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Region Schwandorf
Montag, 18. Juni 2018 23° 2

Flüchtlingskrise

Das Schwandorfer Beispiel ermutigt

Brandenburger Delegation findet viele Netzwerk-Ideen im Landkreis, um Flüchtlinge gut in Schule und Beruf zu integrieren.

Die Delegationsmitglieder aus den Brandenburgischen Landkreisen Elbe-Elster und Teltow-Flämig informierten sich auch beim Beruflichen Schulzentrum in Schwandorf. Foto: Landratsamt Schwandorf
Die Delegationsmitglieder aus den Brandenburgischen Landkreisen Elbe-Elster und Teltow-Flämig informierten sich auch beim Beruflichen Schulzentrum in Schwandorf. Foto: Landratsamt Schwandorf

Schwandorf.Der Landkreis Schwandorf hat langjährige Erfahrungen, wenn es darum geht, junge Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei einer zweitägigen Informationsreise konnten Kollegen aus Brandenburg das Schwandorfer Modell kennenlernen.

Im Landkreis Schwandorf hat sich ein erfolgreiches Netzwerk aus Berufsschule, Unternehmen und Jugendamt etabliert, das junge, unbegleitete Geflüchtete unterstützt. Eine Delegation aus den Landkreisen Elbe-Elster und Teltow-Fläming lernte während einer Hospitation die Akteure und Konzepte vor Ort kennen. Die Teilnehmer stellten fest, dass sich die Probleme und Herausforderungen trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen gleichen und neue, kreative Ideen nötig sind.

Die Bedingungen in Schwandorf, jungen Geflüchteten das Bleiben zu ermöglichen, wurden gut gestaltet, was aber sicher nicht typisch für ganz Deutschland sei, stellten die Teilnehmenden aus Brandenburg fest. Das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesfamilienministeriums hatte diesen intensiven Tag des Austausches und der Begegnungen für 13 Schulleiter, und Sozialarbeiter sowie Mitarbeitern von Arbeitsagenturen und Beratungsstellen aus Brandenburg organisiert.

Erste Station war das Oskar-von-Miller Berufsschulzentrums. 165 Geflüchtete werden dort unterrichtet. Eine andere Form der Beschulung findet an der sonderpädagogischen Berufsschule St. Marien statt, die an der betreuten Wohngruppe „Haus zum Guten Hirten“ der katholischen Jugendfürsorge angesiedelt ist. Für die Firma Horsch, die weltweit mit 1600 Mitarbeitenden Landmaschinen für die Bodenbearbeitung herstellt, sei es eine Verpflichtung, nicht nur Geld zu verdienen, sondern auch etwas für die Gesellschaft zu tun, fasste Firmengründer Michael Horsch die Motivation des Unternehmens zusammen. Horsch bildet zusätzlich zu den regulären 80 Auszubildenden auch zehn geflüchtete junge Menschen aus.

Beim Abschied waren es vor allem Informationen und neue Ideen, die die Teilnehmenden mit nach Hause nahmen. Das Modell Schwandorf sei nicht eins zu eins übertragbar, aber dieser Besuch habe alle Beteiligten ermutigt, starke Netzwerke zu knüpfen.

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