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Region Schwandorf
Sonntag, 20. Mai 2018 22° 4

Freizeit

Der Kugelspaß startet an Pfingsten

Der Tourismusverband Oberpfälzer Seenland setzt auf die Magnetwirkung der Holzkugel und zieht an den Steinberger See um.
von Reinhold Willfurth

Die massiven Betonfundamente für die Holzkugel am Steinberger See sind bereits gegossen. Foto: Willfurth

Steinberg am See.Ein Richtfest ist erst am 1. März geplant, von der Attraktion selbst ist noch nichts zu sehen, und trotzdem übt die größte begehbare Holzkugel der Welt am Steinberger See bereits eine magische Anziehungskraft aus – zumindest auf den Tourismus-Zweckverband Oberpfälzer Seenland. Bei der Verbandsversammlung am 21. Dezember beschlossen die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden und Landrat Thomas Ebeling als Vorsitzender den Bau einer Touristeninformation samt Geschäftsstelle in unmittelbarer Nachbarschaft.

Die „Holzkugel“ wird am Westufer des Steinberger Sees bei Oder gebaut.

Der Ort für die neue Tourismuszentrale ist strategisch günstig gewählt. „Zwischen dem Parkplatz und Eingangsbereich mit Gastronomie“, so Zweckverbands-Geschäftsführer Joachim Häring, könne man die Besucher über weitere Vorzüge und Schönheiten des Seenlands informieren – etwa mit der neuen Freizeitkarte. „Die bleiben vielleicht ein, zwei Stunden in und um die Kugel, und wir machen ihnen Angebote, was sie hier sonst noch alles erleben können“, freut sich Häring.

Dass die Verbandsgeschäftsstelle gleich mit an den See zieht, habe logistische Gründe: „Dann sind wir zum Beispiel bei großem Besucherandrang personell flexibler“. Die Betreiber der Holzkugel kalkulieren mit 150 000 Besuchern pro Jahr. „Das wird das neue Einfallstor für das Oberpfälzer Seenland“, prophezeit Häring.

Von der Bank ins Grüne

Der milde Winter hat den Baufortschritt bislang begünstigt. Foto: fu

Damit der Bau mit seinen rund 80 Quadratmetern Nutzfläche schnell steht, denke man an Fertigbauweise, so Häring. Die Fassade werde natürlich an den Stil der Holzkugel und der angeschlossenen Gastronomie angepasst. „Das wird kein Fremdkörper“, verspricht Häring. Wann der Umzug über die Bühne geht, kann der Verbandsgeschäftsführer noch nicht sagen. Baufirmen müssten gesucht, Ausschreibungsfristen und Gemeinderatstermine beachtet werden.

Erst im vergangenen Jahr ist der Verband in die Räume der Schwandorfer Sparkasse umgezogen – „eine Interimslösung“. Auf der Suche nach Ideen und Firmen sieht sich Häring dieser Tage auf der Reisemesse CMT in Stuttgart um. Dort hat er eine „hervorragende Besucherresonanz“ ausgemacht – auch beim Angebot des Seenlands.

So soll die Holzkugel in diesem Sommer aussehen. Visualisierung: Inmotion Park GmbH

Auch wenn sich die Kugel mit ihren 40 Metern Durchmesser noch nicht einmal erahnen lässt – hinter den Kulissen laufen die Vorarbeiten für die Produktion der massiven, 15 Meter langen Leimbinder, die auffälligsten Elemente des „Inmotion Parks“. Die Leimbinder aus europäischem Lärchen- und Fichtenholz werden laut Geschäftsführer Kim Kappenberger im unterfränkischen Miltenberg gefertigt – im Auftrag des Generalunternehmers in Fladnitz in der Steiermark, wo Boden- und Rampenbeläge, Geländer, Bewegungs- und Erlebnisstationen aus heimischem Lärchenholz gefertigt werden.

„Das wird das neue Einfallstor für das Oberpfälzer Seenland.“

Joachim Häring, Verbandsgeschäftsführer

Das Umfeld der Holzkugel soll die Besucher auf deren Attraktionen einstimmen – neben der Aussicht bis in den Bayerischen Wald sind das Erlebnis- und Bewegungsstationen für Jung und Alt. Folglich warten laut Kim Kappenberger schon rund um das Bauwerk kleine Erlebnis- und Entspannungsstationen in Form von Balanciergeräten und Liegen auf die Besucher.

Die geplante Gastronomie, unter deren Dach am 1. März Richtfest gefeiert wird, bekommt für schönes Wetter einen Freisitz, flankiert von einem Kleinkinderspielplatz. Davor breitet sich bis hinunter zum Seeufer eine Art Kombi-Wiese für Veranstaltungen wie Bauernmärkte oder Public Viewing aus.

Holz dominiert die Architektur

Die erste Mauer für das Gastronomiegebäude steht bereits. Foto: fu

Eine massive Betonwand auf der Baustelle am Steinberger See gibt dieser Tage schon mal die Konturen des Gastronomiebetriebs vor. In der Hemauer Holzbaufirma Semmler bereitet man sich unterdessen auf die Installation der hölzernen Bauteile vor, welche den Bau optisch dominieren sollen. Ende Januar sollen die Teile montiert werden. „Mitte bis Ende März“, so „Inmotion Park“-Geschäftsführer Kappenberger, werde dann mit dem Bau der Kugel begonnen. Binnen acht Wochen soll aus den aus Unterfranken und der Steiermark angelieferten Holz- und Eisenteilen eine runde Sache werden.

Momentaufnahmen von der Baustelle

  • Baufortschritt:

    Der milde Winter hat den Baufortschritt bislang begünstigt. Seit 8. Januar wird am See wieder gearbeitet. Die erste Mauer steht. Der dominierende Baustoff für die Gastronomie wird wie bei der Kugel aber Holz sein.

  • Stellplätze:

    Einen Parkplatz mit 166 Stellplätzen baut die Gemeinde Steinberg. Die Tageskarte soll fünf Euro kosten.

Ursprünglich sollte der „Inmotion Park“ schon an Ostern die ersten Gäste an den See locken. Doch dieser Zeitplan sei etwas zu ambitioniert gewesen, räumt Kappenberger ein. Das jetzige Tempo sei aber besser für den 5,5 Millionen Euro teueren Bau, den Kappenberger und sein Geschäftspartner Tom Zeller zusammen mit Investoren aus der Oberpfalz stemmen. „Lieber einen Schritt langsamer, dafür aber komplett“ lautet das Motto der Betreiber.

Auf Facebook hält das Team um den inMotion-Park seine Fans auf dem Laufenden:

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