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Fussball

Der 1. FC Schwandorf lebt „mehr denn je“

Der Verein setzt weiterhin auf die Spielgemeinschaft mit dem SC Ettmannsdorf. Hauptziel bleibt die Fusion.  
Von Dietmar Zwick

Der Verein lebt „mehr denn je“, betonen die FC-Funktionäre Kurt Mieschala (von rechts), Peter von der Sitt, Reinhard Mieschala, Armin Horn, Martin Baumann und Maximilian Schneid. Foto: Zwick
Der Verein lebt „mehr denn je“, betonen die FC-Funktionäre Kurt Mieschala (von rechts), Peter von der Sitt, Reinhard Mieschala, Armin Horn, Martin Baumann und Maximilian Schneid. Foto: Zwick

Schwandorf.Seit kurzer Zeit kursieren die Gerüchte, dass es den 1. FC Schwandorf in der neuen Saison nicht mehr gebe. Am Mittwochabend kamen 1. Vorsitzender Reinhard Mieschala, 2. Vorsitzender Peter von der Sitt, 3. Vorsitzender Kurt Mieschala, Abteilungsleiter Fußball Martin Baumann, Jugendleiter Armin Horn und Mitgliederverwalter Max Schneid im Vereinsheim des 1. FC Schwandorf zusammen, um das Gerücht aus der Welt zu räumen und betonten geschlossen, dass der Verein lebe und zwar mehr denn je.

Anlass war, dass sie für die nächste Saison keine Seniorenmannschaft in den Spielbetrieb schicken, denn diese zogen sie zurück. Mit dem Rückzug eröffnet der Verein dem Tabellendritten SV Fischbach die Aufstiegsmöglichkeit. Auch am Tabellenende wirkt sich die Entscheidung aus. Der FC Wernberg II und der SC Kreith-Pittersberg können auf den Verbleib in der Kreisklasse hoffen. Der 1. FC Schwandorf verhielt sich somit sportlich und half damit den anderen Vereinen.

Es gibt gute Gründe warum es in der nächsten Saison keinen 1. FC Schwandorf mehr in der Liste gebe. Gründe, die der Verein nicht selbst zu verantworten habe, sondern die beim Fußballverband zu suchen seien, äußerte sich von der Sitt.

Martin Baumann erklärte, dass vor zwei Jahren eine Spielgemeinschaft mit der 2. Mannschaft und dem SCE aufgenommen wurde und nur bis zum Bezirk Spielgemeinschaften zugelassen seien. Es entstand aus einer Personalnot, denn es gab viele Abgänge und nur noch sieben eigene Spieler blieben übrig, was zum Zusammenschluss führte.

Vom Kader nicht viel übrig

Das große Hauptziel sei eine Fusion. „Es ist nicht so, dass wir nun zwei Jahre miteinander gearbeitet haben und nun lassen wir es wieder bleiben. Ganz im Gegenteil, es soll auch in Zukunft weiterlaufen.“ Die Gespräche laufen und die ersten Arbeitsgruppensitzungen wurden abgehalten. 2019 solle die Fusion der beiden Gesamtvereine erreicht werden, betonte Baumann.

Die Problematik lag darin, dass sie auf einen Pool von 32 Spielern für zwei Mannschaften zurückgreifen konnten. Bis zum Saisonende ging es gerade so rum, um die Saison anständig beenden zu können. Leider sei nicht auf jeden zu 100 Prozent Verlass.

Bereits im Dezember liefen die ersten Gespräche darüber, wer bleibe und wer gehe. Zwischen März und April kristallisierte sich heraus, dass acht bis zehn Spieler verletzungs- oder altersbedingt oder auch berufsbedingt aufhören. Diesbezüglich blieb nur noch ein Kader von 23 Spielern für die 2. und 3. Mannschaft übrig, was hinten und vorne nicht reiche, erklärte Baumann. Die 1. Mannschaft sei davon unberührt. Für die neue Saison wären zwölf neue Spieler nötig gewesen. Die besten Spieler waren schon beim 1. FC Schwandorf aktiv und darum sei es schwierig, neue an Land zu ziehen. Ein Nachhaken beim BFV, ob es möglich ist, mit der 2. Mannschaft als Spielgemeinschaft anzutreten, wurde vom BFV abgelehnt, da er „engstirnig“ ist, sagte Baumann.

Lesen Sie mehr: Der Bezirksvorsitzende des Fußballverbandes, Thomas Graml, kontert den Schwandorfer Vorwurf der „Engstirnigkeit“.

Einer Mannschaft wäre die Chance genommen worden, um um den Aufstieg mitzuspielen und Fußball werde eben gespielt, um etwas zu erreichen. Man müsse den Spielern eine Perspektive geben, um bei einer guten Leistung in die nächst höhere Klasse aufzusteigen, warf von der Sitt ein. Der sportliche Erfolg könne nicht von vorne herein weggenommen werden, ergänzte Reinhard Mieschala.

Training weiter am FC-Platz

Die Truppe solle beieinander bleiben, sie verbindet eine gute Kameradschaft. Es war eine reine Vernunftentscheidung, betonte Mieschala. Die Zusammenarbeit beider Vereine soll in einer Fusion münden, was auch beide Vereine mit „Haut und Haaren“ wollen, hob Bauman hervor. Es sei viel vernünftiger, eine 2. Mannschaft zu stellen, die sportlich Erfolg haben kann und wird. Es werde weiterhin am FC-Platz trainiert und sämtliche Funktionäre des 1. FC Schwandorf  und SC Ettmannsdorf werden weiterhin zusammenarbeiten. Spielleiter bleibe Christian Rinn. Armin Horn sagte, dass mit der SG 16 Mannschaften und 250 Jugendliche im Spielbetrieb sind. Die Jugend sei die Zukunft und zudem laufen Instandhaltungsmaßnahmen an.   

Der 1. FC SAD

  • Dem 1. FC Schwandorf

    gehören aktuell 750 (1100 zur Hochzeit) Mitglieder von fünf bis 61 Jahre an. Davon entfallen 81 Jugendliche auf die Sparte Fußball. 243 sind aktuell aktiv im Fußball.

  • 228 Mitglieder

    spielen Tennis bei der zweitgrößten Abteilung des Vereins. 84 gehören zum Landestauchsportverband und 23 zur Abteilung Schwimmen. Die für 4. Juni anberaumte Versammlung wird auf 11. Juni, 19 Uhr, im Vereinsheim verschoben. 

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