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Region Schwandorf
Samstag, 21. Juli 2018 25° 8

Betriebsführung

Das Risiko möglichst gering halten

Der Schutz von Firma und Familie ist das Thema einer Vortragsreihe der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz.

Wie eine gute Risikovorsorge Betrieb und Familie im Ernstfall schützen kann, darüber berichteten (v. l. n. r.) HWK-Vizepräsident Albert Vetterl, HWK-Betriebsberater Josef Vogl, HWK-Abteilungsleiterin Claudia Kreuzer-Marks, Versicherungsberater Michael Jander und HWK-Bereichsleiter Andreas Keller in Schwandorf. Foto: HWK
Wie eine gute Risikovorsorge Betrieb und Familie im Ernstfall schützen kann, darüber berichteten (v. l. n. r.) HWK-Vizepräsident Albert Vetterl, HWK-Betriebsberater Josef Vogl, HWK-Abteilungsleiterin Claudia Kreuzer-Marks, Versicherungsberater Michael Jander und HWK-Bereichsleiter Andreas Keller in Schwandorf. Foto: HWK

Schwandorf.Schnell und unvorhergesehen kann ein Unfall oder eine Krankheit zu finanziellen Engpässen im eigenen Betrieb führen, mit Konsequenzen bis in den privaten Bereich hinein. Doch mit dem richtigen Management im Vorfeld lassen sich die Folgen eindämmen. Um die ostbayerischen Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen, greift die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz (HWK) das Thema „Mit Sicherheit zum Erfolg – wie treffe ich die richtige Risikovorsorge für mich und meinen Betrieb“ bei ihrer Veranstaltungsreihe „Betriebsführung aktuell 2018“ auf. Am Donnerstag fiel der Startschuss in der Handwerkskammer in Schwandorf.

Weitreichende Konsequenzen

Sei es, dass der Chef erkrankt, ein Unwetter den Betrieb zum Erliegen bringt oder andere Schadensfälle eintreten – die Konsequenzen sind für Betriebsinhaber oft weitreichend, wie es in einer Pressemitteilung der HWK heißt. „Berufs- und Privatleben sind bei Handwerkern meistens eng verwoben, damit steigt das Risiko“, sagte Albert Vetterl, Vizepräsident der Handwerkskammer. Deshalb sei es für jeden Unternehmer unverzichtbar, rechtzeitig die Weichen zu stellen. „Immerhin geht es um das betriebliche Lebenswerk, das private Auskommen und nicht zuletzt um Mitarbeiter und Kollegen.“

Die Termine

  • Den Informationsabend

    „Mit Sicherheit zum Erfolg – wie treffe ich die richtige Risikovorsorge für mich und meinen Betrieb?“ führt die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz im ersten Quartal des Jahres an insgesamt zwölf Standorten in Ostbayern durch.

  • Veranstaltungen in der Nähe

    finden am 25. Januar in Regensburg, am 19. Februar in Amberg, am 8. März in Weiden und am 12. März in Cham statt.

  • Weitere Informationen

    und eine Übersicht über alle weiteren Termine finden Sie unter hwkno.de/betriebsfuehrung .

Für den Fall, dass der Betriebsinhaber ausfällt, beschrieb Claudia Kreuzer-Marks, Leiterin der HWK-Rechtsberatung, mögliche Vorsorgen. „Der Betrieb muss im Krankheits-, Todes- und Vertretungsfall geordnet weiterlaufen.“ Könne der Unternehmer nicht mehr eigenverantwortlich handeln, seien nicht automatisch die Angehörigen vertretungsberichtigt. „Gibt es keinen im Vorfeld festgelegten, bestellt das Gericht einen Vertreter. Das ist oft nicht im Sinne der Hinterbliebenen.“

Eine Lösung seien Vorsorgevollmachten im privaten und betrieblichen Bereich sowie eine Patientenverfügung. Als zentrales Element der Risikovorsorge nannte HWK-Betriebsberater Josef Vogl, frühzeitig Stellvertreter für alle Bereiche im Betrieb aufzubauen. „Stimmen Sie sich regelmäßig zu Neuerungen im Unternehmen ab.“

Vorsorge auch privat treffen

Checklisten, Verhaltensanweisungen und gemeinsame Fristenkontrollen nannte er als Beispiele für eine geregelte Betriebsorganisation. Die Vorsorge sei komplex, auch weil sie den privaten Bereich einschließe. Aus verschiedenen Testament-Varianten, darunter das sogenannte „Unternehmertestament“, müsse man individuell auswählen.

Dass bei der Notfallvorsorge Versicherungen eine tragende Rolle spielen, erläuterte Versicherungsberater Michael Jander.

Es lohne sich grundsätzlich „ein Blick in das Kleingedruckte“. Nicht immer seien die Ansprüche umfassend genug. Oft könne man Haftungen ohne weitere Kosten aufnehmen lassen. Zudem riet er, stets den Neuwert einer Ware, Betriebseinrichtung oder von Vorräten zu versichern. Und: Es sei wichtig, bei der Absicherung an Elementarschäden zu denken.

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