbild wird sich ändern

„Der Start dieser historischen Baustelle bedeutet einen großen Tag für den Markt“, betonte Bürgermeister Maximilian Beer anlässlich des symbolischen Spatenstichs in der Nähe des Marktplatzes.

Es sei nicht alltäglich, dass einer Magistrale durch einen Ort, eine solch grundlegende Veränderung bevorstehe. Mit dieser Maßnahme werde sich das Ortsbild total verändern, und zwar deutlich zum Positiven hin, war er sicher.

In langen Verhandlungen und vielen Planungen seien gute und vor allem nachhaltige Lösungen gefunden worden. Dazu mussten auch Kompromisse eingegangen werden. „Das Projekt wird den Ort puschen, und dass nicht nur durch den Straßenneubau, sondern auch die Gestaltung der Nebenflächen und der angrenzenden Anwesen“, betonte er.

Als ein Beispiel deutete er auf einen „Restbürgersteig“ von wenigen Zentimetern hin oder eine andere Stelle, wo das Fallrohr einer Regenrinne „die Breite des Gehsteiges“ markiere. In all diesen Fällen werde eine deutlich sichtbare Verbesserung eintreten.

Dafür, dass das staatliche Bauamt gehalten sei, der überörtlichen Bedeutung der Staatsstraße Rechnung zu tragen, zeigte er Verständnis. Das Resultat seien zwei Engstellen, mit denen man leben könne. Besonders hob er die Bereitschaft der Städtebauförderung hervor, die Maßnahme mit 60 Prozent Förderanteil zu unterstützen. In einem Nebensatz fügte er allerdings noch an, dass er kürzlich in Baden-Württemberg zwei vergleichbare Ortsdurchfahrten, sogar mit einer Länge von rund 2,5 Kilometern, mit einer 30er-Beschränkung gesehen habe, dies aber in Bayern offenbar nicht möglich sei.

Ein Lob ging ebenso an die beteiligten Planungsbüros, von denen er namentlich den Geschäftsführer des Ingenieurbüros Wei´ß, Fabian Biersack und den Bauleiter Johann Böckl, nannte. Eine besondere Freude sei es zudem, dass die ortsansässige Firma Seebauer den Zuschlag erhalten habe. „Nicht nur wegen der Gewerbesteuer, sondern weil die Firma bekannt dafür ist, Termine nicht nur einzuhalten, sondern gelegentlich sogar schneller dran zu sein“, scherzte der Bürgermeister. Zudem erwähnte er die zusätzlichen Leistungen im Bereich Gas- und Breitbandversorgung sowie den Dank an die Verwaltung.

„Der Marktrat hat nach einem einstimmigen Grundsatzbeschluss das Projekt parteiübergreifend mit großem Konsens mitgetragen“, betonte Beer. Nun sei es wichtig, die Maßnahme gemeinsam anzupacken. Dann hoffe er, dass sie zum größten Teil bis zum Jahresende abgeschlossen sein werde.

Seinen Worten schlossen sich Dipl. Ing. Fabian Biersack und Helmut Seebauer junior an. Biersack unterstrich die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma Seebauer und war sich sicher, dass auch hier alles ruhig und in geordneten Bahnen ablaufen werde. Helmut Seebauer empfahl den Anliegern, engen Kontakt zu halten, um eventuelle Probleme vorab klären zu können. Er wünschet sich vor allem „eine unfallfreie Baustelle“.

Asphalt und Granit

Die Baumaßnahme umfasst einen Straßenvollausbau auf einer Länge von rund 520 Metern. Die Abschnitte im Bereich der Staatsstraße werden in Asphalt ausgeführt, die angrenzenden Straßen erhalten einen Granitbelag. In der Nähe des Marktladens werden spezielle Bushaltestellen eingerichtet, am Bauende in Richtung Neunburg wird eine Querungshilfe eingebaut.

Die Aufwertung des Straßenbereiches liegt unter anderem im Bau von durchgehend breiten Gehwegen und Aufenthaltsanlagen sowie einer Brunnenanlage und der Gestaltung mittels Baumbepflanzung und Begrünung. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,3 Millionen Euro, die sich der Markt und das Straßenbauamt teilen. Die Zuschusshöhe beträgt knapp 670 000 Euro.

Die Details des Bauprojekts

  • Bauablauf:

    Der Bauablauf erfolgt im Wesentlichen in drei Abschnitten. Der Abschnitt 1 beginnt westlich des Marktplatzes und soll von Anfang April bis etwa Mitte Juni dauern. Der Abschnitt 2 umfasst den Bereich vom Marktplatz bis zur Wassergasse und soll von Mitte Juni bis Ende Juli durchgeführt werden. Der Abschnitt 3 beginnt bei der Wassergasse und endet am Baustellenende in Richtung Neunburg. Geplant ist die Ausführung von August bis Ende November.

  • Baubeteiligte:

    Träger der Gesamtmaßnahme und Kostenträger der Seitenbereiche: Markt Schwarzhofen. Bauträger für den Fahrbahnbereich: Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach. Planung und Bauleitung: Ingenieurbüro Weiß aus Neunburg. Städtebauliche Beratung: SBS-Planungsbüro Schließer aus München. Sicherheits- und Gesundheitskoordinator: Büro Böckl. Beweissicherung: Baugrundinstitut Winkelvoß aus Regensburg.

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