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Historisches

Der Heimatverein will junge Leute gewinnen

Schwarzenfelder Heimat- und Verschönerungsverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Ortsgeschichte lebendig zu halten.
Von Josef Schießl

Gerhard Peter (li.) dankte Adrian Lang für den Vortrag, der mit großem Beifall bedacht wurde.  Foto: Schießl
Gerhard Peter (li.) dankte Adrian Lang für den Vortrag, der mit großem Beifall bedacht wurde. Foto: Schießl

Schwarzenfeld.„In der Heimat sind die starken Wurzeln unserer Kraft“, zitierte Vorsitzender Gerhard Peter in der Jahresversammlung des Heimat- und Verschönerungsvereins aus der heimatkundlichen Zeitschrift „Die Oberpfalz“. Der Verein hat sich den Erhalt geschichtlichen Kleindenkmälern zur Aufgabe gemacht.

Nur ein Dutzend des noch 37 Mitglieder zählenden Vereins bekundeten Interesse an der Versammlung im Restaurant Miesberg, bei der Dipl.-Ing. Adrian Lang mit seinem Vortrag „Die Faszination der Mineralien“ ein bedeutendes Stück Industriegeschichte der Region lebendig werden ließ.

Der Fachmann, der auch die Gesteinssammlung im Rathaus betreut, vermittelte einen fundierten Einblick in Entstehung und Geschichte und beleuchtete mit vielen eindrucksvollen Bildern die Vielfalt der Mineralien.

Gerhard Peter erinnerte in seinem Rückblick über die Vereinsjahre 2017-2019 an die Baumpflanzungen zum „Tag des Baumes“. Für 500 Euro wurden vom Verein zwei Winterlinden gekauft. Gemeinsam mit den Trachtlern und Bürgermeister Rodde wurde der Markt beim Festzug in Burglengenfeld und beim Nordgautag in Wiesau mit dem Schloss-Modell repräsentiert.

Problem beim Votivbild

  • Entdeckung:

    Bei einer Besichtigung hat sich herausgestellt, dass es seit der Renovierung vor 15 Jahren von Schimmel befallen ist.

  • Ratsuche:

    Um ein nachhaltiges Ergebnis zu erreichen, schlug Peter Bartmann vor, sich mit der Stelle für Staatliche Museen in Verbindung zu setzen.

Bei einer Führung durch den Markt mit zwei ehemaligen US-Soldaten, die hier stationiert waren, wurden die Ereignisse 1945 im Zusammenhang mit dem Tieffliegerangriff auf den Zug mit den KZ-Häftlingen in Erinnerung gerufen.

Weitere Aktivitäten waren Besuche im Schwarzachtaler Heimatmuseum, im Burglengenfelder Stadtmuseum und im Staatsarchiv Amberg und Vorträge von Alfred Wolfsteiner zum Thema „Altstraßen der mittleren Oberpfalz“ und von Gerhard Peter über den 1. Weltkrieg mit Original-Dokumenten seines Opas Dr. Paul Peter.

Eine große Aufgabe sah Peter in der Werbung neuer Mitglieder. Es gelte die jüngere Generation zu gewinnen, auch im Hinblick auf die 2020 anstehende Neuwahl, damit die Arbeit für Heimat und Geschichte lebendig bleibt.

Mit der Restaurierung des Votivbildes in der Miesbergkirche hat sich der Verein eine Aufgabe gestellt. Es erinnert, dass der Markt im Koalitionskrieg 1796 von einer Schlacht verschont geblieben ist und wurde zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit von den Bewohnern gestiftet. Es stammt von dem Kallmünzer Maler Georg Hämmerl. Ein Strahler soll angebracht werden.

Auch der Gedenkstein im Friedhof an die Opfer des KZ-Zuges wird renoviert. Zur Ortsverschönerung wurden Bänke aus Edelstahl vorgeschlagen. Vorträge und Museumsbesuche sind geplant. In der lebhaften Diskussion wurde das Fehlen eines Ortsheimatpflegers bedauert und die Anlegung einer Streuobstwiese angeregt.

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