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Soziales

Der Heimatpreis stärkt die Motivation

Die Mitglieder des Höllohe-Fördervereins sind stolz auf die Auszeichnung. Sie gibt ihnen Kraft, ihr Engagement fortzusetzen.
Von Werner Artmann

Der Wild- und Freizeitpark Höllohe ist für viele Familien beliebtes Ausflugsziel. Aktuell investiert der Landkreis Schwandorf 160000 Euro, um ihn neu auszustatten und aufzuwerten. Foto: Artmann
Der Wild- und Freizeitpark Höllohe ist für viele Familien beliebtes Ausflugsziel. Aktuell investiert der Landkreis Schwandorf 160000 Euro, um ihn neu auszustatten und aufzuwerten. Foto: Artmann

TEUBLITZ.Mit dem „Heimatpreis Oberpfalz“ hat kürzlich der Finanz- und Heimatstaatssekretär (und jetzige bayerische Finanzminister) Albert Füracker im Amberger Stadttheater den „Verein zur Förderung des Wild- und Freizeitparks Höllohe“ ausgezeichnet. Durch ihren jahrzehntelangen Einsatz haben die Mitglieder der Teublitzer Institution eine „Naturoase geschaffen, in der sich jeder wohlfühlen kann und jeder willkommen ist“, sagte Füracker. Der Wild- und Freizeitpark ziehe mit vielen Tieren und sanfter Natur große und kleine Besucher in seinen Bann – und das bei freiem Eintritt.

Für Vereinsvorsitzenden Rudi Hintermeier war es, wie er dem Reporter verriet, eine große Überraschung und Freude, als er Mitte Februar eine Mail vom damaligen Staatsminister der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, erhielt, dass die Höllohe mit dem Heimatpreis ausgezeichnet werde. „Wenn eine ehrenamtliche Arbeit eine so hohe Würdigung findet, ist das für uns allen Motivation und Verpflichtung, weiter zu machen,“ stellte Hinterneier fest.

Intensive Aufbauarbeit

Den „Heimatpreis“ für den Wild- und Freizeitpark Höllohe nahmen Altlandrat Volker Liedtke, Marita Hintermeier, Ernie Roidl, Frank Pabst, Stefan Jahreis, Rudi Hintermeier und Jakob Scharf von Albert Füracker (von links) entgegen. Foto: Staatsregierung
Den „Heimatpreis“ für den Wild- und Freizeitpark Höllohe nahmen Altlandrat Volker Liedtke, Marita Hintermeier, Ernie Roidl, Frank Pabst, Stefan Jahreis, Rudi Hintermeier und Jakob Scharf von Albert Füracker (von links) entgegen. Foto: Staatsregierung

Die Auszeichnung erfüllt auch den ehemaligen Vorsitzenden und Höllohe-Geschäftsführer, Frank Pabst, mit Stolz. Dieser erinnerte aber auch an die intensive Aufbauarbeit, die zum Beispiel von Werner Kram, dem „Vater der Höllohe“, und von Bärbel Schmitz geleistet wurde, die 19 Jahre lang den Verein als Vorsitzende geleitet hat. „Auf diesem soliden Fundament konnte man aufbauen.“

Stellvertretendem Landrat Jakob Scharf war es vorbehalten, beim Festakt in Amberg den Heimatpreis in Empfang zu nehmen. Füracker überreichte ihn und lobte dabei die Mitglieder des Höllohe-Vereins für ihren unermüdlichen Einsatz für den Erhalt des einzigartigen Naherholungsgebiets im Landkreis Schwandorf. „Sie setzen sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt des Naturparks ein und sorgen dafür, dass dieser an die künftige Generation weitergegeben wird“, stellte Füracker fest.

Eine noch junge Auszeichnung

  • Festakt:

    Zur Übergabe des „Bayerischen Löwen“ aus Porzellan waren Altlandrat Volker Liedtke, stellvertretender Landrat Jakob Scharf, der Ex-Geschäftsführer der Höllohe, Frank Pabst, dessen Nachfolger Thomas Jahreis und die Vorstände des Vereins, Rudi Hintermeier (mit Frau Marita) und Ernie Roidl, angereist.

  • Weitere Preisträger:

    Erst seit 2015 wird der Heimatpreis verliehen. Weitere Mitpreisträger in diesem Jahr waren die Burgspiele Parsberg, D’Altbairischen Weiden, die Freudenberger Bauernbühne, das Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald und der Humorist Toni Lauerer. Laudator war Albert Füracker, der wenig später zum Minister ernannt wurde.

Scharf selbst bedankte sich für die Auszeichnung, über die man im Landkreis Schwandorf sehr stolz sei. Er erinnerte aber auch an die „schwärzeste Stunde“ im letzten Jahr, als der Naturpark von der Vogelgrippe heimgesucht wurde und über 200 Tiere gekeult werden mussten. Inzwischen schreite der Neuaufbau zügig voran, an dessen Ende der Wild- und Freizeitpark noch attraktiver als vorher sein werde. Momentan investiere der Landkreis rund 160 000 Euro jährlich für den Naturpark. Scharf würdigte in diesem Zusammenhang den Förderverein Höllohe, dessen Mitglieder „mit großem Engagement und viel Herzblut dieses Ausflugsziel vor allem für Familien vorbildlich unterstützen“.

Füracker bezeichnete die Heimatpreisträger als Menschen, die die bayerische Lebensart pflegten. Sie stünden für Heimatverbundenheit und Engagement, und mit viel Liebe würden sie ihre Heimat repräsentieren. Die Oberpfalz sei heute eine Zukunftsregion im Herzen Europas und eine bayerische Modell- und Vorzeigeregion. Sie biete ihren Bewohnern reizvolle Landschaften und viel Kultur. Wenn man über Heimat spreche, habe jeder ein anderes Empfinden. „Was ist Heimat? Ein Ort? Ein Lebensgefühl?“, fragte Füracker – und lieferte sogleich die Antwort. Heimat bedeute, sich wohl und geborgen zu fühlen, wo man ist. Und die Oberpfalz, darunter auch der Tier- und Freizeitpark Höllohe, biete beste Rahmenbedingungen für einen Lebensraum, der diese Erwartungen erfülle. „Wir sollten deshalb selbstbewusste Oberpfälzer sein“, stellte Füracker fest.

Ehrenplatz im Landratsamt

„Wir ehren Menschen, die sich in der Oberpfalz um unsere Lebensart verdient gemacht haben“, sagte Füracker weiter. Sie setzten sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt von Traditionen ein und sorgten dafür, dass diese künftigen Generationen weitergegeben würden.

Der Porzellanlöwe erhält übrigens einen Ehrenplatz im Landratsamt Schwandorf, und die Urkunde wird als Erinnerung im „Wedahaisl“ im Wild- und Freizeitpark Höllohe aufgehängt. „Die Auszeichnung macht uns alle stolz. Sie wird sicherlich Ansporn dafür sein, unseren Wildpark weiter zu erhalten und weiter attraktiv zu gestalten,“ stellte Pabst fest.

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