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Bildung

Demenz nicht als Krankheit sehen

Seniorenheim in Bruck setzt auf einen Expertenstandard.

Das Seniorenheim St. Elisabeth schulte seine Mitarbeiter im Umgang mit dementen Bewohnern. Foto: Annette Forster
Das Seniorenheim St. Elisabeth schulte seine Mitarbeiter im Umgang mit dementen Bewohnern. Foto: Annette Forster

Bruck.Im Zeitraum vom 13. bis 22. September 2019 fand die erste bayerische Demenzwoche mit vielfältigen Aktionen statt. Sinn der Demenzwoche ist es, die Bevölkerung landesweit für das Thema Demenz zu sensibilisieren. In einer immer älter werdenden Bevölkerung nehmen auch demenzielle Erkrankungen immer mehr zu.

Aus diesem Anlass fand im Brucker Seniorenheim St. Elisabeth eine Fortbildung für alle Mitarbeiter des Hauses zum Thema „Expertenstandard Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ statt.

Ziel der von Pflegedienstleiterin Maria Meier-Bauer geleiteten Fortbildung war es daher, die Mitarbeiter nochmals mit Beispielen aus dem pflegerischen Alltag zu sensibilisieren. Die dementen Personen sollen vom Personal dabei unterstützt werden, ihr „Ich“ zu bewahren.

Der Expertenstandard soll den Pflegekräften dabei behilflich sein die dementen Bewohner als vollwertige, individuelle Person wahrzunehmen. Im Mittelpunkt der Pflege steht nicht die Demenz als medizinisches Problem, sondern der Bewohner soll als Mensch mit individuellen Bedürfnissen angenommen werden. Die Fähigkeiten der dementen Bewohner sollen erhalten und gefördert werden. Ebenso wichtig ist die Förderung und Erhaltung der Beziehung zwischen Menschen mit Demenz und den Pflegenden sowie anderen Menschen in deren Umfeld.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in diesem Expertenstandard in erster Linie um das „Wie“ einer zugewandten und verstehenden Haltung in der Pflege geht und das „Was“ dabei etwas weniger Gewichtung erhält. (twa)

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