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Politik

Das Wahlergebnis gibt der CSU zu denken

Landrat Thomas Ebeling lobt beim Politischen Aschermittwoch der Wackersdorfer CSU das Teamwork von Gemeinde und Landkreis.
Von Johann Ippisch

Ein „Prost“ auf den Politischen Aschermittwoch und die CSU-Politik. Landrat Thomas Ebeling mit Bürgermeister Thomas Falter und Frau Elke sowie dem Ortsverbandsvorsitzenden Dominik Bauer (links). Foto: sjj
Ein „Prost“ auf den Politischen Aschermittwoch und die CSU-Politik. Landrat Thomas Ebeling mit Bürgermeister Thomas Falter und Frau Elke sowie dem Ortsverbandsvorsitzenden Dominik Bauer (links). Foto: sjj

Wackersdorf.Der CSU-Ortsverband hatte – wie der Landesverband nach Passau – zum Politischen Aschermittwoch in das Schwimmbad-Café eingeladen. Diese Veranstaltungstradition, die ursprünglich im Jahr 1946 von der Bayernpartei eingeführt und insbesondere von der bayerischen CSU seit 1953 regelmäßig abgehalten wird, pflegt der Wackersdorfer Ortsverband seit rund zehn Jahren. Zahlreiche Zuhörer, insbesondere CSU-Mitglieder, waren auf den Holzberg gekommen, um Hauptredner Landrat Thomas Ebeling zu hören und am anschließenden Fischessen teilzunehmen.

Das ereignisreiche politische Jahr 2017 gibt „Gelegenheit, etwas auszuteilen“, war sich der CSU-Ortsverbandsvorsitzende Dominik Bauer zu Beginn noch sicher. Ein politischer Aschermittwoch ist erfahrungsgemäß oftmals durch einen derben rhetorischen Schlagabtausch und polemische Attacken gegen den politischen Gegner gekennzeichnet. Doch sowohl Landrat Thomas Ebeling als auch Bürgermeister Thomas Falter nahmen Rücksicht auf ihre politischen Gegner und hielten sich in ihren Reden an Fakten.

Gute wirtschaftliche Situation

„In Wackersdorf bräuchte man keinen politischen Aschermittwoch!“, sagte Landrat Thomas Ebeling. Die Gemeinde Wackersdorf hat eine gute wirtschaftliche Situation. Und diese komme nicht von ungefähr, man müsse was dafür tun, so Ebeling. „Das ist dein Verdienst, Thomas“, gab der Landrat das Lob, das er zuvor von Thomas Falter erhalten hat, zurück.

Beim politischen Aschermittwoch in Niederbayern gab es viel Spott für die große Koalition:

Politischer Aschermittwoch: Viel Spott über große

Falter, der eingangs ein paar Zahlen aus der Gemeinde verkündete, unterstrich die gute Zusammenarbeit. „Landkreis und Gemeinde sind auf einer Schiene!“, sagte Falter, bevor er Hauptredner Thomas Ebeling das Mikrofon übergab. „Wackersdorf steht gut da. Der Landkreis steht sehr, sehr gut da und die Oberpfalz steht ebenfalls gut da!“, so die Bilanz des Landrats. In der Bundesrepublik Deutschland sprudeln – im europäischen Vergleich, – die Steuereinnahmen, die Arbeitslosenzahlen sind gering. Bayern ginge es noch besser und auch der Oberpfalz.

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Trotzdem kam Ebeling in seinen Ausführungen ins Grübeln, als er an die Wahl am 24. September vergangenen Jahres erinnerte. Das Wahlergebnis gelte es kritisch zu hinterfragen. Trotz der guten wirtschaftlichen Voraussetzungen gibt die Wahl aufgrund der Wählerabwanderungen von den großen Volksparteien zu denken. Anhand einiger Beispiele – unter anderem des Rentenniveaus – fordert Ebeling, doch wieder in der Politik mehr auf die eigenen Leute zu schauen.

Lob für Markus Söder

Ebeling sprach auch über einige Punkte aus dem Koalitionsvertrag sowie über den möglichen Koalitionspartner SPD. Ansonsten habe die CSU einen „sehr guten Übergang“ hinbekommen: Er lobte den designierten Ministerpräsidenten Markus Söder, der mit der vorgeschlagenen Amtszeitbegrenzung, dem Schutz der Grenzen mit einer eigenen Grenzpolizei und vielen anderen Themen positives Gehör beim Bürger findet.

Mit der anstehenden Landtagswahl sowie der Bezirkstagswahl, für die sich auch Thomas Ebeling als Kandidat zur Verfügung gestellt hat, ließ der Redner den Politischen Aschermittwoch ausklingen. Ein gemeinsames Fischessen, zu dem Dominik Seidl aufspielte, rundete die Traditionsveranstaltung in Wackersdorf aus.

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