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Personalie

Dem Kindergarten eine Seele gegeben

Kindergartenleiterin Veronika Hitze wurde in den Ruhestand verabschiedet. Viele Kinder und Eltern feierten mit ihr.
Von Dietmar Zwick

Anja Böckmann, Jasmin Hartinger, Veronika Hitze, Pfarrer Thomas Senft und Judith Möschl (v. l.) Foto: Dietmar Zwick
Anja Böckmann, Jasmin Hartinger, Veronika Hitze, Pfarrer Thomas Senft und Judith Möschl (v. l.) Foto: Dietmar Zwick

Schwandorf.Am Samstag fand im Kindergarten Herz Jesu das Kindergartenfest statt. Dieses Jahr stand es ganz im Zeichen von Abschiednehmen. Denn nach fast 30 Jahren Kindergartenleitung geht Veronika Hitze in den Ruhestand.

Viele Kinder und Eltern waren gekommen und feierten bei Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und Erfrischungsgetränken bei hochsommerlichen Temperaturen ein fröhliches Fest, jedoch mit einem weinenden und lachenden Auge. Hitze begrüßte hierzu auch eine Reihe von Ehrengästen wie unter anderem den Träger der Einrichtung Pfarrer Thomas Senft, die Leiterin der Lindenschule Ella Vierl, die Pfarrgemeinderatssprecherin Sigrid Gradl wie auch die Gemeindereferentin Gerda Schwab.

Hitze stellte sich in letzter Zeit oft die Frage, wohin die ganzen Kinder immer verschwunden seien? Die Antwort lautete: Eis essen. Jedoch sie konnte dem nicht immer Glauben schenken, denn sie war der Meinung, dass die Kinder etwas heimlich vorbereitet hatten. Einen Applaus war es bereits vor den vielen Auftritten wert, denn die Kinder ließen kein Wort darüber aus, was sie wirklich taten, lobte Hitze. Nach diesen Worten wechselte sie die Perspektive und begab sich neben ihrer Mutter zu den Zuschauern und war gespannt, was kommt.

Stellvertretende Kindergartenleiterin Anja Böckmann erklärte den besonderen Anlass. Denn Veronika Hitze verlasse zum Ende des Kindergartenjahres den Kindergarten, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. So sei dieses Fest in erster Linie ein Dankfest, für all das, was sie in den vielen Jahren geleistet habe, sagte Böckmann. Sie habe unzähligen Kindern und Mitarbeitern Gutes getan, was in einer Rückschau verdeutlicht wurde. Als sie 1990 kam, gab es zunächst viel Aufbauarbeit zu leisten. Strukturen mussten geschaffen und ein pädagogisches Konzept erarbeitet werden. Neben der Anschaffung einer guten materiellen Ausstattung musste sie sich in das neue Aufgabenfeld Kindergarten einarbeiten. Damals sei das Gebäude noch sehr modern und schön gewesen, doch es fehlte etwas ganz Entscheidendes – es brauchte eine Seele, damit dieses Gebäude ein Zuhause, eine Heimat werden konnte. Diese Seele habe Hitze den Kindergarten gegeben, hob Böckmann heraus. Für sie sei es immer ein Herzensanliegen gewesen, ganz für die ihr anvertrauten Kinder da zu sein, ihre Entwicklung zu fördern und ihnen einen Raum zu schaffen, in dem sie sich angenommen und geborgen fühlen konnten. Ihr sei keine Mühe zu viel gewesen und bis heute engagiere sie sich weit über die Dienstzeit hinaus für den Kindergarten. Auch den Eltern konnte sie durch ihr Wissen, Erfahrung und Verständnis, hilfreiche Wegweisungen geben, lobte ihre Stellvertreterin. Die Kinder führten Tänze mit Bändern und Tüchern auf und trugen Gedichte vor, die Veronika Hitze besonders rührten. Zudem bekam sie Geschenke und viele Rosen überreicht. Auch die EB-Vorsitzende Kerstin Trepte sprach ihren Dank im Namen der Eltern aus. Hitze dankte vor allem den Kindern für die tollen Auftritte und dem Team.

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