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Planung

Der Grasenbach wird renaturiert

Der Umbau soll die Blaualgen im Hammersee zu reduzieren. Auch der Pingartner Graben wird kurvenreicher gestaltet.
Von Randolf Alesch

Im Mai 2013 gruben die Wassermassen des Grasenbachs infolge der starken Regenfälle ein neues Bachbett durch ein Feld. Foto: Randolf Alesch
Im Mai 2013 gruben die Wassermassen des Grasenbachs infolge der starken Regenfälle ein neues Bachbett durch ein Feld. Foto: Randolf Alesch

Bodenwöhr.Im Rahmen der von der Teilnehmergemeinschaft durchgeführten Flurneuordnung und Dorferneuerung in Windmais fand im Seegasthof Jacob eine wichtige Anhörung mit den Trägern öffentlicher Belange, den landwirtschaftlichen Berufsvertretungen und verschiedenen Verbänden zum Gewässer- und Wegeplan statt. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, um zum einen vor Hochwasserschäden zu schützen und zum anderen die Blaualgenentwicklung im Hammersee einzudämmen.

Die gute Nachricht vorab, es gab keine nennenswerten Einwände, alle waren mit der Planung einverstanden, so dass sie an das ALE zur endgültigen Genehmigung weitergegeben werden kann. Im Gegenteil, vom Wasserwirtschaftsamt Weiden kam ein dickes Lob für den Plan, der alle mögliche Maßnahmen für ein ökologisches Verfahren beinhalte und sicherlich auch dazu beitragen werde, die Blaualgen im Hammersee zu reduzieren. Sowohl die Nährstofffrachten in den Hammersee als auch der Wasserfluss könnten bei den Zuläufen aus dem Grasenbach und dem Pingartner Graben positiv beeinflusst werden.

Acht Absetzbecken geplant

Insgesamt sind acht Absetzbecken in den verschiedenen Zuläufen vorgesehen. Außerdem sollen unnötige Verrohrungen entfernt werden. Der Grasenbach soll renaturiert und in Erzhäuser nach Unterquerung der Straße „Am Schneiderberg“ wieder in sein ursprüngliches Bachbett zurückverlegt werden, also weg von Sportheim und Sportplatz in die tieferliegende Wiese, damit er bei Hochwasser genügend Platz hat, sich auszubreiten, ohne Schaden anzurichten.

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Neben dem Grasenbach wird auch der Pingartner Graben kurvenreicher gestaltet, beide bleiben dabei aber mindestens fünf Meter von den anliegenden Feldflurstücken entfernt, um diese bei der künftigen Nutzung nicht zu beeinträchtigen. Steilere Geländegefälle sollen mit mehreren Stufen ausgebaut werden. Zur besseren Verfestigung sollen die durch die Maßnahmen entstehenden breiteren Uferstreifen mit zusätzlichen kleinwüchsigen Bäumen bepflanzt werden, damit bei Starkregen keine Felder und Wiesen ausgerissen und abgeschwemmt werden können.

Bach auf Abwegen

  • Hochwasser:

    Im Winter 2010/2011 ließen ergiebige Schneefälle und anschließendes Tauwetter mit starken Regenfällen den Grasenbach in Erzhäuser auf Flussstärke anschwellen, über die Ufer treten und die umliegenden Felder und Wiesen überfluten.

  • Bachbett:

    Durch den starken Regen im Mai 2013 grub sich der Grasenbach ein neues ca. 20 Meter langes Bachbett durch ein Feld.

Die Pflege und Mahd der Uferstreifen sollen von der Gemeinde und dem Landschaftspflegeverband übernommen werden. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für das ökologische Verfahren von ca. 3,4 Hektar erfolgen aus den Flächen, die bereits von der Teilnehmergemeinschaft erworben wurden und eventuell durch weitere Grundstücke, die die Gemeinde Bodenwöhr in Aussicht gestellt hat.

Kreisverkehr am Ortseingang

Aufgrund der vor kurzem durchgeführten Verkehrsschau soll auf dem Mühlweg am Ortseingang von Windmais aus Richtung Pechmühle ein kleiner Kreisverkehr anstatt des ursprünglich angedachten Fahrbahnteilers geplant werden, da dies alle Beteiligten als positiv hinsichtlich einer möglichen Verkehrsberuhigung erachteten. Wegen des geplanten Kinderspielplatzes in der Ortsmitte von Windmais stellt Fr. Wendl vom Büro landimpuls am Freitag vor Ort am Kapellenplatz eine Entwurfsplanung vor. Beginn ist um 16 Uhr. Alle Interessierten, vor allem Familien mit Kindern, sind dazu willkommen.

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