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Einweihung

Der größte Solarpark im Landkreis

Der „Solarpark Fronberg“ wurde nun auch offiziell eröffnet. 3000 Haushalte können mit grünem Strom versorgt werden.
Von Max Schmid

Ehrengäste und Betreiber nehmen den Solarpark am Samstag symbolisch in Betrieb.Fotos: Max Schmid
Ehrengäste und Betreiber nehmen den Solarpark am Samstag symbolisch in Betrieb.Fotos: Max Schmid

Schwandorf.Grund zur Freude gab es bei der Einweihung und Inbetriebnahme des Solarparks Fronberg am Samstag nicht nur beim Geschäftsführer der „Energiebauern GmbH“, Sepp Bichler, und Grundstücksbesitzerin Eleonore Schantz, sondern auch bei den recht zahlreich vertretenen Kommunalpolitikern und bei einer großen Schar früherer WAA-Aktivisten.

Bereits am Freitagabend war das eigens aufgestellt Festzelt gut gefüllt, als die Parkbetreiber zu einem Musikkabarett mit „Hans Well und seinen Wellbappn“ (früher Biermösl Blosn) eingeladen hatten. Die offizielle Einweihung durch Pfarrer Leo Feichtmeier und Pfarrer Paul Warkentin von der evangelischen Freikirche wurde direkt zwischen den Reihen der Solarmodule durchgeführt.

Symbolischer roter Knopf

Danach erfolgte die symbolische Inbetriebnahme mittels eines großen roten Knopfs durch Landrat Thomas Ebeling, die beiden Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtke, MdL Franz Schindler, Bürgermeisterin Ulrike Roidl, Grundbesitzerin und Projektentwicklerin Eleonore Schantz sowie Sepp Bichler.

Der offiziell in Betrieb  genommene Solarpark am Ortsrand von Fronberg  hat eine Größe von 14,5 Hektar und erbringt mittels 35 600 Solarmodulen eine Stromleistung von zehn Megawatt. Damit kann man 3000 Haushalte mit grünem Strom versorgen.
Der offiziell in Betrieb genommene Solarpark am Ortsrand von Fronberg  hat eine Größe von 14,5 Hektar und erbringt mittels 35 600 Solarmodulen eine Stromleistung von zehn Megawatt. Damit kann man 3000 Haushalte mit grünem Strom versorgen.


Im Festzelt hieß Sepp Bichler, selbst einst Kämpfer gegen die geplante WAA in Wackersdorf, seine Gäste willkommen und entbot seinem wichtigsten „Mitarbeiter“, der Sonne, einen ganz besonderen Willkommensgruß. Als Seniorchef der „Energiebauern GmbH“ habe er gemeinsam mit Eleonore Schantz das Projekt selbst entwickelt und „damit zu einer kostengünstigen Versorgung mit Solarstrom beigetragen“. Bei der Gründung der „Energiebauern“ habe man sich das Ziel gesteckt, die Photovoltaik in die Fläche zu bringen, um so die Energiewende zu schaffen. Deutschlandweit habe sein Unternehmen fast 60 solcher Anlagen gebaut.

Der katholische Pfarrer Leo Feichtmeier (links) und der evangelisch-freikirchliche Pastor Paul Warkentin segneten den neuen Solarpark in Fronberg und lobten das Engagement des Energiebauern-Chefs Sepp Bichler und von Grundstücksbesitzerin Eleonore Schantz.
Der katholische Pfarrer Leo Feichtmeier (links) und der evangelisch-freikirchliche Pastor Paul Warkentin segneten den neuen Solarpark in Fronberg und lobten das Engagement des Energiebauern-Chefs Sepp Bichler und von Grundstücksbesitzerin Eleonore Schantz.

Projektleiter Johannes Bartke bezeichnete den Solarpark Fronberg als „Bilderbuchprojekt“. Erst im August 2017 habe man das Grundstück besichtigt, danach wurden Betonstationen gesetzt, der Bauzaun errichtet und innerhalb von nur vier Wochen die Anlage aufgebaut. Dabei sei die Nähe zum Einspeisepunkt ein wichtiger Faktor gewesen. Die Energietrasse sei nur 400 Meter lang und führe an den Fronberger Ortsrand. Bereits im Dezember 2017 konnte die Anlage in Betrieb gehen.

Zwei ehemalige WAA-Gegner im Gespräch: Pfarrer Leo Feichtmeier und Wolfgang Nowak freuen sich beide über die Eröffnung des Solarparks, da  die natürliche Energie der Sonne genützt wird, was von beiden als Beitrag zur Energiewende gewertet wurde.) Foto: Max Schmid
Zwei ehemalige WAA-Gegner im Gespräch: Pfarrer Leo Feichtmeier und Wolfgang Nowak freuen sich beide über die Eröffnung des Solarparks, da  die natürliche Energie der Sonne genützt wird, was von beiden als Beitrag zur Energiewende gewertet wurde.) Foto: Max Schmid

Landrat Thomas Ebeling beglückwünschte die Verantwortlichen zu dieser Leistung und versicherte, dass die Energiewende „Menschen braucht, die das Ganze mit voller Initiative umsetzen, Menschen wie Sepp Bichler“. MdL Franz Schindler sprach von einem langen Weg zwischen dem Aus für die WAA und dem Beginn der Energiewende, der keineswegs geradlinig verlaufen sei. Er verwies auf das Unglück von Tschernobyl, den Ausstieg aus der Atomenergie, der später wieder relativiert und erst nach der Katastrophe von Fukushima wirklich beschlossen worden sei. Er sei froh, dass die Energiewende nun auf einem guten Weg sei und mit Eröffnung des Solarparks nun 3000 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden können, so Schindler.

Größter Solarpark im Landkreis

Bürgermeisterin Ulrike Roidl sagte, dass die Stadt stolz darauf sei, nun den größten Solarpark im Landkreis zu haben und bezeichnete ihn als „großartiges Projekt“. Altlandrat Hans Schuierer, der Sepp Bichler als Pionier der Solarenergie bezeichnete, der schon früh die Zeichen der Zeit erkannt habe, ging in seiner Grußrede auf das Thema WAA ein. Die ganze Geschichte sei ein einziges Lügenpaket gewesen. Der Widerstand der Menschen gegen die WAA sei ein Lehrbeispiel dafür, was in der Demokratie möglich sei, nur deshalb sei es gelungen.

Die beiden Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtke, stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl und Bürgermeisterin Ulrike Roidl zeigten sich ebenfalls hochzufrieden über das Aus für die Atomkraft und die Realisierung der Energiewende. Foto: Max Schmid
Die beiden Altlandräte Hans Schuierer und Volker Liedtke, stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl und Bürgermeisterin Ulrike Roidl zeigten sich ebenfalls hochzufrieden über das Aus für die Atomkraft und die Realisierung der Energiewende. Foto: Max Schmid

Aufgabe ehemaliger WAA-Aktivisten sei es, auch in Zukunft darauf hinzuweisen, damit das in Wackersdorf Geschehene nicht in Vergessenheit gerate.

Hans Schuierer nahm auch Stellung zum neuen Polizeiaufgabengesetz des Freistaates Bayern – es sei in dieser Ausführung schon vor 30 Jahren angewendet worden, so Schuierer. Die Schuldigen damals waren seinen Worten nach aber nicht die Polizeibeamten, sondern die politische Führung in München, die die Beamten zu einer harten Gangart gegen WAA-Gegner aufgerufen habe.

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